Die Rübenputzerin (M+)

Jean-Baptiste Siméon Chardin

Die Rübenputzerin, um 1738

Leinwand, 46,2 x 37 cm
Aus der Zweibrücker Galerie
Inv. Nr. 1090

Details   

Die Rübenputzerin

Mit der Gattung des "Küchenstücks" schließt Chardin an die holländische Malerei des 17. Jahrhunderts an, seine Motive sind jedoch der Welt des französischen Bürgertums entnommen. Stimmungswerte von Ruhe und Konzentration verbinden sich mit einer Malkultur höchster Perfektion.

Jean-Baptiste Siméon Chardin (1699 ‐ 1779)

Leben und Werk

Französischer Maler. Geboren 1699 in Paris. Um 1720 war er Gehilfe bei Noel Nicolas Coypel und wenig später bei Jean-Baptiste van Loo. 1724 Mitglied der Lukasgilde, 1728 als Tier- und Früchtemaler in die Pariser Akademie aufgenommen. Obwohl nicht Vertreter der Historienmaler, der höchsten Gattung an der Akademie, wurde er 1743 deren "Conseiller" und 1755 Schatzmeister. Als Organisator der Ausstellungen mußte Chardin ab 1761 die Auswahl unter den Bildern der Akademiemitglieder treffen sowie deren Gruppierung und Hängung vornehmen. 1757 bezog er eine Wohnung im Louvre; er starb 1779 fast erblindet in Paris.