Der Chor der Westminster Abbey in London mit dem Grabmal Eduards des Bekenners (M+)

Max Emanuel Ainmiller

Der Chor der Westminster Abbey in London mit dem Grabmal Eduards des Bekenners, 1851

Öl auf Leinwand, 189 x 145 cm
1851 durch König Ludwig I. vom Künstler erworben
Inv. Nr. WAF 23

Details   

Der Chor der Westminster Abbey in London mit dem Grabmal Eduards des Bekenners

Max Emanuel Ainmiller (1807 ‐ 1870)

Leben und Werk

Der Name des Künstlers ist eng mit der Geschichte der kgl. Glasmalereianstalt in München verknüpft, an deren Aufstieg zum führenden Institut auf diesem Gebiet Max Emanuel Ainmiller maßgeblichen Anteil hat. Nach einer Ausbildung an der Münchner Kunstakademie in Architektur und Ornamentzeichnung bei Friedrich Gärtner fand Ainmiller zunächst eine Anstellung bei der Nymphenburger Porzellanmanufaktur; 1828 wechselte er an die im Jahr zuvor von Ludwig I. gegründete Glasmalereianstalt. Dort stieg er vom Aufseher zum Inspektor auf, bevor er 1851 die Anstalt als Inhaber übernahm und bis zu seinem Tod in eigener Regie und Verantwortung führte. Ainmiller lieferte Entwürfe und Kartons für Glasfenster und leitete die Herstellung, kümmerte sich jedoch bald auch um technische Fragen. Zu den Hauptwerken der Glasmalereianstalt gehören die von Ludwig I. gestifteten sog. Bayernfenster und das Görresfenster im Kölner Dom sowie die Glasfenster in der Mariahilfkirche in der Au und im Regensburger Dom. Neben seiner Tätigkeit in der Glasmalereianstalt schuf Ainmiller ein im Umfang überschaubares, aber bemerkenswertes malerisches Werk, das ihn als einen der führender Vertreter der Münchner Architekturmalerei ausweist. Zu seinen bevorzugten Motiven gehören die Innenräume gotischer Kirchen wie der Westminster Abbey in London, das er in verschiedenen Fassungen variierte.