Ein Hypochonder (M+)

Carl Spitzweg

Ein Hypochonder, um 1865

Öl auf Leinwand, 54,0 x 31,4 cm
1866 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11563

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Ein Hypochonder

Den bisweilen kauzigen Charakter älterer Männer, den Gegensatz zwischen ihrer verschrobenen Lebensweise und dem blühenden Leben junger Mädchen hat Spitzweg in vielen Gemälden auf humorvolle und für den Betrachter leicht fassbare Weise dargestellt. Während Kopf und Nase des Alten schnuppernd in die morgendliche Luft erhoben sind, geht der Blick doch diskret nach unten zum offenen Fenster im Nachbarhaus, in dem ein Mädchen bei der Handarbeit zu sehen ist.

Carl Spitzweg (1808 ‐ 1885)

Leben und Werk

Carl Spitzweg stammte aus sicheren bürgerlichen Verhältnissen und war zunächst als Apotheker tätig. Erst nach einer schweren Krankheit entschloss er sich dazu, seiner eigentlichen Berufung zu folgen und sich ganz der Malerei zu widmen. Aufgrund seiner gefestigten gesellschaftlichen Stellung und einer Erbschaft konnte er seiner künstlerischen Tätigkeit ohne materielle Sorgen nachgehen. Dennoch erhob der Einzelgänger Spitzweg auch als Autodidakt Anspruch auf Anerkennung als professioneller Künstler. Diese wurde ihm offiziell jedoch erst 1868 mit der Ernennung zum Ehrenmitglied der Münchner Kunstakademie zuteil. Spitzweg konnte zu Lebzeiten etwa vierhundert Gemälde verkaufen. Bewunderer und Käufer fand er vor allem in der zu neuer Kaufkraft gelangten Bürgerschaft, wenngleich die Popularität, die Spitzwegs Malerei heute genießt, erst nach dem Zweiten Weltkrieg einsetzte. Spitzwegs kleinformatige Genrebilder spiegeln das Leben des kleinbürgerlichen und weitgehend unpolitischen Menschen der Restaurationszeit wider. Negative oder störende Elemente sind ausgeblendet. Die Bilder zeigen meist eine ungetrübte Kleinstadt oder Landidylle mit oft etwas kauzigen, aber harmlosen und ein beschauliches Leben führenden Menschen. Wenngleich Spitzweg häufig einen ironischen, spöttelnden Ton anschlägt, bleibt die unterschwellige Kritik an der selbstgewählten Beschränkung dieser Menschen aufs Private immer liebenswürdig. Unter dem Einfluss der Künstlerfreunde Schleich und Morgenstern wandte sich Spitzweg auch der Landschaftsmalerei zu. Seine späten Landschaften zeichnen sich durch einen sehr freien Farbauftrag und eine realistische Wiedergabe aus und schließen an fortschrittliche Tendenzen innerhalb der deutschen Landschaftsmalerei der Zeit an.

Carl Spitzweg

Nächtliche Runde, um 1875

Öl auf Leinwand, 32,4 x 54,2 cm
1917 aus Privatbesitz erworben
Inv. Nr. 8942

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Carl Spitzweg

Irrlichter, um 1867/68

Öl auf Laubholz, 31,3 x 53,7 cm
1908 von Eugen Spitzweg, dem Neffen des Künstlers, erworben
Inv. Nr. 8515

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Carl Spitzweg

Der Institutsspaziergang, um 1860

Öl auf Leinwand, 32,1 x 54,1 cm
1957 aus Staatsbesitz überwiesen
Inv. Nr. 11995

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Carl Spitzweg

Der Besuch des Landesvaters, um 1875

Öl auf Pappe, 31,0 x 23,8 cm
1917 aus Privatbesitz erworben
Inv. Nr. 8943

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Carl Spitzweg

Der arme Poet, 1839

Öl auf Leinwand, 36,2 x 44,6 cm
1887 als Schenkung vom Neffen des Künstlers erworben
Inv. Nr. 7751

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Carl Spitzweg

Ein Einsiedler, Violine spielend, um 1862

Öl auf Leinwand, 31,7 x 53,8 cm
1863 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11556

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Carl Spitzweg

Türken in einem Kaffeehaus, um 1855

Öl auf Leinwand, 41,7 x 52,7 cm
1863 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11552

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Carl Spitzweg

Spanisches Ständchen, um 1856

Öl auf Leinwand, 67,8 x 53,3 cm
1864 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11560

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Carl Spitzweg

Der Abschied, um 1855

Öl auf Leinwand, 53,9 x 32,0 cm
1864 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11561

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