Eisbelustigung auf dem Wallgraben (M+)

Esaias van de Velde

Eisbelustigung auf dem Wallgraben, 1618

Eichenholz, 29,8 x 50,4 cm
Aus der Zweibrücker Galerie
Inv. Nr. 2884

Details   

Eisbelustigung auf dem Wallgraben

Der wichtige Schritt, den die Landschaftkunst mit Esaias van de Velde vollzog, lässt sich durch den Vergleich mit dem nur 15 Jahre früher entstandenen "Großen Fischmarkt" Jan Brueghels d.Ä. verdeutlichen: Der idealen komponierten Landschaft ist die gesehene Wirklichkeit gewichen. Die Trennung der Bildgründe durch farbliche Abstufung wird durch den lichtdurchfluteten Einheitsraum abgelöst, den das Auge bis zum Horizont frei durchmessen kann. Die reduzierte Palette setzt auf atmosphärische Wirkung und weist in ihrer feinen Nuancierung auf die Tonmalerei des Schülers Jan van Goyen voraus.

Esaias van de Velde (1587 ‐ 1630)

Leben und Werk

Holländischer Marinemaler. Geboren 1633 in Leiden als Sohn des Marinemalers Willem van de Velde d.Ä.; Bruder des Landschafts- und Tiermalers Adriaen van de Velde. Zunächst durch seinen Vater, später durch den Marinemaler Simon de Vlieger ausgebildet. Seit 1652 ist er in Amsterdam nachweisbar; 1672/73 trat er zusammen mit seinem Vater in den Dienst des englischen Königs und bezog ein Atelier in Greenwich, seit 1691 in Westminster, wo er 1707 gestorben ist.