Bildnis der Frau Gedon (M+)

Wilhelm Leibl

Bildnis der Frau Gedon, 1869

Öl auf Leinwand, 119,5 x 95,5 cm
1913 aus dem Kunsthandel erworben
Inv. Nr. 8708

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Bildnis der Frau Gedon

Mina, die junge Frau des Münchner Bildhauers und Architekten Lorenz Gedon (1843-1883), stand dem Künstler als Schwangere Modell. Das mädchenhafte Gesicht hat etwas wissend Erwartendes. In zarter Helligkeit liegen die Hände über das um eine schwache Tonnuance dunklere Kleid gebreitet. Die ganze Persönlichkeit ist in die intimen Schatten eines nicht näher definierten Grundes eingebettet. Ein junger, doch schon vollkommen reifer Künstler hat hier differenzierteste malerische und psychologische Mittel zu wechselseitiger Steigerung verbunden. Das Werk behauptet sich neben Rubens, Velazquez und Frans Hals ebenso selbstverständlich wie neben bedeutenden Schöpfungen von Leibls Zeitgenossen Gustave Courbet und Edouard Manet.
Auf der 1. internationalen Kunstausstellung München 1869 hatte das Bild beim Publikum nur mäßigen Erfolg, während es von fortschrittlichen Künstlern, vor allem von dem französischen Mitaussteller Gustave Courbet als Höhepunkt der Veranstaltung gewertet wurde. Ende 1869 ging Leibl nach Paris, wo er die "Frau Gedon" im Salon von 1870 ausstellte. Das Bild wurde von der französischen Kritik begeistert aufgenommen, und Leibl erhielt die 1. Goldmedaille, die ihm 1869 in München vorenthalten worden war.
Nach seiner Rückkehr nach München plante er die Ausführung eines neuen Gedon-Bildnisses, das jedoch nie zustande kam.

Wilhelm Leibl (1844 ‐ 1900)

Leben und Werk

Geboren am 23. Oktober 1844 in Köln, gestorben am 4. Dezember 1900 in Würzburg. Nach anfänglicher Ausbildung bei Hermann Becker in Köln studierte Leibl seit 1864 an der Münchner Akademie bei Hermann Anschütz, Alexander Strähuber, Arthur Georg von Ramberg und schließlich 1868 bei Carl Theodor von Piloty. Mit mit Theodor Alt, Rudolf Hirth du Frênes und Johann Sperl bezog er 1869 ein gemeinsames Atelier. Nach der Begegnung mit Gustave Courbet im selben Jahr reiste Leibl nach Paris, wo er auch die Malerei Édouard Manets kennen lernte. Nach seiner Rückkehr zog er sich vom Münchner Kunstbetrieb zurück und lebte schließlich in ländlicher Abgeschiedenheit in Oberbayern. 1892 wurde Leibl zum Professor ernannt. Um den bedeutendsten Repräsentanten des reinmalerischen Stils in Deutschland hatte sich schon früh eine Gruppe gleichgesinnter Freunde versammelt, die als »Leibl-Kreis« in die Kunstgeschichte eingegangen sind.

Wilhelm Leibl

Lina Kirchdorffer, 1871

Öl auf Leinwand, 111,5 x 83,2 cm
1907 aus dem Kunsthandel erworben
Inv. Nr. 8446

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Wilhelm Leibl

Schäferszene (nach Rubens), um 1870

Öl auf Leinwand, 82,7 x 68,5 cm
1925 aus dem Kunsthandel erworben
Inv. Nr. 9262

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Wilhelm Leibl

Max Freiherr von Perfall, 1877/78

Öl auf Leinwand, 103,5 x 82,8 cm
1899 vom Sohn des Dargestellten erworben
Inv. Nr. 8090

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Wilhelm Leibl

Der Maler Sattler mit Dogge, um 1870/71

Öl auf Holz, 71,7 x 62,2 cm
1910 aus dem Besitz von Wilhelm Trübner erworben
Inv. Nr. 8579

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Wilhelm Leibl

Mädchen mit weißem Kopftuch, um 1876/77

Öl auf Eichenholz, 21,4 x 16,7 cm
1927 aus Privatbesitz erworben
Inv. Nr. 9402

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Wilhelm Leibl

In der Bauernstube, 1890

Öl auf Laubholz, 37,0 x 38,8 cm
1890 auf der Münchner Jahresausstellung im Glaspalast vom Künstler erworben
Inv. Nr. 7803

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