Maria mit Kind, hl. Maria Magdalena und Stifter (abgetrennte Außenseite Inv.-Nr. 7713) (M+)

Maria mit Kind, hl. Maria Magdalena und Stifter
(abgetrennte Außenseite Inv.-Nr. 7713)

Das Gemälde hat eine bewegte Geschichte. Aus der Sammlung eines französischen Adligen gelangte es 1602 in den Besitz Kaiser Rudolphs II., einige Jahre später ist es in München in der Kammergalerie Kurfürst Maximilians I. nachzuweisen. Bereits zu diesem Zeitpunkt waren die zwei ursprünglich halbrund geschlossenen Tafeln zu einer vereint und zu einem Hochrechteck ergänzt, der kniende Stifter wurde durch Attribute (Lilienzweig und Zimmermannswerkzeug) in einen hl. Joseph umgewandelt. Die Ergänzungen wurden 1911 weitgehend rückgängig gemacht.

Lucas van Leyden (1494 ‐ 1533)

Leben und Werk

Niederländischer Maler, Kupferstecher und Zeichner. Geboren wahrscheinlich 1494 in Leiden. Lehre bei seinem Vater, Hugo Jacobsz, und bei Cornelis Engebrechtsz in Leiden. Aus dem Jahr 1508 stammt der erste datierte Kupferstich von seiner Hand. Im Juni 1521 traf er in Antwerpen mit Dürer zusammen, der eine Porträtzeichnung von ihm anfertigte. 1527 unternahm er eine Reise nach Seeland, Flandern und Brabant, in deren Verlauf er in Middelburg Jan Gossaert aufsuchte. 1533 ist er in Leiden gestorben.