Das Märchen vom Aschenbrödel (M+)

Moritz von Schwind

Das Märchen vom Aschenbrödel, 1854

Öl auf Leinwand, Holz, 152 x 480 cm (Gesamtmaß)
1966 Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland
Inv. Nr. L 841

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Das Märchen vom Aschenbrödel

In den längsrechteckigen Holzrahmen sind vier hochrechteckige Leinwandbilder eingelassen. In diesen Hauptszenen sind dargestellt: a) Aufbruch der bösen Schwestern zum Ball, b) Aschenbrödel erscheint im königlichen Ballsaal, c) Aschenbrödel wird von der Fee durch die Lüfte entführt, während der Prinz auf der Treppe den Schuh findet, d) Aschenbrödel probiert den Schuh und wird vom Prinzen und vom Volk als Königin begrüßt. Von den in den senkrechten Zwischenstreifen angebrachten Szenen gehören die mittleren, achteckigen Felder zur Aschenbrödelgeschichte, während in den Randbildern unten das Märchen von Dornröschen erzählt ist. Die hochformatigen Felder oben stellen die Geschichte von Amor und Psyche dar.
Den heute schwer verständlichen nationalgeschichtlichen Aspekt der aus verschiedenen Märchen und Mythen kombinierten Darstellung deutet Schwind in einem Brief an seinen Freund Eduard von Bauernfeld vom 25. Oktober 1852 an. So habe es u. a. »mit dem letzten kleinen Bildchen folgende Bewandtnis: Eine alte Sage nennt die Fee Perachta (Bertha) als die Königin der Heimchen, die immer das Bild der Vertriebenen sind, in dem Sinn, daß die Deutschen als Ureinwohner von Europa durch Einwanderer aus dem schönen Süden vertrieben sind und die Fee die Rolle der Stammutter spielt«.

Moritz von Schwind (1804 ‐ 1871)

Leben und Werk

Der in Wien geborene Moritz von Schwind war in seinen jungen Jahren mit Franz Schubert und Franz Grillparzer befreundet und Zeit seines Lebens eng mit der Musik verbunden. 1828 kam er nach München und studierte bei Peter Cornelius. Es folgten einige Aufträge aus dem bayerischen Königshaus zur Ausmalung einzelner Räume in der Münchner Residenz und im Schloss Hohenschwangau. Einen Namen machte sich Schwind durch die Freskenzyklen in der Karlsruher Kunsthalle und auf der Wartburg. Neben monumentalen Historienbildern schuf Schwind zahllose Illustrationen für den "Münchner Bilderbogen" und die "Fliegenden Blätter", auch Illustrationsfolgen zu Sagen und Märchen, die ihm große Popularität brachten. Schwind blieb den Idealen der spätromantischen Malerei noch zu einer Zeit treu, als sich eine realistischere und naturnahere Malerei längst durchgesetzt hatte. Seine glatte, von zurückhaltender Farbigkeit geprägte Malerei ist ganz der Zeichnung verpflichtet, und seine Bildmotive sind Märchen und volkstümlichen Legenden entnommen. Häufig gelang es Schwind, die Motive aus dem Phantastisch-Unheimlichen ins Volkstümlich-Vertraute zu wandeln.

Moritz von Schwind

Der Besuch, um 1860

Öl auf Leinwand, 72 x 51 cm
1900 aus dem Nachlass des Künstlers erworben
Inv. Nr. 8120

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Moritz von Schwind

Eine Symphonie, 1852

Öl auf Leinwand, 168,8 x 100,0 cm
1878 aus dem Nachlass König Ottos von Griechenland erworben
Inv. Nr. WAF 1017

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Moritz von Schwind

Ein Spielmann bei einem Einsiedler, um 1846

Öl auf Pappe, 60,9 x 45,7 cm
1959 aus Staatsbesitz überwiesen
Inv. Nr. 13029

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Moritz von Schwind

Rübezahl, um 1845

Öl auf Leinwand, 64,4 x 39,5 cm
1869 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11583

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Moritz von Schwind

Wieland der Schmied, 1850

Öl auf Eichenholz, 53,3 x 38,8 cm
1863 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11580

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Moritz von Schwind

Im Walde (Des Knaben Wunderhorn), um 1848

Öl auf Leinwand, 49,5 x 39,4 cm
1869 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11576

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Moritz von Schwind

König Krokus und die Waldnymphe, um 1855/60

Öl auf Leinwand, 78,7 x 45,5 cm
1869 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11571

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Moritz von Schwind

Elfentanz im Erlenhain, um 1860

Öl auf Leinwand, 64,7 x 47,7 cm
1869 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11570

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Moritz von Schwind

Hero und Leander, 1863

Öl auf Leinwand, 107,1 x 60,5 cm
1863 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11575

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Moritz von Schwind

Die gefangene Prinzessin, um 1860/63

Öl auf Leinwand, 106,3 x 60,5 cm
1863 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11582

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Moritz von Schwind

Die Jungfrau, 1863

Öl auf Leinwand, 109,5 x 58,5 cm
1863 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11572

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Moritz von Schwind

Einsiedler in einer Felsengrotte, 1863

Öl auf Leinwand, 110,0 x 51,5 cm
1863 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11579

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Moritz von Schwind

Der Vater Rhein, die Fidel Volkers spielend, um 1865

Öl auf Leinwand, 33,6 x 63,7 cm
1869 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11581

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Moritz von Schwind

Die Donau mit ihren Nebenflüssen, um 1860

Öl auf Leinwand, 36,0 x 65,0 cm
1869 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11574

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Moritz von Schwind

Der Traum des Erwin von Steinbach, um 1845

Öl auf Pappe, 36,4 x 25,3 cm
1869 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11558

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Moritz von Schwind

Der Traum des Gefangenen, 1836

Öl auf Pappe, 53,0 x 42,5 cm
Vor 1866 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11565

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Moritz von Schwind

Die Waldkapelle, um 1850/60

Öl auf Holz, 33,8 x 38,6 cm
1869 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11569

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Moritz von Schwind

Ein Einsiedler führt Rosse zur Tränke, um 1850

Öl auf Eichenholz, 47 x 38,8 cm
1869 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11578

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Moritz von Schwind

Nixen an der Waldquelle, um 1846

Öl auf Leinwand, 70,2 x 42,0 cm
1869 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11586

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Moritz von Schwind

Die Rückkehr des Grafen von Gleichen, 1864

Öl auf Leinwand, 229,0 x 188,5 cm
Vor 1864 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11444

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Moritz von Schwind

Der Erlkönig, um 1860

Öl auf Eichenholz, 32,2 x 45,3 cm
1865 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11554

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Moritz von Schwind

Legende vom Bischof und dem Teufel, um 1854

Öl auf Holz, 78,5 x 44,7 cm
1869 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11568

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Moritz von Schwind

Die Hochzeitsreise, um 1850/52

Öl auf Sperrholz, 53,6 x 42,2 cm
1869 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11577

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Moritz von Schwind

Heimkehrender Ritter, um 1846

Öl auf Leinwand, 40,0 x 27,2 cm
1869 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11562

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Moritz von Schwind

Abschied vom Tal, um 1846

Öl auf Leinwand, 36,6 x 23,4 cm
1869 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11585

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Moritz von Schwind

Die vier Tageszeiten: Der Mittag, um 1860

Öl auf Leinwand, Durchmesser 37,5 cm
1869 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11553

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Moritz von Schwind

Die vier Tageszeiten: Der Abend, um 1860

Öl auf Leinwand, Durchmesser 37,5 cm
1869 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11557

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Moritz von Schwind

Nächtlicher Zweikampf, um 1859

Öl auf Leinwand, 58,6 x 36,1 cm
1869 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11573

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Moritz von Schwind

Die Morgenstunde, um 1860

Öl auf Leinwand, 34,8 x 41,9 cm
1869 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11559

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Moritz von Schwind

Die vier Tageszeiten: Die Nacht, um 1860

Öl auf Leinwand, Durchmesser 37,5 cm
1869 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11566

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Moritz von Schwind

Die vier Tageszeiten: Der Morgen, um 1860

Öl auf Leinwand, Durchmesser 37,5 cm
1869 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11567

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