Stillleben mit Spargel (M+)

Stillleben mit Spargel

Vor dunkelbraunem Grund steht schräg ein Tisch, der zum großen Teil mit einem faltenreichen Tuch bedeckt ist. Darauf liegt rechts das helle Spargelbündel, während links ein halb gefülltes Glas mit Wein (?) vor einer braunen Kasserolle steht, deren Griff nach hinten gerichtet ist. Der grobe, lockere Pinselduktus lässt erkennen, dass es sich hier um ein verhältnismäßig spätes Werk von Schuch handelt.

Carl Schuch (1846 ‐ 1903)

Leben und Werk

30. September 1846 in Wien geboren, am 13. September 1903 ebenda gestorben. Nach dem Studium an der Wiener Akademie bei Ludwig Halauska von 1866 bis 1868 ging Schuch zusammen mit Albert Lang zwei Jahre nach Italien, wo er sich in Rom, Neapel und Sizilien aufhielt. Seit 1871 arbeitete er in München in Ateliergemeinschaft mit Wilhelm Leibl und Wilhelm Trübner. 1872/73 führte ihn eine erneute Reise nach Italien, 1873/74 nach Berchtesgaden, Belgien und Holland, 1875 nach Olevano, 1876 mit Trübner an den Ammersee; wiederholte Aufenthalte in Venedig und Ferch (Mark Brandenburg) folgten. Von 1882 bis 1894 zog Schuch nach Paris, wo er in Auseinandersetzung mit der gleichzeitigen französischen Malerei zu einem vom Gegenstand gelösten, reinmalerischen Spätstil fand.