Anbetung des Kindes (Rückseite: Kreuzigung Christi) (M+)

Stefan Lochner

Anbetung des Kindes (Rückseite: Kreuzigung Christi), 1445

Eichenholz, 37,5 x 23,6 cm
1961 aus Staatsbesitz überwiesen
Inv. Nr. 13169

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Anbetung des Kindes
(Rückseite: Kreuzigung Christi)

Die zweiseitig bemalte Tafel (Rückseite: Kreuzigung) war urspünglich Teil eines Klappaltärchens; zugehörig ist eine "Darbringung im Tempel" (Rückseite: Stigmatisierung des hl. Franziskus; Lissabon, Sammlung Gulbenkian). Vor dem Stall zu Bethlehem kniet Maria, um das neugeborene Kind anzubeten. Links sieht man in einer überraschend weitläufigen Landschaft die Verkündigung an die Hirten. Die belehrende Nebenaufgabe des Bildes behandelt das Dogma der Eucharistie: Das Kind liegt auf einem mit Kreuzen verzierten Tuch, ähnlich dem Corporale, auf dem während der Messfeier die Hostie abgelegt wird.

Stefan Lochner (1410 ‐ 1451)

Leben und Werk

Deutscher Maler. Geboren um 1410 wahrscheinlich in Meersburg am Bodensee. Vermutlich hat sich Lochner, nach einer offensichtlich am Oberrhein verbrachten Lehrzeit, zeitweilig in den Niederlanden aufgehalten, bevor er sich in Köln niederließ, wo er urkundlich seit 1442 nachweisbar ist. 1447 wurde er in das Bürgerbuch der Stadt aufgenommen und war 1447 sowie 1450 Mitglied des Rates. Da Lochner 1451 in Köln starb, im gleichen Jahr, in dem er das Erbe seiner Eltern in Meersburg antreten sollte, ist anzunehmen, daß er kein hohes Lebensalter erreichte.

Stefan Lochner

Flügel des Weltgerichtsaltares: Hll. Antonius, Papst Cornelius und Maria Magdalena mit einem Stifter, bald nach 1435 (1440/50?)

Nussbaumholz, 120 x 80,6 cm
Erworben 1827 aus der Sammlung Boisserée
Inv. Nr. WAF 501

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