Allerheiligenaltar: Maria und Christus thronend

Hans Burgkmair d. Ä.

Johannesaltar: Johannes auf Patmos, 1518

Tannenholz (Abies sp.), 153,1 x 127,2 cm (mit Anstückungen)
Aus der Kammergalerie Kurfürst Maximilians I.
Inv. Nr. 685

Details   

Allerheiligenaltar: Maria und Christus thronend

Maria als Himmelskönigin sitzt fürbittend neben Christus als Weltenherrscher. Die halbfigurigen Gestalten, die sie umgeben, sind der Lauretanischen Litanei entnommen: Patriarchen und Propheten, Apostel und Märtyrer, Bekenner und Jungfrauen, angeführt von Johannes dem Täufer und Moses. Die Außenseite des linken Flügels wurde zu unbekanntem Zeitpunkt abgespalten. Der vermutete Standort des Altares im Kreuzgang kann durch das "Protocoll" von 1807 trotz der - wie auch in anderen, eindeutigeren Fällen nachweisbaren - ungenauen Beschreibung bestätigt werden: "5. GottVatter u. Maria, mit zwey Flügelthüren, auf deren innern Seite mehrere Heilige, unten das Fegfeuer. Auf der äussern aber, Christi Kreuzigung und Auferstehung, dann die heiligen Katharina u. Dominikus.".

Hans Burgkmair d. Ä. (1473 ‐ 1531)

Leben und Werk

Deutscher Maler und Zeichner für den Holzschnitt. Geboren 1473 in Augsburg. Die erste Lehrzeit verbrachte er bei seinem Vater Thoman Burgkmair. Auf der Wanderschaft am Oberrhein war er um 1488 bei Martin Schongauer. 1498 erwarb er in Augsburg die Malergerechtigkeit. Um 1503 reiste er an den Niederrhein. 1507 war er zu einem kurzen Aufenthalt in Italien. Er führte gleichermaßen Aufträge aus dem sakralen wie dem profanen Bereich aus; u.a. arbeitete er auch für den Kaiser und für den bayerischen Herzog. Bedeutsam war seine persönliche Beziehung zu den führenden Humanisten Konrad Celtis und Konrad Peutinger. Gestorben 1531 in Augsburg.