Eichen an einem Gießbach (M+)

Jacob van Ruisdael

Eichen an einem Gießbach, um 1670

Leinwand, auf Holz aufgezogen, 71,7 x 90,1 cm
Aus dem Nachlass König Max I.
Inv. Nr. 1038

Details   

Eichen an einem Gießbach

Das Gemälde ist als eine Art Lebensallegorie zu lesen. Die vielleicht vom Blitz gefällte Birke im Vordergrund, die abgestorbenen Äste selbst an den kräftigen Eichen, der hohle Baum davor weisen auf den Tod als Teil des Lebens. Fluss und Wetter zeigen die unwägbaren Elemente, der Steg den gefahrvollen Weg des Menschen.

Jacob van Ruisdael (1628 ‐ 1682)

Leben und Werk

Holländischer Landschaftsmaler. Geboren 1628 oder 1629 in Haarlem als Sohn des Malers und Rahmenmachers Isaack van Ruisdael, der ein Bruder des Landschaftsmalers Salomon van Ruysdael war. Lehrzeit möglicherweise bei seinem Onkel. Eine Reihe 1646 datierter Bilder bezeugt seine ungewöhnlich frühreife Begabung. 1648 wurde er Mitglied der Haarlemer Gilde; 1656/57 zog er nach Amsterdam, wo er 1659 die Bürgerrechte erhielt. Neben der Malerei soll er in seiner Jugend Medizin studiert, in Amsterdam gelegentlich als Chirurg praktiziert und 1676 in Caen (Frankreich) den Doktorgrad erworben haben. 1682 ist er, wahrscheinlich in Amsterdam, gestorben.