Marquesa de Caballero (M+)

Francisco José de Goya y Lucientes

Marquesa de Caballero, 1807

Öl auf Leinwand, 104,7 x 83,7 cm
Dauerleihgabe der HypoVereinsbank, Member of UniCredit - 1968 aus dem Kunsthandel durch die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank erworben
Inv. Nr. HUW 13

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Marquesa de Caballero

Leicht nach rechts gewendet und etwas aus der Bildmitte genommen, sitzt die Marquesa de Caballero (1774–1809) in einem Armlehnstuhl. Sie ist festlich gekleidet und trägt üppigen Schmuck. Sie war lange als Doña María Soledad Rocha Fernández de la Peña Hofdame der Königin Maria Luisa von Spanien. Erst 1800 heiratete sie den Justizminister José Antonio Marqués de Caballero, der als reaktionär, falsch und bösartig galt. Das Porträt entstand mit seinem Gegenstück, das sich heute in Budapest im Szépmüvészeti Múzeum befindet, im Jahr 1807 aus Anlass der Ernennung des Ministers zum Marqués. Die Marquesa trägt einen Fächer und ein Billett in den Händen, auf dem ihr neuer Titel deutlich zu lesen ist.
Goya malt die Dreiunddreißigjährige ohne jegliche Beschönigungen. Sie trägt ein Empirekleid nach der neuesten Mode, bestehend aus einem blaugrünen Seidenkleid mit darüber liegendem goldfarbenem und besticktem Voile. Die kurzen Ärmel und der sehr tiefe Ausschnitt entsprechen ganz dem Geschmack der Königin Maria Luisa, die immer wieder ihre schönen Arme auf ihren offiziellen Porträts in den Mittelpunkt rücken ließ. Gerüschte Spitzen am Ausschnitt und an den Ärmeln betonen jedoch gnadenlos die Hässlichkeit der Marquesa. Mit diesem Verismus in seinen Porträts sollte Goya für die Malerei des 19. Jahrhunderts wegweisend werden.

Francisco José de Goya y Lucientes (1746 ‐ 1828)

Leben und Werk

Geboren am 30. März 1746 in Fuendetodos bei Zaragoza, gestorben am 16. April 1828 in Bordeaux. Nach dem Studium 1760 bei José Luzan y Martínez in Zaragoza und Fray Manuel Bayeu y Subías in Madrid führte er zwischen 1771 und 1774 zunächst Fresken in verschiedenen spanischen Klöstern aus. Nach einer Italienreise 1770/71 zog Goya nach Madrid um und lieferte seit 1776 Entwürfe für die königliche Tapisseriemanufaktur. Seit 1780 Mitglied der Academia de S. Fernando wurde er 1795 deren Direktor. 1789 war er zum Hofmaler ernannt worden, 1799 wurde er zum Ersten Hofmaler befördert. Seit 1792 unter fortschreitender Taubheit leidend, emigrierte er 1824 nach Bordeaux. Während die Tapisseriekartons noch den Einfluss der venezianischen Kunst Giovanni Battista Tiepolos zu erkennen geben, folgt seine Bildnismalerei vor allem Diego Velázquez. Doch gelangt Goya bald zu einer neuen Porträtauffassung, in der die bis dahin übliche idealisierte äußere Erscheinung mit kritischem Blick in Frage gestellt wird. Goyas berühmte Bilderfolgen wie die "Désastres de la guerre", die Elend, Not und Krieg schildern, zeichnen sich durch besonderen Realismus, eine zunehmend düstere Phantastik und eine immer dunklere Farbigkeit aus. Diese Entwicklung geht mit einer Vereinfachung der malerischen Handschrift einher, wodurch Goya zu einem Vorläufer der Moderne wird.

Francisco José de Goya y Lucientes

Doña Maria Teresa da Vallabriga, 1783

Öl auf Leinwand, 151,2 x 97,8 cm
Dauerleihgabe der HypoVereinsbank, Member of UniCredit - 1966 durch die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank erworben
Inv. Nr. HUW 2

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Francisco José de Goya y Lucientes

Don José Queraltó als spanischer Armee-Arzt, 1802

Öl auf Leinwand, 101,5 x 76,1 cm
1925 aus dem Kunsthandel erworben
Inv. Nr. 9334

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Francisco José de Goya y Lucientes

Die gerupfte Pute, 1808/1812

Öl auf Leinwand, 44,8 x 62,4 cm
1909 aus dem Kunsthandel erworben
Inv. Nr. 8575

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Francisco José de Goya y Lucientes

Die Landpartie, 1776/88

Öl auf Leinwand, 40,2 x 54,6 cm

Inv. Nr. HUW 23

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