Die Rosse des Neptun (M+)

Walter Crane

Die Rosse des Neptun, 1892

Öl auf Leinwand, 85,6 x 215,0 cm
1964 als Schenkung aus Privatbesitz erworben
Inv. Nr. 13419

Details   

Die Rosse des Neptun

Walter Crane wurde zu der Komposition durch den Anblick der Brandung während einer Amerikareise angeregt, von der er 1892 zurückkehrte. Ähnlich Böcklin personifiziert sich ihm der landschaftliche Eindruck in den mythologischen Gestalten des Meeresgottes Neptun und seiner ungebändigten Rosse. Als Vorbild diente vielleicht auch ein schmal hochformatiges Bild "Sea Horses" von Cranes Freund George Frederick Watts, das 1893 in der gleichen Ausstellung der Londoner New Gallery hing wie "Die Rosse des Neptun". Crane hat mehrere Farbentwürfe zu seinem Werk in Tempera und Öl geschaffen, deren ersten er schon im Winter 1892/93 in der "Water Colour Society" ausgestellt hatt

Walter Crane (1845 ‐ 1915)

Leben und Werk

Geboren am 15. August 1845 in Liverpool, gestorben am 14. März 1915 in Horsham (Sussex). Nach ersten Anleitungen im Zeichnen und Kopieren durch den Vater und dem Studium der englischen Präraffaeliten ging Crane in London bei dem Graphiker William James Linton in die Lehre. In den 1860er Jahren beschäftigte er sich intensiv mit mittelalterlicher Buchmalerei und japanischen Holzschnitten, die für seine Arbeiten ab 1867/68 bestimmend wurden. In Zusammenarbeit mit dem Drucker Edmund Evans betätigte sich Crane seit 1865 erfolgreich als Buchausstatter. Mit der Arts-and-Crafts-Bewegung zielten Cranes Reformbestrebungen darauf, das Buch unter Verzicht auf industrielle Techniken zu einem Gesamtkunstwerk zu machen. Als Maler vor allem symbolistischer Landschaften bildet Crane ein Bindeglied zwischen den Präraffaeliten und dem Jugendstil.