Susanna und die beiden Alten (M+)

Anthonis van Dyck

Selbstbildnis, um 1620/21 und 1627

Leinwand, 81,5 x 69,5 cm (mit Anstückungen)
Aus der Düsseldorfer Galerie
Inv. Nr. 405

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Susanna und die beiden Alten

Was die Bibel (Daniel 13) in aller Breite ausführt, wird in wenigen Gebärden und Blicken verdichtet: Das Erschrecken der Susanna, die Geilheit der Ältesten, die sie bedrängen, die Berührung der spinnenartigen Hand, die sie erschaudern lässt, das Drohen und die falsche Strenge des Jüngeren, der ihr das Tuch entreißen will, mit dem sie ihre Blöße bedeckt. Van Dyck zeigt sich als großer Erzähler mit Sinn für Psychologie: In Kenntnis des männlichen Blicks vermag er sich sehr wohl auch in die weibliche Sichtweise einzufühlen.

Anthonis van Dyck (1599 ‐ 1641)

Leben und Werk

Flämischer Maler. Geboren 1599 in Antwerpen. 1 609 Schüler des Hendrick van Baien, seit 1615 eigene Werkstatt, 1618 Meister der Antwerpener Lukasgilde. Seit 1618 läßt sich seine Zusammenarbeit mit Rubens belegen. Nach einem kurzen Aufenthalt in London am Hofe James l. ging Van Dyck nach Italien, wo er sich vornehmlich in Genua, Venedig und Rom aufhielt. 1627 kehrte er nach Antwerpen zurück. 1632 wurde er Hofmaler Charles' l. in London. Mit Ausnahme eines längeren Aufenthaltes in Brüssel, 1634/35, blieb Van Dyck bis zu seinem Tode 1641 in London.

Anthonis van Dyck

Self-Portrait, c. 1615

Oil on oak, 43 x 32.5 cm

© Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste, Vienna

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