Ein römischer Kalkofen (M+)

Sébastien Bourdon

Ein römischer Kalkofen, um 1637

Leinwand, 172,5 x 245,5 cm
Aus der Kurfürstlichen Galerie
Inv. Nr. 155

Details   

Ein römischer Kalkofen

Das Bild verbindet die Vedute - erkennbar sind das Grabmal der Caecilia Metella und die Engelsburg - mit den beliebten derben Szenen aus dem römischen Volksleben, die nach ihrem Erfinder, dem niederländischen Maler Pieter van Laer, Bambocciaden genannt werden (Bamboccio = Knirps, in Anspielung auf die verwachsene Gestalt van Laers).

Sébastien Bourdon (1616 ‐ 1671)

Leben und Werk

Französischer Maler. Als Sohn eines Glasmalers 1616 in Montpellier geboren. Nach kurzer Lehre in Paris ab 1634 in Rom nachweisbar, wo er von Claude Lorrain und Poussin beeinflußt wurde. Außerdem malte er dort eine Reihe von Bambocciaden im Stil des Pieter van Laer. 1637 kehrte er nach Paris zurück, wo er 1643 als "Maibild" (Vo-tivbild, das zwischen 1630 und 1708 alljährlich zum 1. Mai von der Goldschmiedezunft der Kathedrale Notre Dame gestiftet wurde) eine vielbeachtete "Kreuzigung Petri" schuf. Als Mitbegründer der 1648 ins Leben gerufenen Königlichen Akademie wurde er 1655 deren Rektor. 1652-54 wirkte er als Hofmaler der Königin Christine von Schweden. Gestorben 1671 in Paris.