Max Freiherr von Perfall (M+)

Wilhelm Leibl

Max Freiherr von Perfall, 1877/78

Öl auf Leinwand, 103,5 x 82,8 cm
1899 vom Sohn des Dargestellten erworben
Inv. Nr. 8090

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Max Freiherr von Perfall

1875 war Leibl, nach einem Winter in München, nach Unterschondorf am Westufer des Ammersees übersiedelt, in die Nähe seines Freundes und Gönners Max von Perfall, der ihm sein Jagdrevier zur Verfügung stellte. 1876 malte er dessen Sohn Anton als Jäger mit Hund am Seeufer (ehem. Berlin, Nationalgalerie). Im Winter 1876/77 entstand das vorliegende Bildnis des Vaters, der ein halbes Jahr später starb.
Die Bedeutsamkeit der voluminösen Erscheinung wird durch die von der Sessellehne begleitete, aus der Frontalität gerückte Körperwendung, durch das Gleichgewicht zwischen Gesicht und Händen, vor allem aber durch die enge Begrenzung des Bildausschnitts betont. In der tonigen, im Inkarnat sehr frischen Farbe und der meisterhaften Sicherheit der breiten Pinselschrift klingt Leibls intensive Beschäftigung mit den niederländischen und gewiss auch spanischen Meistern des Barock, namentlich Frans Hals und Diego Velázquez, deutlich nach.

Wilhelm Leibl (1844 ‐ 1900)

Leben und Werk

Geboren am 23. Oktober 1844 in Köln, gestorben am 4. Dezember 1900 in Würzburg. Nach anfänglicher Ausbildung bei Hermann Becker in Köln studierte Leibl seit 1864 an der Münchner Akademie bei Hermann Anschütz, Alexander Strähuber, Arthur Georg von Ramberg und schließlich 1868 bei Carl Theodor von Piloty. Mit mit Theodor Alt, Rudolf Hirth du Frênes und Johann Sperl bezog er 1869 ein gemeinsames Atelier. Nach der Begegnung mit Gustave Courbet im selben Jahr reiste Leibl nach Paris, wo er auch die Malerei Édouard Manets kennen lernte. Nach seiner Rückkehr zog er sich vom Münchner Kunstbetrieb zurück und lebte schließlich in ländlicher Abgeschiedenheit in Oberbayern. 1892 wurde Leibl zum Professor ernannt. Um den bedeutendsten Repräsentanten des reinmalerischen Stils in Deutschland hatte sich schon früh eine Gruppe gleichgesinnter Freunde versammelt, die als »Leibl-Kreis« in die Kunstgeschichte eingegangen sind.

Wilhelm Leibl

Lina Kirchdorffer, 1871

Öl auf Leinwand, 111,5 x 83,2 cm
1907 aus dem Kunsthandel erworben
Inv. Nr. 8446

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Wilhelm Leibl

Schäferszene (nach Rubens), um 1870

Öl auf Leinwand, 82,7 x 68,5 cm
1925 aus dem Kunsthandel erworben
Inv. Nr. 9262

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Wilhelm Leibl

Der Maler Sattler mit Dogge, um 1870/71

Öl auf Holz, 71,7 x 62,2 cm
1910 aus dem Besitz von Wilhelm Trübner erworben
Inv. Nr. 8579

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Wilhelm Leibl

Mädchen mit weißem Kopftuch, um 1876/77

Öl auf Eichenholz, 21,4 x 16,7 cm
1927 aus Privatbesitz erworben
Inv. Nr. 9402

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Wilhelm Leibl

In der Bauernstube, 1890

Öl auf Laubholz, 37,0 x 38,8 cm
1890 auf der Münchner Jahresausstellung im Glaspalast vom Künstler erworben
Inv. Nr. 7803

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Wilhelm Leibl

Bildnis der Frau Gedon, 1869

Öl auf Leinwand, 119,5 x 95,5 cm
1913 aus dem Kunsthandel erworben
Inv. Nr. 8708

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