Der Tod der Ophelia (M+)

Eugène Delacroix

Der Tod der Ophelia, 1838

Öl auf Leinwand, 37,9 x 45,9 cm
1958 aus Privatbesitz erworben
Inv. Nr. 12764

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Der Tod der Ophelia

Mit dem Tod der Ophelia greift Delacroix eine berühmte Szene aus Shakespeares Drama "Hamlet" auf, der folgende Geschichte vorausgeht: Claudius erschleicht sich durch den Brudermord an Hamlets Vater, dem König von Dänemark, und die Ehe mit dessen Witwe Gertrud, Hamlets Mutter, den Thron. Der Geist des toten Vaters verpflichtet Hamlet zur Rache. Verbittert und zermürbt über die sittliche Verderbtheit seiner Umgebung, verfällt Hamlet zeitweise dem Wahnsinn und weist in seiner Verwirrtheit auch die ihn liebende Ophelia zurück. Nach dem Tod ihres Vaters, den Hamlet versehentlich verschuldet, ist Ophelia durch die Ereignisse so erschüttert, dass sie wahnsinnig wird und sich ertränkt.

Delacroix zeigt die sterbende Ophelia in einem in dunklen Grün- und Brauntönen gehaltenen, geheimnisvoll beleuchteten Waldstück. Ophelia, im Wasser treibend, hält sich mit ihrer Linken an einem Ast fest, ehe sie in der Flut versinkt. Die Falten ihres Gewandes und ihr gelöstes Haar gehen fast unmerklich in das leichte Gekräusel des Wassers über. Die gesamte Szene ist in einem gedämpften Kolorit wiedergegeben, das die melancholische Stimmung des Themas unterstreicht.

Eugène Delacroix (1798 ‐ 1863)

Leben und Werk

Geboren am 26. April 1798 in Charenton-Saint-Maurice (Seine), gestorben am 13. August 1863 in Paris. Zusätzlich zu seinem Studium an der École des Beaux-Arts seit 1816 betrieb Delacroix Aquarellstudien bei Raymond Soulier und beschäftigte sich intensiv mit den Alten Meistern im Louvre, vor allem den Venezianern, Spaniern und besonders Rubens. 1825 in London, bewunderte er den neuen Stil John Constables und Richard Parkes Boningtons und nahm Kontakt zu Thomas Lawrence auf. Unter dem Eindruck der Revolution von 1830 entstand sein sofort berühmt gewordenes Bild »Die Freiheit führt das Volk auf die Barrikaden«. Von nachhaltiger Wirkung auf Thematik, Farbgestaltung und Duktus war eine Reise 1831/32 nach Marokko, Algerien und Spanien. Feiert Ingres die Linie in der Malerei, geben die leidenschaftlich bewegten Motive und die dramatischen Effekte Delacroix' Entscheidung für die Farbe zu erkennen. Zusammen mit Théodore Géricault war er der führende Maler der romantischen Epoche in Frankreich.

Eugène Delacroix

Clorinde befreit Olindo und Sophronia, 1856

Öl auf Leinwand, 101,0 x 82,0 cm
1962 aus dem Kunsthandel erworben
Inv. Nr. 13165

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Eugène Delacroix

König Rodrigo, 1833

Tempera auf Papier auf Leinwand, 192 x 95 cm
»Noble Gäste« - Meisterwerke der Kunsthalle Bremen - Der Kunstverein in Bremen in der Neuen Pinakothek

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Eugène Delacroix

Die Sauhatz (nach Rubens), wohl 1839

Öl auf Papier, 54,4 x 71,7 cm
1913 im Rahmen der Tschudi-Spende erworben
Inv. Nr. 8717

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Eugène Delacroix

Der sterbende Valentin, um 1826

Öl auf Leinwand, 32,5 x 24,3 cm
1971/72 als Vermächtnis von Theodor und Woty Werner erworben
Inv. Nr. 14248

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Eugène Delacroix

Zwei Pferde vor einem Stall, um 1825/27

Öl auf Holz, 40,5 x 63,5 cm

© Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Neue Pinakothek, München

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Eugène Delacroix

Zwei Pferde vor einem Stall, um 1825/27

Öl auf Holz, 40,5 x 63,5 cm

Inv. Nr. 16467

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