Der Maler Heinrich Hoerle

August Sander

Der Maler Heinrich Hoerle, 1928/1936

Silbergelatine-Abzug auf Barytpapier, 59,3 x 47,4 cm

Inv. Nr. 16344

2014 erworben aus der Sammlung Lothar Schirmer, München
© Die Photographische Sammlung, SK Stiftung Kultur – August Sander Archiv, Köln
© VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Details   

Der Maler Heinrich Hoerle

August Sander (1876 ‐ 1964)

Leben und Werk

August Sanders epochaler Portrait-Zyklus zählt zu den bedeutendsten Werken der Kunst- und Fotogeschichte des letzten Jahrhunderts. Sanders eindrückliches Bild der deutschen Gesellschaft, entstanden in den dramatischen Jahrzehnten zwischen Weimarer Republik und unmittelbarer Nachkriegszeit, wurde nie vollendet und ist nur als Fragment überliefert. Als ein Kulturwerk in Lichtbildern konzipiert, sollte  es in sieben Gruppen unterteilt 45 Mappen mit je zwölf Fotografien umfassen. Unter der Maxime Sehen, Beobachten, Denken zielte Sander darauf, die Physiognomie der deutschen Nation in einem authentischen Zeitbild zu erfassen, welches seiner Überzeugung nach nur durch das Medium Fotografie in absoluter Naturtreue und Wahrhaftigkeit geschehen könne. Sein Gesellschaftsinventar geht  dabei von der Vorstellung einer durch den Beruf charakterisierten Gesellschaftsordnung aus und führt von den erdgebundenen Menschen, den Bauern, über die Handwerker, die Frau und die Stände bis hin zur höchsten Spitze der Kultur, den Künstlern und Kulturschaffenden in der fünften Gruppe.