Allegorie des Sieges der Gerechtigkeit (M+)

Hans von Aachen

Allegorie des Sieges der Gerechtigkeit, 1598

Kupfer, 56 x 47 cm

Inv. Nr. 1611

Details   

Allegorie des Sieges der Gerechtigkeit

In dieser sinnbildlichen Szene führt Hans von Aachen
eine Allegorie der guten Regierung vor Augen, in der
Gerechtigkeit und Wahrheit über Betrug und Laster
siegen. Die Justitia-Darstellung entstand vermutlich
im Auftrag Kaiser Rudolfs II. als Geschenk für den
jungen Herzog Maximilian I.

Hans von Aachen (1552 ‐ 1616)

Leben und Werk

Deutscher Maler. Geboren 1552 in Köln; dort Schüler eines nicht näher bekannten flämischen Bildnismalers. Seit 1574 in Italien, wo er sich in Venedig, Rom und Florenz aufhielt. Zwischen 1588 und 1596 in Köln, München und Augsburg, besonders für den herzoglichen Hof in München und die Familie Fugger in Augsburg tätig. Kurz nach seiner Verheiratung mit einer Tochter des herzoglich bayerischen Hofkapellmeisters Orlando di Lasso 1596 übersiedelte er nach Prag. Er war Kammermaler der Kaiser Rudolf II. und Matthias, avancierte zum Vertrauten Rudolfs II., für den er auch gelegentlich in diplomatischer Mission tätig wurde; 1594 nobilitiert. Gestorben 1615 in Prag.