Ansicht des Obersees bei Berchtesgaden (M+)

Karl Millner

Ansicht des Obersees bei Berchtesgaden, 1856

Öl auf Leinwand, 111,0 x 143,2 cm

Inv. Nr. 11601

Details   

Ansicht des Obersees bei Berchtesgaden

Die Gebirgslandschaft um Salzburg und Berchtesgaden war seit dem frühen 19. Jahrhundert eine bevorzugte Region für die Landschaftsmaler der Romantik und des frühen Realismus. Das Gemälde zeigt den oberhalb des Königssees gelegenen Obersee mit den Teufelshörnern in der dramatischen Beleuchtung eines aufziehenden Gewitters.

Karl Millner (1825 ‐ 1895)

Leben und Werk

Geboren am 25. März 1825 in München, gestorben am 19. Mai 1895 in München. – Unehelich geboren und früh verwaist, wuchs Millner zunächst bei den Großeltern in Mindelheim, anschließend bei Pflegeeltern in München auf. Nach einem kurzen Besuch des Polytechnikums wurde er 1841 an derMünchner Kunstakademie aufgenommen. Über dieDauer und den weiteren Verlauf der Ausbildung ist nichts bekannt. Millner wandte sich früh der Landschaftsmalerei zu und bezog seine Anregungen von Künstlern außerhalb der Akademie, vor allem von Carl Rottmann und dessen Umkreis. Studienreisen führten ihn in die Gegend von Berchtesgaden und in andere Regionen der bayerischen Alpen sowie nach Tirol, 1856 in die Schweiz und nach Oberitalien. Sein malerisches Werk besteht nahezu ausschließlich aus Gebirgslandschaften, die auf Naturstudien beruhen, im komponierten Atelierbild aber klassizistisch-romantische Traditionen fortführen. Millner stellte seine Gemälde hauptsächlich auf den großen Münchner Kunstausstellungen aus und war auch mit zwei Werken in der Neuen Pinakothek Ludwigs I. vertreten.