Letter from London (M+)

Joseph Beuys

Letter from London, 1977

Litho auf Bütten auf Holzplatte, gestempelt, 89 x 118 x 2 cm

Inv. Nr. 15814

© VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Details   

Letter from London

Letter from London basiert auf einer Zeichnung, die Beuys 1974 während eines Vortrags auf einer Tafel gemacht hatte. Anlass war die Ausstellung Art into Society – Society into Art am Institute of Contemporary Art in London, an der er teilnahm. Solche Zeichnungen auf Tafeln finden sich häufiger in Beuys’ Werk und stellen eine Art bildlicher Zusammenfassung der wichtigsten Ideen des jeweiligen Vortrags dar. Darüber gab er in einem längeren Gespräch mit dem Kunstkritiker Willi Bongard 1977 ausführlich Auskunft. Zentraler Gedanke des Londoner Vortrags, so berichtet er hier, war die Überwindung des Materialismus zugunsten einer stärker geistig geprägten Weltsicht. Für den materialistischen Bereich, auf den das westliche Denken beschränkt ist, steht der größere Kreis in der Mitte, in dem das Wort „Materia“ (Materie) geschrieben steht. Darüber befinden sich die mit einer Strichlinie verbundenen Buchstaben S für Sender und E für Empfänger sowie eine unregelmäßige Zickzacklinie. Es handelt sich also um ein Kommunikationsmodell, das durch die seitenverkehrte Position des E als ein reziproker Prozess anschaulich wird, der in einer Sphäre des materialistisch geprägten Denkens angesiedelt ist. Dem müssten, so erläuterte Beuys in seinem Vortrag, neue Kommunikationsformen gegenübergestellt werden, die sich auf einer geistigen Ebene vollziehen.
Unterhalb dieser Zeichnung befinden sich zwei kleinere Kreise, die durch sich überkreuzende Linien miteinander verbunden sind. Im linken Kreis steht das Wort „Myth“ (Mythos), das an Traditionen aus vorchristlicher Zeit erinnert. Der leicht gewellte leere Kreis rechts verweist für Beuys auf eine Lebensweise, die sich vom Materialismus entfernt und sich stattdessen einer von geistigen Interessen bestimmten Haltung zuwendet. In dem kleinen, von zwei Achsen durchschnittenen Kubus, der sich neben dem linken Kreis befindet, manifestiert sich das analytische Denken der Wissenschaft. Auf dem Weg von einer mythisch geprägten Vergangenheit zu einer zukünftigen geistigen Erneuerung gilt es also, diese Art des rationalen Denkens zu überwinden, um sich aus der Begrenztheit der materialistischen Weltsicht zu befreien.

Joseph Beuys (1921 ‐ 1986)

Joseph Beuys

Das Schweigen, 1973

5 Filmspulen des gleichnamigen Films von Ingmar Bergman, 1962, verzinkt. Ed.: 30/50. Aufl.: 50 + 10 H.C.; Hrsg.: Edition René Block, Berlin & MULTIPLES, INC., New York.

Inv. Nr. 15802

© VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Details   

Joseph Beuys

Badewanne, 1961/87

Bronze, Blei, Kupfer; Ed. 3/3, Aufl.: 3 + 1 A. P., 90 x 140 x 340 cm

Inv. Nr. 16064

© VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Details   

Joseph Beuys

Capri-Batterie, 1985

Glühbirne mit Steckerfassung, in Holzkiste, Zitrone. Ed.: 145/200; Aufl.: 200 + einige a.p., 8 x 11 x 6 cm

Inv. Nr. 16072

© VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Details   

Joseph Beuys

Das Ende des 20. Jahrhunderts, 1983

Basalt, Ton, Filz, 44 Steine, 48 x 150 cm je Stein

Inv. Nr. GV 81

© VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Details   

Joseph Beuys

mit Schwefel überzogene Zinkkiste (tamponierte Ecke), 1970

2 Zinkkisten, eine mit Schwefel, Gaze, die andere unbearbeitet, je- 64 x 31 x 18 cm

Inv. Nr. 15790 1/2 - 2/2

© VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Details   

Joseph Beuys

Rose für direkte Demokratie, 1973

Meßzylinder aus Glas, mit Schriftzug, Ed.: 65/unendlich, Aufl.: unlimitiert., Zylinder: 33,5 x 5 x 5 cm

Inv. Nr. 15799

© VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Details   

Joseph Beuys

Filzanzug, 1970

Filz genäht, gestempelt. Ed. 13/100; Aufl.: 100 + 10 h.c., nummeriert, nicht signiert. Hrsg.: Galerie René Block, Berlin, ca. 171 x 90 cm (ohne Kleiderbügel)

Inv. Nr. 16292

© VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Details   

Joseph Beuys

Jason II, 1962/80

Zinkwanne, Holz, Jasonkopf aus Eisen, weiße Farbe, Bleistift Eisendraht, 240 x 67 x 48 cm

Inv. Nr. 16062

© VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Details   

Joseph Beuys

Badewanne für eine Heldin, 1950/61/84

Zwei Teile. Ofen: Bronze, gelötet, 1950; Wanne: Bronze mit angelötetem Bleisteg und Tauchsieder, 1961; Auflage: 7 + 1 A.P., Ex. 5/7, Guss von 1984; Zertifikat, Ofen: 31 x 7 x 7,5 cm

Inv. Nr. B 993 1/2-2/2

Details   

Joseph Beuys

Erdtelephon, 1968

Telephon, Lehmklumpen mit Gras, Kabel, auf Holzbrett montiert, Zertifikat verbleibt bei der Sammlung Klüser, 20 x 47 x 76 cm

Inv. Nr. L 2376

© VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Details   

Joseph Beuys

o.T. (Vitrine), 1969-1985

Vom Künstler eingerichtete Vitrine mit Filzobjekt und verschiedenen Multiples:Ja,Ja,Ja,Nee,Nee,Nee, 1969 Ex. 95/100 (WV 14); Objekt zum Schmieren und Drehen, 1972, Ex. 80/100 (WV 53); Noiseless Blackboard Eraser, 1974, Ex. 373/550 (WV 101); Telephon , 206,5 x 230 x 50 cm

Inv. Nr. 16063

© VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Details   

Joseph Beuys

Intuition, 1968

Holzkiste mit Bleistiftzeichnung, 30 x 21 x 6 cm

Inv. Nr. 15787

Details