Christus und Magdalena ("Noli me tangere") (M+)

Federico Barocci

Christus und Magdalena ("Noli me tangere"), 1590

Leinwand, 259 x 185 cm
Aus der Düsseldorfer Galerie
Inv. Nr. 494

Details   

Christus und Magdalena ("Noli me tangere")

Im ersten Licht des Morgens spricht der Auferstandene die am leeren Grabe Trauernde an; sie hält ihn zunächst für den Gärtner. Erst als er ihren Namen nennt, erkennt sie ihn. Mit den Worten "Noli me tangere" ("Berühre mich nicht") weist Christus Maria Magdalena auf seinen verklärten Zustand hin und trägt ihr auf, den Jüngern von der Begegnung zu berichten (Joh. 20, 11-17).

Federico Barocci (1535 ‐ 1612)

Leben und Werk

Italienischer Maler. Geboren 1535 in Urbino. Väterlicherseits einer Mailänder Bildhauerfamilie entstammend. Erster Unterricht bei seinem Vater, später bei dem seit 1546 in Abständen in Urbino tätigen venezianischen Manieristen Battista Franco, dann bei seinem Onkel Bartolomeo Genga, dem Hofarchitekten Herzog Guidobaidos II. in Pesaro, wo er u.a. Gelegenheit hatte, Werke Tizians kennenzulernen. Entscheidend für ihn wurde sein erster Aufenthalt in Rom, wohin der Vater den Zwanzigjährigen zum Studium der Kunst Raphaels sandte. Anläßlich eines erneuten Romaufenthaltes zwischen 1 560 und 1563 arbeitete er zusammen mit Federico Zuccari im Vatikan. Anschließend ließ er sich endgültig in Urbino nieder, wo er 1612 gestorben ist.