Bau der Teufelsbrücke (M+)

Carl Blechen

Bau der Teufelsbrücke, um 1830/32

Öl auf Leinwand, 77,8 x 104,5 cm
Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland
Inv. Nr. L 1039

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Bau der Teufelsbrücke

Carl Blechen (1798 ‐ 1840)

Leben und Werk

Der in Cottbus geborene Carl Blechen kam mit sechzehn Jahren nach Berlin, absolvierte dort auf Wunsch des Vaters eine kaufmännische Lehre und war einige Jahre im Bankgeschäft tätig. Sein künstlerisches Talent trat zunehmend deutlich hervor, so dass er den erlernten Beruf aufgab und 1822 als Student in die Berliner Akademie eintrat. Bei einem Besuch in Dresden 1823 lernte er Bilder von Johan Christian Dahl und Caspar David Friedrich kennen, die ihn tief beeindruckten. In Berlin erkannte Karl Friedrich Schinkel Blechens herausragende malerische Begabung und verschaffte ihm eine Anstellung als Dekorationsmaler am Königstädtischen Theater. Diese Aufgabe kam Blechens Anlagen sehr entgegen, denn er besaß einen starken Hang zu allem Geheimnisvollen, Mysteriösen und Phantastischen. 1829/30 bereiste Blechen Italien. Unter dem Eindruck der italienischen Städte und Landschaften fand er zu einer Malerei, die sich durch einen lockeren, flüssigen Farbauftrag auszeichnet. Der großzügige Pinselstrich, den Blechen nun anwendet, lässt Landschaft, Architektur und Staffage als einzelne Bestandteile des Bildes zu einer symbiotischen Einheit verschmelzen. Wegen zunehmend schweren Depressionen war Blechen bald nicht mehr in der Lage, künstlerisch zu arbeiten, wurde in eine Nervenheilanstalt eingewiesen und starb 41jährig in geistiger Umnachtung. Sein künstlerisches Werk wurde von den Zeitgenossen zum einen mit Begeisterung aufgenommen, zum anderen lösten seine Bilder, die die klassische Vorstellung von Landschaftsmalerei weit hinter sich ließen, kontroverse Diskussionen aus.

Carl Blechen

Blick auf Assisi, um 1832/35

Öl auf Leinwand, 97,3 x 146,5 cm
1937 aus Privatbesitz erworben
Inv. Nr. 10338

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Carl Blechen

Zwei Damen im Park, um 1830/32

Öl auf Leinwand, 39,5 x 33,2 cm
1933 aus dem Kunsthandel erworben
Inv. Nr. 9875

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