Der Maler Carl Schuch (M+)

Rudolf Hirth du Frênes

Der Maler Carl Schuch, 1878 (?)

Öl auf Leinwand, 69,4 x 50,3 cm
1891 auf der Münchner Jahresausstellung im Glaspalast erworben
Inv. Nr. 7835

Details   

Der Maler Carl Schuch

Bei dem Künstlerbildnis, das im Leibl Kreis besonders gepflegt wurde, handelt es sich um ein typisches Freundschaftsbild. Schuch diente seit 1873 häufig als Modell, so auch für Wilhelm Leibl oder Wilhelm Trübner. Im Vergleich mit den Bildnissen der Genannten und Schuchs Selbstbildnis, das in Wien in der Österreichische Galerie hängt, die sämtliche der Zeit zwischen 1872 und 1876 angehören, idealisiert Hirths Porträt den Freund. Charakteristisch für die Entstehung im Leibl-Kreis der 1870er Jahre ist die großzügige Tonmalerei.

Rudolf Hirth du Frênes (1846 ‐ 1916)

Leben und Werk

Geboren am 24. Juli 1846 in Gräfentonna (Thüringen), gestorben am 1. Mai 1916 in Miltenberg a. M. Nach dem Besuch der Nürnberger Kunstschule ging Hirth du Frênes 1864 an die Münchner Akademie, wo er bei Hermann Anschütz und Arthur Georg von Ramberg studierte. Seit 1869 arbeitete er mit Wilhelm Leibl, Theodor Alt und Johann Sperl in einem gemeinsamen Atelier. Studienreisen führten ihn in die Niederlande und nach Frankreich, wo er sich mit der Malerei Gustave Courbets und des Kreises um Édouard Manet beschäftigte. Nach der Lösung von Leibl 1876 gleiten Hirth du Frênes¿ Genrebilder und Porträts zunehmend ins Gefällig-Konventionelle ab.