Taormina mit dem Ätna (M+)

Carl Rottmann

Palermo mit dem Monte Pellegrino, wohl 1832

Öl auf Eichenholz, 28,5 x 36,7 cm
1841 durch König Ludwig I. aus der Sammlung Klenze erworben
Inv. Nr. WAF 842

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Taormina mit dem Ätna

Die Ansicht von "Taormina mit dem Ätna" weist eine für Rottmann typische Komposition auf: Die weit ausgreifende Küstenlinie der Bucht verläuft in einem weiten Bogen vom linken Mittelgrund bis über die Bildmitte hinaus und wieder zurück bis weit in die Ferne. Die enorme Tiefenwirkung des Bildes wird durch eine subtile Staffelung der sehr klaren Farbtöne, ein Abnehmen der Farbintensität im Hintergrund und durch die Lichtführung erreicht. Abwechselnd sind von der Sonne beleuchtete und stark verschattete Zonen wie im rechten Vordergrund nebeneinandergesetzt. Dies und der erhöhte Betrachterstandpunkt lässt die Landschaft wie aus dem Vogelflug gesehen erscheinen.

Das kleine Ölgemälde ist eng mit dem Italienzyklus in den Hofgartenarkaden verbunden, der eine ähnliche Ansicht enthält. Rottmann griff häufig auf Studienmaterial, das im Zusammenhang mit den großen Zyklen entstanden war, zurück und wiederholte einzelne Motive in Gemäldefassungen unterschiedlicher Größe.

Carl Rottmann (1797 ‐ 1850)

Leben und Werk

Carl Rottmann war der von Ludwig I. bevorzugte Landschaftsmaler. In Heidelberg geboren erhielt er den ersten Zeichenunterricht von seinem Vater und übersiedelte 1821 nach München. 1826/27 bereiste Rottmann Italien, um sein Motivrepertoire, das bis dahin aus einheimischen Landschaften bestanden hatte, zu erweitern. Nach der Rückkehr erhielt er von Ludwig I. den Auftrag zu einem monumentalen Zyklus italienischer Landschaften in den Arkaden des Münchner Hofgartens. Der 1833 fertiggestellte, in Freskotechnik ausgeführte Zyklus gab der Verbundenheit Ludwigs I. mit Italien sichtbaren Ausdruck und hob die Landschaftsmalerei als Gattung auf die Höhe der Historienmalerei, der die übrigen Großaufträge des Königs im Bereich der Monumentalmalerei galten. 1834 erhielt Rottmann vom König den Auftrag zu einem zweiten, nun den Landschaften Griechenlands gewidmeten Zyklus. Ursprünglich ebenfalls für die Hofgartenarkaden vorgesehen, kamen die 23 großen Landschaftsbilder schließlich in der neu erbauten Neuen Pinakothek zur Aufstellung, wo ihnen ein eigener Saal zugewiesen wurde. Als Landschaftsmaler hat Rottmann Bedeutendes geleistet. Die vor der Natur entstandenen Skizzen und die Kompositionsentwürfe zeigen eine eher summarische Behandlung des Gegenstands und einen freien Einsatz der Farbe. Seine Ölgemälde, denen häufig das Skizzenmaterial für die beiden großen Zyklen zugrunde liegt, sind dagegen weniger frei aufgefasst, sondern klassizistisch geglättet und vor allem von der idealisierenden Anlage der Gesamtkomposition bestimmt.

Carl Rottmann

Sparta mit dem Taygetos, 1840/41

Harz-Ölmalerei auf Putztafel, 161,9 x 205,8 cm
1841 durch König Ludwig I. vom Künstler erworben
Inv. Nr. WAF 865

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Carl Rottmann

Sikyon mit Parnass, 1839

Wachs-Harzmalerei auf Putztafel, 161,7 x 205,7 cm
1839 durch König Ludwig I. vom Künstler erworben
Inv. Nr. WAF 869

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Carl Rottmann

Korinth mit Akrokorinth, 1847

Harz-Ölmalerei auf Putztafel, 161,7 x 205,5 cm
1847 durch König Ludwig I. vom Künstler erworben
Inv. Nr. WAF 853

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Carl Rottmann

Aigina mit dem Aphaiatempel, 1841

Harz-Ölmalerei auf Putztafel, 162 x 205,4 cm
1841 durch König Ludwig I. vom Künstler erworben
Inv. Nr. WAF 858

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Carl Rottmann

Marathon, 1848

Harz-Ölmalerei auf Putztafel, 161,5 x 205 cm
1847 durch König Ludwig I. vom Künstler erworben
Inv. Nr. WAF 860

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Carl Rottmann

Delos, 1840

Harz-Ölmalerei auf Putztafel, 161,8 x 205,9 cm
1840 durch König Ludwig I. vom Künstler erworben
Inv. Nr. WAF 863

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Carl Rottmann

Olympia, 1839

Wachs-Harzmalerei auf Putztafel, 161,5 x 205,6 cm
1839 durch König Ludwig I. vom Künstler erworben
Inv. Nr. WAF 866

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Carl Rottmann

Der Eibsee bei Partenkirchen, 1825

Öl auf Leinwand, 76,0 x 99,5 cm
1841 durch König Ludwig I. aus der Sammlung Klenze erworben
Inv. Nr. WAF 847

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Carl Rottmann

Kopaissee, 1839

Wachs-Harzmalerei auf Putztafel, 161,7 x 205,7 cm
1839 durch König Ludwig I. vom Künstler erworben
Inv. Nr. WAF 855

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Carl Rottmann

Theben, 1842

Harz-Ölmalerei auf Putztafel, 161,5 x 205,5 cm
1842 durch König Ludwig I. vom Künstler erworben
Inv. Nr. WAF 871

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Carl Rottmann

Aulis, 1847

Harz-Ölmalerei auf Putztafel, 161,5 x 205 cm
1847 durch König Ludwig I. vom Künstler erworben
Inv. Nr. WAF 862

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Carl Rottmann

Eleusis, 1843

Harz-Ölmalerei auf Putztafel, 161,4 x 205,2 cm
1843 durch König Ludwig I. vom Künstler erworben
Inv. Nr. WAF 872

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Carl Rottmann

Nemea, 1850

Harz-Ölmalerei auf Putztafel, 161,5 x 205 cm
1850 durch König Ludwig I. vom Künstler erworben
Inv. Nr. WAF 851

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Carl Rottmann

Pronia, 1847

Harz-Ölmalerei auf Putztafel, 161,7 x 205,4 cm
1847 durch König Ludwig I. vom Künstler erworben
Inv. Nr. WAF 854

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Carl Rottmann

Sikyon mit Korinth, um 1836

Öl auf Leinwand, 85,3 x 102,0 cm
1841 durch König Ludwig I. aus der Sammlung Klenze erworben
Inv. Nr. WAF 843

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Carl Rottmann

Sparta - Ebene, 1841

Harz-Ölmalerei auf Putztafel, 161,8 x 205,7 cm
1841 durch König Ludwig I. vom Künstler erworben
Inv. Nr. WAF 864

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Carl Rottmann

Griechische Küste bei Sturm, um 1849/50

Öl auf Leinwand, 80,0 x 143,8 cm
Vor 1869 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11519

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Carl Rottmann

Klippe im Ägäischen Meer, um 1845/50

Öl auf Pappe, 30,3 x 30,5 cm
Vor 1866 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11477

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Carl Rottmann

Die Quelle Kallirrhoe bei Athen, um 1848

Öl auf Leinwand, 48,5 x 61,8 cm
Vor 1866 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11475

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Carl Rottmann

Der Hohe Göll bei Alpenglühen, um 1845

Öl auf Leinwand, 38,7 x 48 cm

Inv. Nr. 11472

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Carl Rottmann

Der Kochelsee, 1825

Öl auf Leinwand, 24,0 x 32,7 cm

Inv. Nr. 11476

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