Stiftung Ann und Jürgen Wilde

Die Stiftung

Die Stiftung Ann und Jürgen Wilde ist seit 2010 mit ihrer Sammlung moderner und zeitgenössischer Fotografie sowie mit den Archiven Karl Blossfeldt und Albert Renger-Patzsch dauerhaft den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen  angegliedert und ergänzt auf herausragende Weise die Sammlung Fotografie und Neue Medien an der Pinakothek der Moderne.

Zweck der Stiftung Ann und Jürgen Wilde ist, in Ausstellungen und Publikationen die Stiftungsbestände der Öffentlichkeit vorzustellen und im Kontext der Sammlungen an der Pinakothek der Moderne neue Blicke auf Fotografie als künstlerisches Ausdrucksmittel in der Geschichte und Gegenwart des Mediums zu ermöglichen.

Neben Sonderausstellungen, wie zuletzt „Florence Henri. Compositionen“ (2014), „Karl Blossfeldt. Aus der Werkstatt der Natur“ (2015) und „Albert Renger-Patzsch. Ruhrgebietslandschaften“ (2016/17) werden die Stiftungsbestände in einem Raum innerhalb des Rundgangs der Sammlung Moderne Kunst der Bayerischen Staatsgemäldesammlung in der Pinakothek der Moderne kontinuierlich in thematischen und monografischen Präsentationen gezeigt. Des Weiteren werden Werke aus den Stiftungsbeständen national und international in Ausstellungen entliehen.

Die Sammlung und Archive sowie die Fachbibliothek der Stiftung Ann und Jürgen Wilde sind öffentlich zugänglich. Sie können nach Terminvereinbarung konsultiert und für Forschungszwecke, Veröffentlichungen und Ausstellungvorhaben genutzt werden.

Bild: Studiensaal der Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Pinakothek der Moderne, München

Die Stifter

Ann und Jürgen Wilde begannen 1968, ausgehend vom Erwerb eines Teilnachlasses des Münchner Kunsthistorikers Franz Roh, ihre Sammlung zur Fotografie der Moderne. Von 1972 an führten sie in Köln eine der ersten Galerien für Fotografie in Europa. Bis zur ihrer Schließung 1985 realisierten sie zahlreiche Ausstellungen, vor allem auch in Kooperation mit Museen und Kunstinstitutionen im In- und Ausland, um die Anerkennung der Fotografie als Kunst zu erreichen. Ziel ihrer Arbeit war es, in Vergessenheit geratenen Künstlerinnen und Künstlern der fotografischen Avantgarde der 1920er und 1930er Jahre eine Plattform zu bieten und sie in Beziehung zu zeitgenössischen Positionen zu setzen. In diesem Zusammenhang waren Ann und Jürgen Wilde 1977 beratend für die Abteilung Fotografie auf der „documenta 6“ in Kassel tätig. 1996 wurden sie für ihre Arbeit mit der George Eastman Medaille ausgezeichnet.

2001 gründeten Ann und Jürgen Wilde die Stiftung „Fotografie und Kunstwissenschaft“, bis 2008 mit Sitz in gemeinsamen Räumen mit der Alfred Ehrhardt Stiftung in Köln, aus der die heutige Stiftung Ann und Jürgen Wilde an der Pinakothek der Moderne hervorgegangen ist. Diese bewahrt ihr umfangreiches Lebenswerk, die Sammlung zur modernen und zeitgenössischen Fotografie sowie die Archive Karl Blossfeldt und Albert Renger-Patzsch, und vereint sie unter einem Dach.

Bild: Ann und Jürgen Wilde am 28. September 2017 in der Pinakothek der Moderne, München

Sammlung

Kern der Stiftung Ann und Jürgen Wilde ist eine hochkarätige fotografische Sammlung mit dem Schwerpunkt auf Avantgardefotografie der 1920er und 1930er Jahre. Sie umfasst umfangreiche Werkgruppen u.a. von Aenne Biermann, Alfred Ehrhardt, Florence Henri, Germaine Krull, Werner Rohde, August Sander und Friedrich Seidenstücker. Zudem enthält die Sammlung Konvolute internationaler Fotografie seit den 1940er Jahren bis heute, wie von Bernd und Hilla Becher, Lee Friedlander, Ralph Gibson, David Hockney, Jürgen Klauke, Duane Michals, Gabriele und Helmut Nothhelfer, Tony Ray-Jones, Marcia Resnick und Weegee.

Neben mehreren tausend Originalabzügen (vintage prints) beherbergt die Sammlung  auch Neuabzüge und Portfolios, die im Kontext der Galerie- und Ausstellungstätigkeit von Ann und Jürgen Wilde entstanden sind, sowie Archivalien und Dokumente zur Fotogeschichte, eine umfangreiche Fachbibliothek und das Archiv der Galerie Wilde.

Einen zentralen Teilbestand der Stiftung Ann und Jürgen Wilde bilden zudem die Archive zu den beiden bedeutenden Fotografen der Neuen Sachlichkeit Karl Blossfeldt und Albert Renger-Patzsch.

Bild: Aenne Biermann, Kinderhände (Helga), 1928

KARL BLOSSFELDT ARCHIV

Das Karl Blossfeldt Archiv beherbergt die weltweit umfangreichsten Bestände zu einem der bedeutendsten Fotografen der Neuen Sachlichkeit.

Ursprünglich zum Modelleur und Bildhauer ausgebildet, fertigte Karl Blossfeldt (1865-1932) seine ersten Pflanzenaufnahmen ab 1892 im Kontext mehrerer Mittelmeerreisen mit Moritz Meurer, einem Lehrer der Berliner Kunstgewerbeschule, der eine Lehrmittelsammlung für das Studium von Naturformen zusammenstellte. Mit dem Antritt einer Dozentenstelle für das Fach „Modellieren nach lebenden Pflanzen“ an der Unterrichtsanstalt des Königlichen Kunstgewerbemuseums 1899 in Berlin setzte schließlich Blossfeldts systematische fotografische Erfassung von Pflanzenformen ein. Breite Aufmerksamkeit erfuhren Karl Blossfeldts Aufnahmen durch ihre Präsentation in Ausstellungen, wie in der Berliner Galerie Karl Nierendorf (1926), sowie durch die Veröffentlichungen „Urformen der Kunst“ (1928) und „Wundergarten der Natur“ (1932) im Verlag Ernst Wasmuth.

Ann und Jürgen Wilde fanden über den Verlag Ernst Wasmuth Kontakt zu den Nachfahren  von Karl Blossfeldt in Schielo/Harz. 1974 erwarben sie die Negative des Fotografen aus dem Besitz der Familie und begründeten das Karl Blossfeldt Archiv. Durch den Erwerb von Zeichnungen aus der Studienzeit, von Dokumenten, Briefen, privaten Reise- und Familienfotografien sowie von mehreren hundert Originalabzügen und den Arbeitscollagen aus dem Nachlass konnten Ann und Jürgen Wilde das Archiv in den folgenden Jahren umfassend erweitern. Seit 1991 ist das Karl Blossfeldt Archiv als schützenswertes Kulturgut in der Liste national wertvoller Archive verzeichnet.

http://www.karl-blossfeldt-archiv.de

Bild: Karl Blossfeldt, Arbeitscollage, Farne I, vor 1928

ALBERT RENGER-PATZSCH ARCHIV

Das Albert Renger-Patzsch Archiv umfasst mit mehreren tausend originalen Abzügen (vintage prints) weite Teile des fotografischen Werks von Albert Renger-Patzsch (1897-1966) Dazu zählen große Werkgruppen zu Aufträgen, Projekten und Buchveröffentlichungen von 1920/22 bis 1966, darunter umfassende Serien zur Architektur der Moderne und Industriearchitektur, zu Industrie- und Handwerksprodukten, zu den Landschaften des Ruhrgebiets, der Halligen, des Erzgebirges und zur Möhne-Region, zu Städten wie Hamburg, Lübeck, Paderborn und Soest, zu Buchveröffentlichungen wie „Norddeutsche Backsteindome“ (1929), „Deutsche Wasserburgen“ (1940), „Bäume“ (1962), „Gestein“ (1966), Bestände zu Renger-Patzschs wegweisendem Buch „Die Welt ist schön“ (1928) sowie zahlreiche Porträtfotografien von Personen aus Renger-Patzschs beruflichem und privatem Umfeld. Des Weiteren umfasst das Albert Renger-Patzsch Archiv die überlieferten Negativglasplatten und davon erstellte, spätere Neuabzüge, die in Zusammenhang mit der Galerie- und Ausstellungstätigkeit von Ann und Jürgen Wilde seit 1974 entstanden sind. Zu den Beständen zählen außerdem eine Dokumenten- und Archivaliensammlung, vielfältige Korrespondenzen, eine Fachbibliothek zu allen Themenbereichen von Renger-Patzschs Tätigkeitsfeldern und seine umfängliche Privatbibliothek mit belletristischen Werken und Fachbüchern zum Teil in seltenen Erstausgaben.

Ann und Jürgen Wilde bemühten sich ab etwa 1970 um den sukzessiven Erwerb des Nachlasses des Fotografen aus den Händen der Familie, der 1995 abgeschlossen wurde. Um 1975 gründeten sie das Albert Renger-Patzsch Archiv mit dem besonderen Anliegen, den Nachlass zusammenzuhalten und durch Zukäufe von weiteren Bildbeständen, Dokumenten und Archivalien aus verschiedenen Quellen zu ergänzen und zu erweitern. Aufgrund der Bemühungen von Ann und Jürgen Wilde wurde das Albert Renger-Patzsch Archiv vom Kulturministerium des Landes Nordrhein-Westfalen 1991 als schützenswertes Kulturgut in die Liste national wertvoller Archive eingetragen.

Bild: 
Albert Renger-Patzsch, Glas, 1926/27
© Albert Renger-Patzsch / Archiv Ann und Jürgen Wilde, Zülpich / VG Bild-Kunst, Bonn

Ausstellungen und Veranstaltungen

Ann Wilde zum achtzigsten Geburtstag
Festvortrag von Katharina Sykora
28.02.2019

Re-visions
Jubiläumsausstellung in Zusammenarbeit mit Ann Wilde
28.02.-17.11.2019

Um uns die Stadt
Sammlungspräsentation
17.07.2018 – 27.01.2019

Jürgen Wilde zum achtzigsten Geburtstag
Festvortrag von Bernd Stiegler
28.09.2017

Germaine Krull. Métal
Sammlungspräsentation
19.09.2017 – 08.07.2018

Bilddiskurs oder Bilderrauschen. Social Media im Museum
Podiumsdiskussion im Rahmen der Ausstellung „Albert Renger-Patzsch. Ruhrgebietslandschaften“ mit Helena Grebe, Christian Gries, Anke von Heyl, Antje Lange und Simone Förster
06.04.2017

Instawalk #StadtLandBild
Im Rahmen der Ausstellung „Albert Renger-Patzsch. Ruhrgebietslandschaften“
04.03.2017

Künstlerporträts
Sammlungspräsentation
31.01. – 03.09.2017

Albert Renger-Patzsch. Ruhrgebietslandschaften
Sonderausstellung
16.12.2016 – 23.04.2017

Neues Sehen
Sammlungspräsentation
22.03.2016 – 13.01.2017

Heidi Specker. Re-prise
Buchvorstellung und Lesung von Heidi Specker, mit Klavierbegleitung und Gastbeiträgen von Hannes Böhringer, Mareike Dittmer, Michaela Mélian
28.01.2016

Heidi Specker. Re-prise
Sonderausstellung
16.10.2015 – 06.03.2016

Karl Blossfeldt. Aus der Werkstatt der Natur
Sonderausstellung
24.07. – 25.10.2015   

Eadweard Muybridge. Animal Locomotion
Sammlungspräsentation
23.04. – 04.10.2015

Die Magie der Dinge
Sammlungspräsentation
03.10.2014 – 12.04.2015

Florence Henri. Compositionen
Sonderausstellung
21.03. – 14.09.2014

Erinnerungen an Albert Renger-Patzsch als sein Reisebegleiter zu Bäumen und Gestein
Vortrag von Wolfgang Haber
23.02.2012

Bäume und Gestein. Albert Renger-Patzsch und Ernst Jünger
Sammlungspräsentation
04.11.2011 – 26.02.2012

Die neue Wirklichkeit. Fotografie der Moderne aus der Stiftung Ann und Jürgen Wilde
Sonderausstellung
26.03. – 26.6.2011

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Bild: Besucher in der Sonderausstellung „Albert Renger-Patzsch. Ruhrgebietslandschaften“, 2016, Pinakothek der Moderne, München

AUSLEIHEN UND KOOPERATIONEN

Welt im Umbruch
Bucerius Kunstforum, Hamburg
09.02.2019 - 19.05.2019

Albert Renger-Patzsch. Die Ruhrgebietsfotografien
Ruhr Museum, Essen
08.10.2018  - 03.02.2019

No Two Alike. Karl Blossfeldt, Francis Bruguière, Thomas Ruff
Contemporary Arts Center, Cincinnati
21.09.2018 – 13.01.2019

Back to the Future
FOAM, Amsterdam
19.01. – 28.03.2018

C/O Berlin
28.09.- 02.12.2018

Albert Renger-Patzsch. The Perspective of Things
Fundación MAPFRE, Madrid
20.06.2017 – 10.09.2017

Galerie nationale du Jeu de Paume, Paris
17.10.2017 – 21.01.2018

Werkstatt Photographie 1976-1986. Und plötzlich diese Weite
Sprengel Museum, Hannover
10.12.2016 – 19.03.2017

Edgar Degas und Auguste Rodin. Giganten im Wettlauf der Moderne
Von der Heydt Museum, Wuppertal
25.10.2016 – 26.2.2017

Solo Walks. Eine Galerie des Gehens
Bündner Museum, Chur
22.06.2016 – 6.11.2016

Germaine Krull
Galerie nationale du Jeu de Paume, Paris
01.06.2015 – 20.09.2015

Martin Gropius Bau, Berlin
15.10.2015 – 17.01.2016              

Qui a peur des femmes photographes? 1839-1945
Musée d’Orsay, Paris
13.10.2015 – 25.01.2016

New Objectivity. Modern German Art in the Weimar Republic 1919-1933
Museo Correr, Venedig
02.05.2015 – 30.08.2015

Los Angeles County Museum of Art, Los Angeles
04.10.2015 – 17.01.2016

Karl Blossfeldt
Whitechapel Gallery, London
16.04.2013 – 14.06.2013  

Flowers & Mushrooms
Museum der Moderne, Salzburg
27.07. – 27.10.2013             

Licht-Bilder. Fritz Winter und die abstrakte Fotografie
Fritz-Winter-Stiftung, Pinakothek der Moderne, München
08.11.2012 – 10.02.2013

Engel von Paul Klee und Engel von …
Zentrum Paul Klee, Bern
26.10.2012 – 20.01.2013  

Gustave Caillebotte. Ein Impressionist und die Fotografie
Schirn Kunsthalle, Frankfurt a.M.
18.10.2012 – 20.1.2013

Gemeentemuseum, Den Haag
02.02. – 20.05.2013           

true stories. Amerikanische Fotografie aus der Sammlung Moderne Kunst
Pinakothek der Moderne, München
02.03. – 30.9.2012 

Die andere Seite des Mondes. Künstlerinnen der Avantgarde
Kunstsammlung NRW, Düsseldorf
22.10.2011 – 15.01.2012 

Louisiana Museum of Modern Art, Humlebaek
14.2.2012 – 28.5.2012

Friedrich Seidenstücker. Von Nilpferden und anderen Menschen. Berlin in Fotografien, 1927-1958
Berlinische Galerie, Berlin
01.10.2011 – 06.02.2012     

Publikationen

Jürgen Wilde zum achtzigsten Geburtstag
Mit Text- und Bildbeiträgen von 95 Wegbegleitern, Kollegen und Freunden, 102 Seiten, 79 Abbildungen, München 2017

#StadtLandBild.
Instagram-Aktion zur Ausstellung Albert Renger-Patzsch. Ruhrgebietslandschaften
Mit Textbeiträgen von Simone Förster, Antje Lange, Wolfgang Ullrich, Elisabeth Neudörfl und Benjamin Neudeck, 48 Seiten, München 2017
Online abrufbar 

Albert Renger-Patzsch. Ruhrgebietslandschaften
Mit einem Vorwort von Bernhard Maaz, einem Text von Simone Förster und einem Interview mit Ann und Jürgen Wilde. Magazin zur gleichnamigen Ausstellung der Stiftung Ann und Jürgen Wilde an der Pinakothek der Moderne, 62 Seiten, 46 Abbildungen, deutsch/englisch, München 2016

Florence Henri. Compositionen
Mit einem Vorwort von Klaus Schrenk, einem Text von Simone Förster und einem Interview mit Ann und Jürgen Wilde. Magazin zur gleichnamigen Ausstellung der Stiftung Ann und Jürgen Wilde an der Pinakothek der Moderne, 52 Seiten, 35 Abbildungen und einer bebilderten Bestandsliste, deutsch/englisch, München 2014

Die neue Wirklichkeit. Fotografie der Moderne aus der Stiftung Ann und Jürgen Wilde
Mit einem Vorwort von Klaus Schrenk und Inka Graeve Ingelmann, und Texten von Simone Förster, Inka Graeve Ingelmann und Anna Volz. Magazin zur gleichnamigen Ausstellung der Stiftung Ann und Jürgen Wilde an der Pinakothek der Moderne, 46 Seiten, 33 Abbildungen, deutsch/englisch, München 2011

 

PUBLIKATIONEN IN KOOPERATION

Ruhrmuseum Essen (Stefanie Grebe und Heinrich Theodor Grütter Hg.)
Albert Renger-Patzsch. Die Ruhrgebietsfotografien
Mit Texten von Stefanie Grebe, Simone Förster und Andreas Rossmann, Katalog zur gleichnamigen Ausstellung am Ruhrmuseum Essen 8.10.2018 – 03.02.2019, 336 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 2018

Fundación MAPFRE
Albert Renger-Patzsch
Mit Texten von Sérgio Mah, Herbert Molderings, Stefan Gronert, Kerstin Stremmel und Simone Förster, Katalog zur gleichnamigen Ausstellung der Fundación MAPFRE, Madrid, 20.06.2017 - 10.09.2017, und der Galerie nationale du Jeu de Paume, Paris, 17.10.2017 - 21.01.2018, 320 Seiten, zahlreiche Abbildungen, erschienen als spanische & französische Ausgabe, 2016

Ann und Jürgen Wilde (Hg.)
Re-prise. 110 Photos de Heidi Specker
Künstlerbuch anlässlich der gleichnamigen Ausstellung der Stiftung Ann und Jürgen Wilde an der Pinakothek der Moderne, München, 16.10.2015 - 06.03.2016, 88 Seiten, 110 Abbildungen, Begleitheft mit Texten von Ann und Jürgen Wilde und Heidi Specker deutsch/englisch/französisch, 2015

Aenne Biermann, Blick aus meinem Atelierfenster, vor 1930 Foto: Sibylle Forster
Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Pinakothek der Moderne, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München

Aktuelles: AENNE BIERMANN

AENNE BIERMANN. VERTRAUTHEIT MIT DEN DINGEN
12.07.2019 ‐ 13.10.2019

#PinaBiermann

Pinakothek der Moderne
Sonderausstellung in Raum Temporär 1

Für die Autodidaktin Aenne Biermann (1898 – 1933) war die Kamera ein Mittel sich den Dingen und Situationen ihrer Lebensumwelt anzunähern. Ab Mitte der 1920er-Jahre  gewann sie mit ihren Fotografien alltäglichen Erfahrungen und Begebenheiten unbekannte und unerwartete Ansichten ab. Obwohl Aenne Biermann relativ isoliert von den Entwicklungen der Avantgarden in den Großstädten aktiv war, wurden ihre Werke ab 1929 in allen bedeutenden Ausstellungen zur modernen Fotografie umfangreich präsentiert. Das in nur wenigen Jahren entstandene Werk – Aenne Biermann verstarb aufgrund einer Krankheit schon 1933 –  zählt heute zu den Hauptwerken der Fotografie des Neuen Sehens und der Neuen Sachlichkeit. Die Ausstellung umfasst etwa 100 originale Fotografien aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde, die eine der umfangreichsten Sammlungen zu Aenne Biermann beherbergt. Einige ergänzend ausgewählte Werke aus öffentlichen und privaten Sammlungen sowie Dokumente und Archivalien illustrieren Werk und Werdegang der Künstlerin.

11.7.2019, 18.30 Rotunde
Eröffnung der Ausstellung „Aenne Biermann“, Temporär 1
Laufzeit 12.7. - 13.10.2019

Judith Joy Ross, Michelle Fraser Protesting the US War in Iraq, Bethlehem, Pennsylvania, 2006 Sammlung Ann Wilde, Zülpich, © Judy Joy Ross

Aktuelles: Re-visions

Re-visions
28. Februar – 17. November 2019
Jubiläumsausstellung aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde und der Privatsammlung Ann Wilde, Zülpich
Pinakothek der Moderne, Saal 8

Über vier Jahrzehnte haben Ann und Jürgen Wilde eine einzigartige Sammlung moderner und zeitgenössischer Fotografie zusammengetragen, die seit 2010 als Stiftung Ann und Jürgen Wilde den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen angegliedert ist. Einen Schwerpunkt der Sammlung bildet das Werk von Fotografinnen wie Aenne Biermann, Florence Henri und Germaine Krull. Die Galerie Wilde (1972-1985), bei Gründung die einzige auf Fotografie spezialisierte Galerie in Deutschland, hatte mit Jan Groover, Marcia Resnick, Gwenn Thomas und Deborah Turbeville auch zeitgenössische Fotografinnen im Programm. Bis heute ist es ein besonderes Anliegen von Ann Wilde, die Arbeit von Künstlerinnen und Fotografinnen zu fördern und zu erwerben. Aus Anlass ihres  Geburtstages öffnet die Stifterin erstmals ihre private Sammlung. Die Präsentation „Re-visions“ zeigt Ann Wildes persönliche Sicht auf die Fotografie der 1920er Jahre bis in die jüngste Gegenwart mit Werken u.a. auch von Johanna Diehl, Rineke Dijkstra, Marie Jo Lafontaine, Barbara Probst, Alexandra Ranner, Judith Joy Ross, Martina Sauter, Eva-Maria Schön, Kathrin Sonntag und Heidi Specker.

Führungen zur Ausstellung
20. März / 22. Mai 2019 / 15.00
Aus erster Hand / Kuratorenführung mit Simone Förster

KONTAKT

Ansprechpartner:
Dr. Simone Förster
Kuratorin der Stiftung

Anna Volz M.A.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Anschrift:
Stiftung Ann und Jürgen Wilde
Bayerische Staatsgemäldesammlungen
Pinakothek der Moderne
Barer Str. 29
D 80799 München

Tel.: +49 (0)89 23805 371
Fax: +49 (0)89 23805 209

stiftung-wilde@pinakothek.de

Vorstand:
Jürgen Wilde (Vorsitzender)
Prof. Dr. Bernhard Maaz (stv. Vorsitzender)
Dr. Inka Graeve Ingelmann
Dr. Ulrich Pohlmann
Ann Wilde
Dr. Cornelia Wilde