Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling (M+)

Joseph Karl Stieler

Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling, 1835

Öl auf Leinwand, 71,8 x 57,7 cm
Leihgabe der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, München
Inv. Nr. L 1858

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Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling

Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling lebte von 1775 bis 1854. Von Goethe 1798 als a. o. Professor für Philosophie nach Jena berufen, erhielt er 1803 einen Lehrstuhl in Würzburg. In diesem Jahr heiratete er Caroline Michaelis, die geschiedene Frau von August Wilhelm von Schlegel, eine der bedeutendsten Frauen der deutschen Romantik. Seit 1806 Generalsekretär der Akademie der bildenden Künste in München, lebte er hier bis 1820. Anschließend wirkte er sechs Jahre in Erlangen, wurde 1827 an die aus Landshut nach München verlegte Universität berufen und bald zum Präsidenten der Akademie der Wissenschaften ernannt. Von Ludwig I., in dessen Auftrag das Porträt 1835 wohl gemalt wurde, sehr geschätzt, stand er auch allgemein in hohem Ansehen und war Lehrer des Kronprinzen Maximilian. 1841 erfolgte seine Berufung nach Berlin.
Anfangs der Philosophie Fichtes nahe stehend, entwickelte er seine idealistische Naturphilosophie, die durch die Übertragung des Begriffs des Organischen auf den gesellschaftlichen Bereich bedeutsam wurde. In seinem »System des transzendentalen Idealismus« (1800) fand er eine Synthese des theoretischen und des praktischen Ich im Kunstästhetischen, woraus die 1802/03 gehaltenen Vorlesungen einer »Philosophie der Kunst« erwuchsen (veröffentlicht 1859).

Joseph Karl Stieler (1781 ‐ 1858)

Leben und Werk

Der aus Mainz stammende Joseph Stieler hat sich als feinfühliger Porträtmaler einen Namen gemacht. Seine Porträtauffassung wurde vor allem durch seine Tätigkeit im Atelier des David-Schülers François Gérard in Paris beeinflusst. Nach einem längeren Italienaufenthalt war er hauptsächlich für den bayerischen Hof tätig. Besonders berühmt sind die im Auftrag König Ludwigs I. gemalten Bildnisse der sogenannten "Schönheitengalerie" in Schloss Nymphenburg. Stielers Porträts zeichnen sich durch die ausschließliche Konzentration auf die dargestellte Person aus. Schmückendes Beiwerk fehlt, nichts lenkt den Blick des Betrachters von der Porträtfigur ab. Stieler erreicht diese Fokussierung auf die Person durch einen gezielt eingesetzten Hell-Dunkel-Kontrast, der die genau charakterisierten Gesichtszüge besonders hervorhebt.

Joseph Karl Stieler

König Ludwig I. von Bayern im Krönungsornat, 1826

Öl auf Leinwand, 244,0 x 171,0 cm
1826 durch König Ludwig I. vom Künstler erworben
Inv. Nr. 1062

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Joseph Karl Stieler

Hofsängerin Katharina Sigl-Vespermann, 1828

Öl auf Leinwand, 71,7 x 59,0 cm
1829 durch König Ludwig I. vom Künstler erworben
Inv. Nr. WAF 1047

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Joseph Karl Stieler

Johann Wolfgang von Goethe, 1828

Öl auf Leinwand, 78,0 x 63,8 cm
1828 durch König Ludwig I. vom Künstler erworben
Inv. Nr. WAF 1048

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