Aussicht von der Villa Malta in Rom (M+)

Eugen Napoleon Neureuther

Aussicht von der Villa Malta in Rom, um 1838

Mischtechnik auf Papier, 56,7 x 67,1 cm (Mittelbild) bzw. 62,3 x 9,4 cm (Seitenleisten)
1862 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11484

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Aussicht von der Villa Malta in Rom

Neureuther war 1837 in Rom und plante nach der Rückkehr einen Freskenzyklus mit Ansichten der Stadt. In diesem Zusammenhang entstand das Aquarell, das in Form einer Wanddekoration die ideale Aussicht auf St. Peter mit Grotesken und Nebenszenen bereichert. Die Villa Malta auf dem Pincio ist ein Ort der „deutschen Erinnerungen“ (Ferdinand Gregorovius). Goethe pflanzte dort eine Palme und manchem deutschen Reisenden wie Wilhelm Humboldt diente sie als Quartier. 1827 erwarb Ludwig I. von Bayern die Villa als römischen Wohnsitz und widmete ihr das Distichon: „Wie werth bist du mir, liebes Asyl, wo endlich den Menschen / Findet der König auf’s neu’, welchen daheim er verlor!“

Eugen Napoleon Neureuther (1806 ‐ 1882)

Leben und Werk

Geboren am 11. Januar 1806 in München als Sohn des Malers Ludwig Neureuther, gestorben am 23.März 1882 in München. – Neureuther lernte beim Vater das Zeichnen und studierte an der Münchner Akademie bei Peter Cornelius undWilhelm von Kobell. Cornelius beschäftigte ihn als Gehilfen bei der Ausmalung der Glyptothek. Aufsehen erregte Neureuther dann aber vor allem als Illustrator von Werken der deutschen Dichtung. Seine Randzeichnungen zu Goethes Balladen und Romanzen, die 1829/30 und 1839 in fünf Heften bei Cotta erschienen, trugen ihm Lob und Anerkennung vonseiten Goethes ein: »In der Kunst ist mir nicht leicht ein erfreulicheres Talent vorgekommen als das von Neureuther. Es beschränkt sich selten ein Künstler auf das, was er vermag, die meisten wollen mehr tun, als sie können, und gehen gar zu gern über den Kreis hinaus, den die Natur ihrem Talente gesetzt hat. Von Neureuther jedoch läßt sich sagen, daß er über seinem Talent stehe« (Goethe im Gespräch mit Eckermann, 5. April 1831). 1830 war Neureuther in Paris, 1837 in Rom. 1848 bis 1856 leitete er alsNachfolger von Friedrich Gärtner die Nymphenburger Porzellanmanufaktur. 1868 bis 1876 wirkte er als Professor für dekorativeWandmalerei an der Münchner Kunstgewerbeschule. Neureuthers Gemälde in der Sammlung Schack gehören fast alle dem Spätwerk an und sind überwiegend auf Anregung und Bestellung des Sammlers entstanden. Schack schätzte den Künstler »wegen seiner anmutsvollen Zeichnungen « und fand es bedauerlich, dass er nur wenig Gelegenheit gehabt habe, sich als Maler zu beweisen (Schack 1894, S. 97). Die Gemälde Neureuthers, dessen jüngerer Bruder der Architekt Gottfried von Neureuther (1811–1887) war, gehen häufig auf Entwürfe zurück, die alsWanddekorationen für Gebäude gedacht waren.

Eugen Napoleon Neureuther

Des Pfarrers Tochter von Taubenhain, 1873

Öl auf Leinwand, 117,3 x 85,5 cm
1894 aus Privatbesitz erworben
Inv. Nr. 7951

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Eugen Napoleon Neureuther

Der Traum der Rezia, 1863

Öl auf Leinwand, 98,8 x 121,0 cm
wohl 1864 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11482

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Eugen Napoleon Neureuther

Die Nonne, 1862

Öl auf Leinwand, 104,3 x 84,3 cm
1863 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11479

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Eugen Napoleon Neureuther

Aus Goethes "Hermann und Dorothea", 1864

Öl auf Leinwand, 67,4 x 80,6 cm
1864 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11478

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Eugen Napoleon Neureuther

Madonna, 1865

Öl auf Leinwand, 139,7 x 88,5 cm
1865 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11480

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Eugen Napoleon Neureuther

Erinnerung an die Villa Mills, vor 1863

Öl auf Malkarton, auf Leinwand geklebt, 75,5 x 103,2 cm
1863 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11483

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Eugen Napoleon Neureuther

Blüte der Kunst in München, 1861

Öl auf Papier, auf Papier und Leinwand geklebt, 75,4 x 102,0 cm
1862 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11481

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