Verkündigung Mariae (M+)

Fra Filippo Lippi

Verkündigung Mariae, um 1450

Pappelholz (Populus sp.), 203 x 186 cm
Erworben Anfang 19. Jahrhundert aus dem Kloster der Suore Murate, Florenz
Inv. Nr. 1072

Details   

Verkündigung Mariae

Das Geschehen der Verkündigung vollzieht sich in einer Renaissance-Architekturkulisse. Durch die Betonung der doppelten Mauer, die den Garten umschließt, gibt der Maler vermutlich einen Hinweis auf den Orden der Suore Murate, für deren Klosterkirche das Altarbild entstand. Zudem ist damit auf den "hortus conclusus" (verschlossener Garten) des Hohenliedes verwiesen, der wie die Lilie Marias Jungfräulichkeit symbolisiert.

Fra Filippo Lippi (1406 ‐ 1469)

Leben und Werk

Florentiner Maler. Geboren um 1406 in Florenz; wurde 1421 als Mönch in den Karmeliterorden aufgenommen und verblieb zunächst für elf Jahre in S. Maria del Carmine in Florenz. Die dort vorhandenen Fresken von Masolino und Masaccio übten auf die Anfänge seiner seit 1431 bezeugten Tätigkeit als Maler einen sichtlichen Einfluß aus. 1434 ist er in Padua bezeugt, 1437 finden wir ihn wiederum in Florenz, nunmehr von selten der Medici mit zahlreichen Aufträgen bedacht. Seit 1452 war er in Prato tätig, wo er die Hauptchorfresken im Dom ausführte; seit 1467 schließlich mit Freskomalereien im Dom von Spoleto beschäftigt, deren Vollendung nach seinem Tode 1469 von Schülern übernommen wurde.