Die Alpenbraut (M+)

Leopold Bode

Die Alpenbraut, 1864

Öl auf Leinwand, 75,4 x 43,8 cm

Inv. Nr. 11592

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Die Alpenbraut

Die Ballade „Die Schneebraut“ des österreichischen Dichters Johann Gabriel Seidl (1826) erzählt von der Liebe der Gletschernymphe zu einem Gemsenjäger. Da er ihre Zuneigung nicht erwidert, folgt sie ihm eines Tages auf einem steilen Pfad und klammert sich an ihn: „Da stürzt sie sich mit ihm hinab / Auf’s himmeltiefe Pfühl, / Und treibt, im kühlen Felsengrab, / Mit ihm ihr Liebesspiel.“ In Bodes Gemälde umfasst die Nymphe den Jäger, der sich nur noch mit Mühe auf dem Felsvorsprung halten kann.

Leopold Bode (1831 ‐ 1906)

Leben und Werk

Geboren am 11. März 1831 in Offenbach als Sohn des Malers Georg Wilhelm Bode, gestorben am 26. Juli 1906 in Frankfurt am Main. – Nach der ersten Ausbildung beim Vater studierte Bode ab 1848 am Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt am Main, zunächst bei Jacob Becker und Johann David Passavant, ab 1851 bei Edward von Steinle. Als Gehilfe von Steinle war er in den 1860er Jahren bei großen Aufträgen wie der Ausmalung des Treppenhauses im Wallraf-Richartz-Museum in Köln beteiligt. Bode malte Historien- und Altarbilder im Stil der Nazarener und machte sich ab den 1860er Jahren als Illustrator von Dichtungen, Märchen und Sagen einen Namen. In der Nachfolge von Schwind und Steinle schuf er gezeichnete oder aquarellierte Zyklen unter anderem zu Gedichten Friedrich Schillers und zur Lohengrin-Sage, die zumT eil auch im Druck reproduziert wurden. Bode lebte in Offenbach und ab 1883 in Sachsenhausen bei Frankfurt. Seine Reisen führten ihn nicht über Süddeutschland und die Alpenregion hinaus. Schack lernte Bode über dessen Lehrer Steinle kennen. »Auf ihn ist ein Teil der seelenvollen Anmut, des innigen Gefühls, das besonders den Zeichnungen und Aquarellen seines grossen Meisters so unsäglichen Reiz verleiht, übergegangen« (Schack 1894, S. 188f.).

Leopold Bode

Eine Mutter mit ihrem Kind, 1865

Öl auf Lindenholz, 82,2 x 52 cm

Inv. Nr. 11594

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Leopold Bode

Die Sage von Pippin und Bertha (Triptychon, Mittelteil), 1876

Öl auf Leinwand, 111 x 164 cm

Inv. Nr. 11591

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