Mademoiselle Ferrand meditiert über Newton (M+)

Maurice-Quentin de La Tour

Mademoiselle Ferrand meditiert über Newton, um 1752

Pastell, 73,5 x 60,3 cm
Dauerleihgabe der HypoVereinsbank, Member of UniCredit. - 1966 erworben durch die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank
Inv. Nr. HUW 6

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Mademoiselle Ferrand meditiert über Newton

Die Porträtierte gehörte einer der vermögenden und hochgebildeten Familien von Paris an. Sie ist hier in ihrem Boudoir im Morgenkleid mit dem Häubchen auf dem Kopf am Toilettentisch dargestellt, auf dem allerdings keine Schminkutensilien liegen, sondern ein Folioband aufgeschlagen steht. Der Überschrift kann man entnehmen, dass es sich um die Werke von Newton handelt, die sie in der französischen Ausgabe liest und mit ihrem Gegenüber zu diskutieren scheint. Das Bild ist nicht nur eines der herausragenden Meisterwerke des Künstlers, sondern ist auch ein Beleg für die hohe Bildung der Frauen im Zeitalter der Aufklärung.

Maurice-Quentin de La Tour (1704 ‐ 1788)

Leben und Werk

Unterricht erhielt der Künstler bei dem Kupferstecher Tardieu und bei dem Maler J. Restout. Entscheidend sollte für ihn jedoch die Entdeckung der Pastellmalerei werden. Unter dem Einfluß der venezianischen Pastellmalerin Rosalba Carriera wurde die Technik des Pastells in Paris wieder eingeführt, und Maurice Quentin de La Tour sollte darin höchste Meisterschaft erlangen. 1746 wurde er in die Académie Royale in Paris aufgenommen, wo er dann regelmäßig mit seinen Porträts in Pastell in den Salons Aufsehen erregte. 1778 gründete er eine Zeichenschule in St. Quentin.

Maurice-Quentin de La Tour

Abbé Nollet, um 1753

Pastell, 64,8 x 54 cm
Dauerleihgabe der HypoVereinsbank, Member of UniCredit.- 1966 erworben durch die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank.
Inv. Nr. HUW 5

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