Sammlung Schack

Eintrittspreise

STÄNDIGE SAMMLUNG

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben in allen Häusern freien Eintritt.

Reduziert
3 Euro
Regulär
4 Euro

SONNTAGS
PINAKOTHEKEN, MUSEUM
BRANDHORST, SAMMLUNG SCHACK

Regulär
1 Euro

TAGESTICKET
PINAKOTHEKEN, MUSEUM
BRANDHORST, SAMMLUNG SCHACK

Regulär
12 Euro

5ER - TICKET
PINAKOTHEKEN, MUSEUM
BRANDHORST, SAMMLUNG SCHACK

Regulär
29 Euro

Meisterwerke

Arnold Böcklin

Triton und Nereide, 1874

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Johann Georg von Dillis

Blick von der Villa Malta auf St. Peter, 1818

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Franz von Lenbach

Hirtenknabe, 1860

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Moritz von Schwind

Des Knaben Wunderhorn, um 1848

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Franz von Lenbach

Kaiser Karl V. nach der Schlacht bei Mühlberg, 1868

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Moritz von Schwind

Die Morgenstunde, um 1860

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Anselm Feuerbach

Paolo und Francesca, 1864

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Carl Spitzweg

Türken in einem Kaffeehaus, um 1855

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Arnold Böcklin

Villa am Meer II, 1865

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Eugen Napoleon Neureuther

Aus Goethes „Herrmann und Dorothea“, 1864

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Impressionen aus der Sammlung Schack

Statten Sie der Sammlung Schack einen Besuch ab und entdecken Sie einen Sammler und seine Schätze, allesamt Meisterwerke des 19. Jahrhunderts. Die Sammlung Schack ist ein Ort der Märchen und Mythen, des Fernwehs und der Sehnsucht, ein Schatz unter den Münchner Museen.

Lageplan Sammlung Schack

Anfahrt

Samlung Schack
Prinzregentenstraße 9
80538 München

Die Sammlung Schack erreichen Sie mit:

Tram
Linie 18: Haltestelle Nationalmuseum/Haus der Kunst
Linie 6: Haltestelle Friedensengel/Villa Stuck

U-Bahn
U4 | U5: Haltestelle Lehel

Bus
Linie 100 (Museumslinie): Haltestelle Reitmorstraße/Sammlung Schack

Einen Überblick über die verschiedenen Anreisemöglichkeiten liefert Ihnen unser Umgebungsplan (PDF, 56 KB).

Rundgang

Franz Lenbachs „Hirtenknabe“, „Rübezahl“ und „Des Knaben Wunderhorn“ von Moritz von Schwind – jeder hat schon einmal Abbildungen dieser Gemälde gesehen, aber wo findet man die Originale? In der Sammlung Schack, einem Juwel unter den Museen Münchens. Bilder von Sagen und Märchen erzählen Geschichten von fernen Ländern und vergangenen Zeiten. 

Zum Rundgang der Sammlung Schack

Ferdinand Seeboeck (1864 - 1953) Adolf Friedrich Graf von Schack, 1894
Marmor, Höhe 69 cm

Der Sammler

Adolf Friedrich Graf von Schack

Adolf Friedrich Graf von Schack, 1815 in Schwerin geboren, war zunächst als Jurist und Diplomat im mecklenburgischen Staatsdienst tätig. 1851 gab er seine Stellung auf, um sich ausschließlich literarischen Interessen zu widmen. 1856 folgte er dem Ruf Maximilians II. nach München, wo er zum Kreis der Wissenschaftler und Schriftsteller gehörte, die die Residenzstadt nach den Vorstellungen des Königs „zu einem Weimar des 19. Jahrhunderts“ machen sollten. Freundschaften verbanden ihn mit den Dichtern Emanuel Geibel und Paul Heyse. Nach dem Tod Maximilians 1864 lockerte sich seine Beziehung zu München. In den letzten drei Jahrzehnten seines Lebens verbrachte er viel Zeit auf Reisen in Italien, Spanien, Griechenland und im Vorderen Orient. Er starb 1894 in Rom.

Seine Lebensleistung sah Graf Schack vor allem in seinem schriftstellerischen Werk. Er schrieb über das spanische Theater des 17. Jahrhunderts und die mittelalterliche arabische Kultur in Spanien und Süditalien. Er war ein Kenner der orientalischen Literaturen und übersetzte das „Buch der Könige“ des Firdousī, ein Hauptwerk der persischen Dichtung. In den späteren Jahren widmete er sich zunehmend eigenen Dichtungen. Die historischen Stoffe für seine Epen und Dramen fand er in den Epochen des Umbruchs wie der Spätantike, der Renaissance und der Reformation. Als Vorbilder verehrte er Platen und Byron. 1888 erschien seine Autobiographie „Ein halbes Jahrhundert“, in der er über seine Reisen und Begegnungen mit berühmten Zeitgenossen berichtet. Als Dichter ist Graf Schack heute nahezu vergessen. Sein Name ist vor allem durch seine Gemäldesammlung im Gedächtnis geblieben, die er im Wesentlichen in den 1860er und 1870er Jahren zusammengetragen hat.

Die Sammlung

Als Kunstsammler war es das Anliegen des Grafen Schack, bis dahin unterschätzte sowie junge, noch wenig bekannte Künstler zu fördern. Durch wiederholte Ankäufe und Aufträge unterstützte er Moritz von Schwind, der sich mit seiner idealistischen Kunstauffassung durch den vorherrschenden Realismus an den Rand gedrängt sah, sowie die jungen Maler Arnold Böcklin, Anselm Feuerbach und Hans von Marées, die auf dem Kunstmarkt ohne Chance waren. Obwohl Graf Schack auch die französische Malerei seiner Zeit kannte und Eugène Delacroix schätzte, erwarb er bewußt nur Werke deutscher Künstler.

In der Auswahl der Gemälde, in den Gattungen und Themen spiegeln sich die Interessen des Sammlers. Grundlegend war für ihn ein idealistischer Kunstbegriff, der alle Spielarten des Realismus von vornherein ausschloss. „Poesie ist die Mutter aller Künste, und Maler wie Musiker dürfen nur dann als echte Künstler gelten, wenn sie ebenso wie der Dichter von poetischem Geiste erfüllt sind“, schrieb Graf Schack. So findet man in seiner Sammlung vor allem Historienbilder und Landschaften, nicht aber – bis auf wenige Ausnahmen (Spitzweg) – die damals populäre Genremalerei.

Die Landschaftsbilder vergegenwärtigen die Länder rund um das Mittelmeer: Italien, Griechenland und nicht zuletzt Spanien, das Graf Schack wie kaum ein anderer Zeitgenosse aufgrund eigener Reisen kannte. In den Bildern Böcklins und Feuerbachs begegnet man antiken Mythen, aber auch der Welt der neuzeitlichen Dichtung von Dante und Petrarca bis hin zu Goethe. Die Bilder Schwinds widmen sich dem deutschen Mittelalter mit seinen Sagen und Märchen, die seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert als Gegenwelt zum klassischen Altertum wieder entdeckt worden waren.

Neben diesen zeitgenössischen Künstlern sammelte Graf Schack Kopien nach Meisterwerken des 16. und 17. Jahrhunderts, vor allem nach venezianischer Malerei von Giorgione und Tizian bis Tintoretto und Veronese. Als Kopist war neben anderen der junge Franz von Lenbach für ihn tätig.

Antike, Mittelalter und Renaissance – Griechenland, Italien und das romantische Spanien waren Orte der Sehnsucht und des Rückzugs angesichts der Umwälzungen der anbrechenden Moderne. Die Sammlung des Dichters und deutschen Kosmopoliten Graf Schack zeigt dies in beeindruckender Geschlossenheit. Die Gemälde beschwören ferne Zeiten und Reiche herauf, die als Projektionsflächen eigener Wünsche und Hoffnungen dienten. 1881 veröffentlichte Graf Schack das Buch „Meine Gemäldesammlung“, in dem er eigene Gedanken über seine Bilder darlegte. Diese Publikation sollte den Besuchern der Galerie als Führer dienen. 

Die Sammlung befand sich ursprünglich im Palais des Grafen an der Brienner Straße. Dort war sie seit 1865 öffentlich zugänglich und zog das kunstinteressierte Publikum an. Die prächtige, von Lorenz Gedon entworfene Fassade im Stil der Neurenaissance gab dem Gebäude ein repräsentatives Äußeres.

1876 vermachte Graf Schack die Sammlung testamentarisch dem deutschen Kaiser. Mit dem Tod des Sammlers ging sie 1894 in das Eigentum Wilhelms II. über, der die Sammlung jedoch in München beließ. 1909 errichtete er den bestehenden Galeriebau an der Prinzregentenstraße und – nach Westen unmittelbar angrenzend – das Gebäude für die preußische Gesandtschaft, in dem nach dem Zweiten Weltkrieg die Bayerische Staatskanzlei ihren Sitz hatte. Die ersten Entwürfe für diesen Baukomplex stammen von Adolf von Hildebrand. Ausgeführt wurden beide Bauten von Max Littmann.

Die Sammlung Schack ist seit 1939 Teil der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Mit der Ausnahme von drei Gemälden, die 1931 im Münchner Glaspalast verbrannten, – und vier weiteren Verlusten – ist die Sammlung seit dem Tod des Grafen Schack unverändert geblieben. 

Adolf Friedrich von Schack Fotografie, um 1875

Geschichte

1815
Adolf Friedrich von Schack wird am 2. August in Schwerin als Sohn eines im mecklenburgischen Staatsdienst stehenden Juristen und Gutsbesitzers geboren.

1833
Das bereits während seiner Schulzeit am Pädagogium der Franckeschen Stiftungen in Halle entwickelte Interesse an Literatur und fremden Sprachen verfolgt Schack auch während seines Jurastudiums an den Universitäten Bonn; Heidelberg und Berlin weiter. Schack beginnt, Sanskrit und Arabisch zu lernen. Er besucht Vorlesungen bei dem Romanisten Friedrich Diez, dem Indologen Christian Lassen und bei August Wilhelm Schlegel. Bereits während der Studienzeit unternimmt Schack mehrere ausgedehnte Reisen nach Frankreich und Italien.

1838
Nach dem Abschluss des Studiums tritt Schack in den preußischen Staatsdienst ein. Das Referendariat unterbricht er jedoch bald, um eine längere Reise nach Italien, Griechenland, Palästina, Ägypten und Spanien anzutreten. In spanischen Bibliotheken unternimmt Schack ausgedehnte Quellenstudien zur spanischen Literatur.

1845
Schack veröffentlicht die ersten beiden Bände seiner Geschichte der dramatischen Literatur und Kunst in Spanien, der dritte Band erscheint im Jahr darauf.  Es ist eine Gesamtschau des spanischen Theaters des Siglo de Oro, die auf der Kenntnis auch entlegener Texte der weniger bekannten Autoren gründet. Bis heute steht sie im Rang eines Grundlagenwerks der Hispanistik.

1847
Schack reist nach England und Schottland, wo er in Straford-upon-Aven den Geburtsort Shakespeares und in Schottland die Schauplätze der Gesänge des Ossian und der Romane Walter Scotts besucht.

1851
Schack nimmt seinen Abschied vom Staatsdienst, um sich künftig ganz seinen Studien widmen zu können.

1854
König Maximilian II. von Bayern lädt Schack nach München ein und ernennt ihn zum Mitglied des Maximiliansordens für Wissenschaft und Kunst. Schack erhält so Zugang zum Kreis der vom König nach Bayern berufenen Gelehrten und Literaten, mit denen ihn teils lebenslange Freundschaften verbindet: etwa mit dem Ranke-Schüler und Diplomaten Wilhelm von Dönniges, dem Chemiker Justus von Liebig und den Dichtern Emanuel Geibel und Paul Heyse.

1856
Schack verlegt seinen Wohnsitz nach München und erwirbt Haus und Grundstück an der Brienner Straße in der Nähe der Propyläen. Erst in München beginnt Schack sich mit der zeitgenössischen Malerei zu beschäftigen und Gemälde überwiegend junger deutscher Künstler zu sammeln. Aus ersten mehr oder minder zufälligen Erwerbungen erwächst bald ein systematischeres Vorgehen, das die gezielte Förderung insbesondere von unbekannten jüngeren oder am Kunstmarkt chancenlosen Künstlern zum Ziel hat.

1859
Paul Heyse vermittelt den Kontakt zu Arnold Böcklin, von dem Schack zwischen 1863 und 1874 insgesamt 16 Gemälde erwirbt. Er wird damit zum wichtigsten Förderer der noch jungen Karriere dieses Künstlers.

1862
Theodor Heyse, der Onkel des Dichters Paul Heyse, vermittelt den Kontakt zu Anselm Feuerbach. Schack erwirbt zwischen 1863 und 1868 nicht weniger als elf Gemälde des Künstlers.

1863
Schack erwirbt den Hirtenknaben von Franz Lenbach. Der junge Maler geht anschließend im Auftrag des Sammlers nach Italien, um in Rom und Florenz Kopien nach Gemälden Tizians, Rubens’, Velázquez’ und Murillos auszuführen und damit den Grundstock für die außergewöhnliche Kopiensammlung zu legen. Lenbach malt insgesamt 27 Bilder für Schack, zehn Originale und 17 Kopien.

1864
Mit Die Schwemme erwirbt Schack ein bedeutendes Frühwerk von Hans von Marées. Er schickt den mittellosen Maler nach Rom, um Altmeistergemälde zu kopieren. Marées malt bis 1865 allerdings nur vier Kopien nach Raffael, Palma Vecchio, Tizian und Velázquez für Schack, bevor er die Verbindung mit dem Sammler löst.

1866
Schack veröffentlicht erstmals eigene dichterische Werke. Er publiziert eine Sammlung von Gedichten, der bald zahlreiche Bände mit weiteren Gedichten, Epen und Schauspielen folgen.

1869
Von Moritz von Schwind erwirb Schack eine Sammlung von 25 Gemälden in kleineren Formaten, die sogenannten Reisebilder, die der Künstler ohne Auftrag und nur für sich selbst gemalt hat.

1871
Schack erwirbt das Nachbargrundstück an der Brienner Straße und lässt sein Haus mit den dort vorhandenen Gebäuden durch einen Umbau nach Plänen von Lorenz Gedon zu einem repräsentativen Palais mit einer Fassade in Formen der deutschen Renaissance erweitern. Im Garten hatte er bereits zuvor einen Galerietrakt für die Sammlung errichten lassen, die dort seit 1866 interessierten Besuchern zugänglich war.

1874
In seinem Testament legt Schack fest, dass die Gemäldesammlung nach seinem Tod in das Eigentum des deutschen Kaisers übergehen, aber weiter in München bleiben und für die Öffentlichkeit zugänglich sein soll. In späteren Fassungen des Testaments und in der letztgültigen Niederschrift von 1893 ändert er die Verfügung dahingehend ab, dass die Sammlung nun nicht mehr in München bleiben, sondern nach Berlin oder Weimar verlegt werden soll. In dieser Änderung der ursprünglichen Absicht tritt nicht nur das schwierige Verhältnis Schacks zu seiner Wahlheimat München zutage, zu der er seit dem Tod Maximilians II. mehr und mehr auf Distanz gegangen war, sondern auch die selbstbewusste Einschätzung der Sammlung als nationales Kulturgut, das er am besten in der Hauptstadt des neuen Kaiserreichs aufgehoben sieht.  

1876
Am 22. August erhebt Kaiser Wilhelm I. Schack in den preußischen Grafenstand. Ausschlaggebend war neben seinen Verdiensten um Kunst und Literatur die Ankündigung, dass Schack die Gemäldesammlung dem Kaiser zu vermachen gedenkt.

1881
Schack veröffentlicht mit dem Band Meine Gemäldesammlung einen umfangreichen Kommentar zu seiner Sammlung, eine einzigartige Quelle für die Gedanken und Empfindungen des Sammlers bei der Betrachtung der Bilder. Ein Augenleiden verschlimmert sich so weit, dass Schack für den Rest seiner Tage nahezu blind ist. Seine Texte und Briefe diktiert er einem Sekretär. Dies hält ihn nicht davon ab, in den letzten vierzehn Jahren seines Lebens nahezu die Hälfte seines schriftstellerischen Werkes zu schaffen.

1888
Unter dem Titel Ein halbes Jahrhundert veröffentlicht Schack seine Autobiographie, für den befreundeten Historiker Ferdinand Gregorovius eines der „schönsten [Bücher], die seit lange in Deutschland geschrieben sind.“ Die Lebenserinnerungen gehören zu den noch heute lesenswerten Schriften Schacks, während seine Gedichte, Epen und Dramen außerhalb der Fachwissenschaft kaum noch Leser finden.

1894
Die letzten fünf Jahre seines Lebens verbringt Schack überwiegend in Italien, hauptsächlich in Venedig, Florenz und Neapel. Am 14. April stirbt er in Rom. Der Leichnam wird nach Schwerin überführt und in der Familiengruft des Gutes Zülow auf dem Friedhof in Stralendorf bei Schwerin beigesetzt.

1909
Als Erbe der Sammlung entschließt sich Kaiser Wilhelm II. dazu, die Sammlung in München zu belassen und das Palais des Grafen Schack an der Brienner Straße zu renovieren. Nachdem sich das Palais aber als auf die Dauer zu klein und ungeeignet für den Museumsbetrieb erweist, lässt der Kaiser einen Neubau nach Plänen von Adolf von Hildebrand, Ernst von Ihne und Max Littmann an der Prinzregentenstraße errichten, der am 18. September 1909 eröffnet wird. Unmittelbar westlich schließt die ebenfalls neu errichtete Preußische Gesandtschaft an. Die Einrichtung und Hängung der Galerie wird von Paul Seidel betreut, dem Direktor des Hohenzollernmuseums in Berlin. Am Giebel lässt der Kaiser eine Widmungsinschrift anbringen, die ihn als Patron der Künste in der bayerischen Hauptstadt feiert: „Kaiser Wilhelm II. der Stadt München zur Mehrung ihres Ruhmes und großen Künstlern zum Gedächtnis“.

1918
Die Schack-Galerie fällt unter das beschlagnahmte deutsche Kronvermögen und wird der Krongutverwaltung unterstellt.

1922
Im Auftrag der Krongutverwaltung unternimmt Ludwig Justi, Direktor der Berliner Nationalgalerie, nur ein gutes Jahrzehnt nach der Eröffnung eine durchgreifende Neuordnung und Umgestaltung der Schack-Galerie. War bis dahin die gesamte Sammlung von 270 Gemälden in sehr dichter Hängung ausgestellt, reduziert Justi den ausgestellten Bestand erheblich und verbannt die großformatigen Kopien ins Depot. Die helle Farbigkeit der Ersteinrichtung weicht deutlich dunkleren Farben: Schwind kommt auf dunkelblaue, Genelli auf dunkelgrüne, Feuerbach auf rote und Böcklin auf dunkelviolette Wände.

1932
Die Schack-Galerie wird Eigentum des preußischen Staates und der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten, Berlin unterstellt.

1939
Mit Erlass vom 1. Februar verfügt Adolf Hitler die Errichtung der „Schack-Galerie der deutschen Meister des 19. Jahrhunderts“ mit Sitz in München. Diese Galerie soll aus den Beständen der Schack-Galerie und den im Besitz des bayerischen Staates befindlichen Bilder des 19. Jahrhunderts in der Neuen Pinakothek gebildet und im zu erweiternden Kunstausstellungsgebäude am Königsplatz eingerichtet werden. Das geplante Museum kommt nicht zustande, die Schack-Galerie geht jedoch in das Eigentum Bayerns über und wird den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen eingegliedert.

1950
Nachdem die nicht unerheblichen, im Vergleich zu anderen Museen jedoch überschaubaren Kriegsschäden behoben sind, wird die Schack-Galerie am 2. August als erstes Museum Münchens nach dem Zweiten Weltkrieg wieder für das Publikum geöffnet. Das angrenzende Gebäude der ehem. Preußischen Gesandtschaft wird Sitz der Bayerischen Staatskanzlei.

1967
Aus Mangel in geeigneten Räumen in der Staatskanzlei wird der größte Saal der Schack-Galerie, der ehemalige Lenbachsaal und heutige Kopiensaal, als Sitzungssaal des bayerischen Kabinetts genutzt, bis zum Umzug der Staatskanzlei in den Neubau am Hofgarten 1993.

1978
Auf Weisung des bayerischen Ministerpräsidenten soll die Galerie dauerhaft geschlossen, die Räume der Staatskanzlei zugeschlagen und die Gemäldesammlung des Grafen Schack in die künftige Neue Pinakothek eingegliedert werden. Nach breitem Protest in der Öffentlichkeit wird diese Entscheidung zurückgenommen, die Galerie saniert und am 3. Oktober 1979 wieder für Besucher geöffnet.

2009
Aus Anlass der 100-Jahrfeier des Galeriegebäudes am 18. September werden die Räume der beiden Hauptgeschoße renoviert. Der helle Teppichbelag der 1970er Jahre weicht einem Parkettfussboden, die Wände werden in dunkleren Farben gestrichen. Texte und Erläuterungen stellen den Bezug her zwischen der Person des Sammlers, seinen literarischen Interessen und den Gemälden seiner Sammlung. Größter Zugewinn ist die durch privates Mäzenatentum ermöglichte Einrichtung des Kopiensaales, in dem erstmals seit Jahrzehnten wieder ein zentraler Teil der Kopiensammlung gezeigt werden kann.

Publikationen

Alle Publikationen sind im Museumsshop Cedon erhältlich.

Sammlung Schack. Katalog der ausgestellten Werke
Herbert W. Rott, mit einem Beitrag von Eva Ortner
Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Hg.)
Ostfildern: Hatje Cantz Verlag, 2009
288 Seiten | 215 Abb.

Schack-Galerie. Vollständiger Katalog
Eberhard Ruhmer mit Rosel Gollek, Christoph Heilmann, Hermann Kühn und Regina Löwe
Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Hg.)
München, 1969
Textband 626 Seiten, Tafelband 111 Seiten mit 198 schwarzweißen Abbildungen

Vermietung

Das Foyer und der Kopiensaal der Sammlung Schack können außerhalb der allgemeinen Öffnungszeiten für exklusive Veranstaltungen angemietet werden. Zusätzlich sind private Kunstführungen durch die Sammlung möglich.

Das marmorne Foyer der Sammlung Schack und der Kopiensaal mit seinem edlen Ambiente eignen sich insbesondere für Veranstaltungen wie Empfänge, Dinner, Vorträge und Pressekonferenzen. Über Termine und Konditionen informieren wir Sie gerne.

Kurzinformation
Ausstellungsfläche: ca. 900 qm

Foyer: Nutzfläche für Veranstaltungen: 270 qm;
Stehempfang: max.150 Personen

Kopiensaal: Nutzfläche für Veranstaltungen: 150 qm;
Stehempfang: max. 80 Personen; Gesetztes Essen: max. 50 Personen

Verfügbarkeit
Kopiensaal: Montag bis Freitag ganztägig
Foyer: Montag und Dienstag ganztägig, Mittwoch bis Freitag ab 18.00

Catering
In den Räumen der Sammlung Schack gilt freie Wahl des Caterers.

Hier erhalten Sie alle Informationen zu unseren Vermietungsmöglichkeiten. 

Barrierefreie Zugänge

Die Sammlung Schack, deren rund 150 Gemälde über drei Stockwerke verteilt ausgestellt sind, ist leider nicht barrierefrei zugänglich. Dies betrifft sowohl den Zugang zum Gebäude über die Treppe am Haupteingang wie auch die innere Erschließung mit den drei Ausstellungsebenen. Um diesen Mangel zu beseitigen hat das Staatliche Bauamt München I eine Vorplanung erstellt, die den Einbau einer Aufzugsanlage und barrierefrei zugänglicher Serviceräume vorsieht. Die Kosten sind im Haushaltsplan für die Jahre 2017/18 angemeldet. Eine Entscheidung darüber steht noch aus.