Johannesaltar: Johannes auf Patmos (M+)

Hans Burgkmair d. Ä.

Johannesaltar: Johannes auf Patmos, 1518

Tannenholz (Abies sp.), 153,1 x 127,2 cm (mit Anstückungen)
Aus der Kammergalerie Kurfürst Maximilians I.
Inv. Nr. 685

Details   

Johannesaltar: Johannes auf Patmos

Das Flügelretabel zeigt die Vision des Johannes auf Patmos, die Geheime Offenbarung (Apokalypse). Auf dem linken Flügel sind der hl. Erasmus, rechts der hl. Martin dargestellt. Eine phantasievoll ausgestaltete tropische Landschaft erstreckt sich über alle drei Tafeln. Die Kenntnis der Vegetation konnte Burgkmair aus der Druckgraphik, vielleicht auch in den Gärten der Fugger erwerben. Im frühen 17. Jahrhundert wurde der Altar in Teilen verändert. Einige der Veränderungen sind heute unter dem breiten Rahmen verborgen. Erneuert sind das Gewand des Erasmus sowie die Muttergotteserscheinung.

Hans Burgkmair d. Ä. (1473 ‐ 1531)

Leben und Werk

Deutscher Maler und Zeichner für den Holzschnitt. Geboren 1473 in Augsburg. Die erste Lehrzeit verbrachte er bei seinem Vater Thoman Burgkmair. Auf der Wanderschaft am Oberrhein war er um 1488 bei Martin Schongauer. 1498 erwarb er in Augsburg die Malergerechtigkeit. Um 1503 reiste er an den Niederrhein. 1507 war er zu einem kurzen Aufenthalt in Italien. Er führte gleichermaßen Aufträge aus dem sakralen wie dem profanen Bereich aus; u.a. arbeitete er auch für den Kaiser und für den bayerischen Herzog. Bedeutsam war seine persönliche Beziehung zu den führenden Humanisten Konrad Celtis und Konrad Peutinger. Gestorben 1531 in Augsburg.