Ansicht von Verona, vom Giardino Giusti aus gesehen (M+)

Albert Emil Kirchner

Ansicht von Verona, vom Giardino Giusti aus gesehen, 1862

Öl auf Leinwand, 87,0 x 122,5 cm

Inv. Nr. 11624

Details   

Ansicht von Verona, vom Giardino Giusti aus gesehen

Kirchner war vor allem für stimmungsvolle Veduten aus Oberitalien und Venedig bekannt. Verona hat er 1862 besucht und die Aussicht vom Giardino Giusti in einer Zeichnung festgehalten. Schack war 1872 in Verona und erinnert sich später: „Nachdem die Fahrt uns bei starker Winterkälte über den Brenner geführt hatte, wärmten wir uns bei leuchtendem blauen Himmel im Garten Giusti zu Verona mit den Lorbeern und Myrten, die sich hier zuerst noch zagend ins Freie wagen, an der Sonne des Südens.“

Albert Emil Kirchner (1813 ‐ 1885)

Leben und Werk

Geboren am 13.Mai 1813 in Leipzig, gestorben am 4. Juni 1885 in München. – Kirchner besuchte zunächst die Bauschule in Leipzig und begann anschließend eine Ausbildung zum Landschaftsmaler, die er zwischen 1828 und 1833 an den Akademien in Leipzig, Dresden und München absolvierte. Aus Leipzig erhielt er den Auftrag, den 1836 erschienenen ersten Band der Denkmale der Baukunst des Mittelalters in Sachsen von Ludwig Puttrich zu illustrieren. Kirchner beschäftigte sich seither auch mit Architekturdarstellungen in Zeichnungen, Druckgraphik und Gemälden. 1836 ließ er sich in München nieder. Reisen führten ihn 1840 nach Oberitalien, wo er Verona, Venedig und Florenz besuchte, und 1844/45 für ein Jahr nach Rom.Ab 1852 hielt er sich wiederholt in Heidelberg auf. 1862 fuhr er ein weiteresMal nach Oberitalien, unter anderem nach Verona. Seine Ansichten aus Italien und des Heidelberger Schlosses stießen auf das Interesse Ludwigs I., der zwischen 1846 und 1858 sechs Gemälde Kirchners für die Neue Pinakothek erwarb. Kirchner wurde vor allem durch seine stimmungsvollen Veduten aus Oberitalien und Venedig bekannt.