ALBERT RENGER-PATZSCH. Ruhrgebietslandschaften

Albert Renger-Patzsch

Albert Renger-Patzsch, Gehöft in Essen-Frohnhausen und Zeche Rosenblumendelle, 1928

© Albert Renger-Patzsch / Archiv Ann und Jürgen Wilde / VG Bild-Kunst, Bonn 2016

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ALBERT RENGER-PATZSCH. Ruhrgebietslandschaften

Pinakothek der Moderne
Sammlung Moderne Kunst

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Am 27. September 2016 jährt sich zum 50sten Mal der Todestag des Industrie- und Sachfotografen Albert Renger-Patzsch (1897 Würzburg – 1966 Wamel). Er zählt mit Karl Blossfeldt und August Sander zu den bedeutendsten Vertretern der Fotografie der Neuen Sachlichkeit. Renger-Patzschs sachlich klare Darstellungen von industriellen Objekten, Alltagsgegenständen und Architektur waren richtungsweisend für die Bildästhetik der Fotografie der Moderne und wirken bis heute nach.

Den Jahrestag zum Anlass nehmend, weisen wir auf die Ausstellung »Albert Renger-Patzsch. Ruhrgebietslandschaften« aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde in der Pinakothek der Moderne hin. In den Jahren 1927-1935 nahm Albert Renger-Patzsch eine umfassende fotografische Serie von Stadtrand- und Haldenlandschaften, Vorstadtsiedlungen, Schrebergärten und Zechenanlagen im Ruhrgebiet auf. Diese Werkgruppe stellt eine der wenigen nicht auftragsgebundenen Arbeiten Renger-Patzschs dar. Mit ihrer zurückhaltenden Emotionalität und kompositionellen Klarheit markieren die Aufnahmen eine signifikante Position im künstlerischen Genre Landschaft, wie sie beispielsweise in der zeitgleichen Malerei selten zu finden ist. Rund 80 Jahre nach ihrer Entstehung sind Albert Renger-Patzschs Ruhrgebietsfotografien aktueller denn je; sie geben einen visuellen Kommentar zur heutigen Diskussion um Urbanität, Zersiedlung und Umnutzung von Folgelandschaften.

Erstmals wird die Werkgruppe der Ruhrgebietslandschaften aus der Stiftung Ann und Jürgen Wilde mit 83 Fotografien umfassend der Öffentlichkeit präsentiert.

 

Gefördert durch:
Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes 
Bayerische Sparkassenstiftung

Albert Renger-Patzsch

Winterlandschaft mit Zeche Pluto in Wanne-Eickel, 1929

© Albert Renger-Patzsch / Archiv Ann und Jürgen Wilde / VG Bild-Kunst, Bonn 2016

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Albert Renger-Patzsch

Straße in Essen-Stoppenberg, 1932

© Albert Renger-Patzsch / Archiv Ann und Jürgen Wilde / VG Bild-Kunst, Bonn 2016

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Albert Renger-Patzsch

Bei Bochum, Zeche Friedlicher Nachbar, 1931

© Albert Renger-Patzsch / Archiv Ann und Jürgen Wilde / VG Bild-Kunst, Bonn 2016

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Albert Renger-Patzsch

Bohrerstraße und Zeche Victoria Mathias, Essen, 1929

© Albert Renger-Patzsch / Archiv Ann und Jürgen Wilde / VG Bild-Kunst, Bonn 2016

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Albert Renger-Patzsch

Zeche Victoria Mathias, Essen, 1929

© Albert Renger-Patzsch / Archiv Ann und Jürgen Wilde / VG Bild-Kunst, Bonn 2016

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Albert Renger-Patzsch

Bei Oberhausen, 1931

© Albert Renger-Patzsch / Archiv Ann und Jürgen Wilde / VG Bild-Kunst, Bonn 2016

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#StadtLandBild

#STADTLANDBILD - SOCIAL-MEDIA-PROJEKT ZUR AUSSTELLUNG

Die „Ruhrgebietslandschaften“ von Albert Renger-Patsch waren keine Auftragsarbeiten, sondern entstanden in den Jahren 1927 bis 1935 frei in zeitlichen und örtlichen Zwischenräumen zwischen seinen Aufträgen. Er fotografierte unterwegs, nebenbei, zwischendurch und auf Reisen, geradeso wie heutzutage unzählige Instagram-Fotos entstehen. Wir möchten die digitale Entwicklung um die Social-Media-Plattform Instagram mit den Ursprungsideen von Albert Renger-Patsch verbinden und begeben uns mit #StadtLandBild auf die Suche nach aktuellen Räumen im Wandel zwischen Industrie, Natur und Landschaft.

Kollektives Kommunizieren mit Bildern zu Ehren von Albert Renger-Patzsch

Mitmachen!

Wie sehen sie aus, die Stadtrandlandschaften, Vorstadtsiedlungen, Schrebergärten und Industrieanlagen von heute? Lässt sich ein Funke von Natur auch in einem Industriegebiet finden? Zeigt uns Eure aktuellen Eindrücke von Urbanität und Umnutzung auf Instagram unter dem Hashtag #StadtLandBild.

Beginnend im Herbst und über den gesamten Ausstellungszeitraum hinweg sammeln wir Eure Fotografien. Einige dieser Bilder werden im Laufe der Ausstellung auch ihren Weg in die Pinakothek der Moderne finden und selbst wiederum Teil der „Ruhrgebietslandschaften“ werden.

Parallel zu Euren Bildern verfolgen wir Studentinnen und Studenten der Fotografie an der Folkwang Universität der Künste in Essen im Ruhrgebiet bei ihrer Arbeit. Sie spüren vor Ort für uns „Ruhrgebietslandschaften“ auf.

Weitere Details zur Aktion gibt es auf folgender Sonderseite.