[2016-06-16T01:00:46] Updated

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old: 'Seit 2003 Dauerleihgabe der Siemens AG'
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old: "<p>Für sein Buch \"Every Building on the Sunset Strip\" dokumentierte Ruscha den gesamten Straßenverlauf des legendären Sunset Strip in West Hollywood in einem aus Einzelaufnahmen zusammenmontierten und zum Leporello gefalteten Panorama. Ruscha delegierte dazu den Akt des Fotografierens an eine motorisierte Kamera, die er auf der Ladefläche seines Autos montierte. Neben der Funktion als spezifisches Porträt der Straße, steht vor allem die Wahrnehmung des urbanen Raumes durch einen automobilisierten Betrachter im Vordergrund; ein virulentes Thema der Zeit, das nicht nur zeitgenössische Fotografenkollegen wie Garry Winogrand und Stephen Shore, sondern auch Architekturtheoretiker wie Robert Venturi beschäftigte. Der Stadtraum wird über den für Los Angeles entscheidenden Modus der Bewegung erfasst, den man bei der Betrachtung des Buches, dem Blättern oder Entlanggehen körperlich nachvollzieht. Das an einen Filmstreifen erinnernde Panoramaformat suggeriert die kontinuierliche Wahrnehmung des Stadtraums, das beständige und interessenlose Vorüberziehen der Gebäude am seitlichen Autofenster, auf das Werbung und Architektur mit markanten Schildern und Fassaden reagieren. Zugleich veranschaulicht Ruscha die damit einhergehende Verflachung des Stadtraums zu zweidimensionalen Fassadenbändern, die wie eine Filmkulisse die Leere dahinter verbergen: \"Weder sind meine Bilder sonderlich interessant, noch kommt es auf das jeweilige Motiv an. Sie bilden einfach eine Sammlung von 'Fakten', und so ist mein Buch eine Art Sammlung von Readymades\".</p>\r\n"
new: 'Für sein Buch "Every Building on the Sunset Strip" dokumentierte Ruscha den gesamten Straßenverlauf des legendären Sunset Strip in West Hollywood in einem aus Einzelaufnahmen zusammenmontierten und zum Leporello gefalteten Panorama. Ruscha delegierte dazu den Akt des Fotografierens an eine motorisierte Kamera, die er auf der Ladefläche seines Autos montierte. Neben der Funktion als spezifisches Porträt der Straße, steht vor allem die Wahrnehmung des urbanen Raumes durch einen automobilisierten Betrachter im Vordergrund; ein virulentes Thema der Zeit, das nicht nur zeitgenössische Fotografenkollegen wie Garry Winogrand und Stephen Shore, sondern auch Architekturtheoretiker wie Robert Venturi beschäftigte. Der Stadtraum wird über den für Los Angeles entscheidenden Modus der Bewegung erfasst, den man bei der Betrachtung des Buches, dem Blättern oder Entlanggehen körperlich nachvollzieht. Das an einen Filmstreifen erinnernde Panoramaformat suggeriert die kontinuierliche Wahrnehmung des Stadtraums, das beständige und interessenlose Vorüberziehen der Gebäude am seitlichen Autofenster, auf das Werbung und Architektur mit markanten Schildern und Fassaden reagieren. Zugleich veranschaulicht Ruscha die damit einhergehende Verflachung des Stadtraums zu zweidimensionalen Fassadenbändern, die wie eine Filmkulisse die Leere dahinter verbergen: "Weder sind meine Bilder sonderlich interessant, noch kommt es auf das jeweilige Motiv an. Sie bilden einfach eine Sammlung von ''Fakten'', und so ist mein Buch eine Art Sammlung von Readymades".'