Lina Kirchdorffer (M+)

Wilhelm Leibl

Lina Kirchdorffer, 1871

Öl auf Leinwand, 111,5 x 83,2 cm
1907 aus dem Kunsthandel erworben
Inv. Nr. 8446

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Lina Kirchdorffer

Auf der Rückseite des Bildes findet sich der Vermerk »Portrait der Nichte W. Leibls: Lina Schider, geb. Kirchdorffer, gemalt von Wilhelm Leibl in München 1871, bestätigt von Dr. F. Schider [dem bekannten Maler und Schwager Leibls] in Basel 1905«. Kaum je hat Leibl Édouard Manet näher gestanden als in diesem Bildnis, das scheinbar improvisiert mit flüssigem Pinsel und gleichmäßig deckender Farbe auf die Leinwand gesetzt ist. Die Erklärung für die ungewöhnliche malerische Freiheit dieses Bildes und die frische Kühle des Ausdrucks liegt aber nur zum Teil in der Tatsache, dass Leibl auf der Internationalen Kunstausstellung 1869 Bilder Manets in München gesehen und bald darauf Paris besucht hatte, wo Leibls Freund Otto Scholderer damals zum engsten Manet-Kreis gehörte. Tatsächlich hatte sich diese Entwicklung vom Altmeisterlichen zum Modernen schon vorher angebahnt und in der »Frau Gedon« ihren ersten Höhepunkt erreicht.

Wilhelm Leibl (1844 ‐ 1900)

Leben und Werk

Geboren am 23. Oktober 1844 in Köln, gestorben am 4. Dezember 1900 in Würzburg. Nach anfänglicher Ausbildung bei Hermann Becker in Köln studierte Leibl seit 1864 an der Münchner Akademie bei Hermann Anschütz, Alexander Strähuber, Arthur Georg von Ramberg und schließlich 1868 bei Carl Theodor von Piloty. Mit mit Theodor Alt, Rudolf Hirth du Frênes und Johann Sperl bezog er 1869 ein gemeinsames Atelier. Nach der Begegnung mit Gustave Courbet im selben Jahr reiste Leibl nach Paris, wo er auch die Malerei Édouard Manets kennen lernte. Nach seiner Rückkehr zog er sich vom Münchner Kunstbetrieb zurück und lebte schließlich in ländlicher Abgeschiedenheit in Oberbayern. 1892 wurde Leibl zum Professor ernannt. Um den bedeutendsten Repräsentanten des reinmalerischen Stils in Deutschland hatte sich schon früh eine Gruppe gleichgesinnter Freunde versammelt, die als »Leibl-Kreis« in die Kunstgeschichte eingegangen sind.

Wilhelm Leibl

Schäferszene (nach Rubens), um 1870

Öl auf Leinwand, 82,7 x 68,5 cm
1925 aus dem Kunsthandel erworben
Inv. Nr. 9262

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Wilhelm Leibl

Max Freiherr von Perfall, 1877/78

Öl auf Leinwand, 103,5 x 82,8 cm
1899 vom Sohn des Dargestellten erworben
Inv. Nr. 8090

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Wilhelm Leibl

Der Maler Sattler mit Dogge, um 1870/71

Öl auf Leinwand, 71,7 x 62,2 cm
1910 aus dem Besitz von Wilhelm Trübner erworben
Inv. Nr. 8579

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Wilhelm Leibl

Mädchen mit weißem Kopftuch, um 1876/77

Öl auf Eichenholz, 21,4 x 16,7 cm
1927 aus Privatbesitz erworben
Inv. Nr. 9402

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Wilhelm Leibl

In der Bauernstube, 1890

Öl auf Laubholz, 37,0 x 38,8 cm
1890 auf der Münchner Jahresausstellung im Glaspalast vom Künstler erworben
Inv. Nr. 7803

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Wilhelm Leibl

Bildnis der Frau Gedon, 1869

Öl auf Leinwand, 119,5 x 95,5 cm
1913 aus dem Kunsthandel erworben
Inv. Nr. 8708

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