Die Grablegung Christi (M+)

Adriaen van der Werff

Die Grablegung Christi, 1703

Eichenholz, 81,9 x 53,9 cm

Inv. Nr. 224

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Die Grablegung Christi

Der Vergleich mit Rembrandts Darstellung des
Themas (Inv. Nr. 396) offenbart ihre künstlerischen
Gegensätze. Van der Werffs makellose, elfenbeinfarbige
und idealisierte Figur kontrastiert mit dem
dramatisch in Szene gesetzten, geschundenen
Körper
des Toten bei Rembrandt.

Adriaen van der Werff (1659 ‐ 1722)

Leben und Werk

Nach einer ersten Lehrzeit bei dem Rotterdamer Bildnismaler Cornelis Picolet, setzte der 1659 in Kralingen geborene Van der Werff seine Ausbildung ab 1671 bei Eglon Hendrik van der Neer vor. Dem ob seiner Feinmalerei berühmtem Meister eiferte Van der Werff in den ersten Jahren nach seiner Freimeisterschaft 1676 in Pinselduktus wie Themenwahl - dem bürgerlichen Genrestück - nach. Bald aber war er auch als Porträtmaler beim Rotterdamer Patriziat gefragt. 1691-1695 war Van der Werff Vorsteher der Rotterdamer Lukasgilde, ehe er 1697 von Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz zum Hofmaler ernannt und 1703 in den erblichen Ritterstand erhoben wurde. Bis zum Tode seines Dienstherrn 1716 war der Maler exklusiv für diesen tätig. Van der Werff starb als einer der höchstgeschätzten und bestbezahlten Maler seiner Zeit 1722 in Rotterdam.

Adriaen van der Werff

Spielende Kinder vor einer Herkulesgruppe, 1687

Eichenholz, 46,7 x 34,9 cm

Inv. Nr. 250

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Adriaen van der Werff

Ruhe auf der Flucht, 1702

Eichenholz, 38,4 x 46,4 cm

Inv. Nr. 251

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