Max Beckmann Archiv

Max Beckmann Archiv

Das Max Beckmann Archiv in München widmet sich als Künstlerarchiv dem Leben und Schaffen Max Beckmanns (1884-1950), einem der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Das 1977 gegründete Archiv ist als zentrale Forschungseinrichtung und Dokumenten -sowie Fotosammlung zum Künstler bei den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen angesiedelt und wird von dem gemeinnützigen Verein Freunde des Max Beckmanns Archivs gefördert.

Die Archivbestände umfassen über 5.000 Briefe, darunter fast 500 Autografen Max Beckmanns, sowie 6.000 Fotografien, etwa 60.000 Zeitungsausschnitte und weit über 1.400 Spezialpublikationen. Unpublizierte Materialien wie Vorträge oder wissenschaftliche Abschlussarbeiten ergänzen die stetig anwachsende Zahl an Zeitdokumenten, ebenso wie Filme und Tonträger. Zu den wichtigsten Zugängen gehört die 2016 erhaltene Schenkung der Familie Beckmann: die Nachlässe von Max Beckmann, seiner ersten Frau Minna Beckmann-Tube wie seiner zweiten Frau Mathilde Q. Beckmann, seinem Sohn Peter und dessen Frau Maja Beckmann. Weitere bedeutende Nachlässe von Freunden Beckmanns, Sammlern aber auch Wissenschaftlern ergänzen die stetig wachsenden Bestände des Archivs.

Als Forschungszentrum und Wissensspeicher ist das Max Beckmann Archiv zentrale Anlaufstelle für eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Werk und Person des Künstlers. Neben einer fortwährenden Tiefenerschließung der Bestände unterstützt es durch die Bereitstellung von Materialien Ausstellungen und Publikationen und ermöglicht die Durchführung von Forschungsprojekten. Hierzu bietet das Archiv Möglichkeiten zur selbstständigen Recherche und berät oder begleitet wissenschaftliche Vorhaben. Die Bestände des Künstlerarchivs sind öffentlich zugänglich und können nach vorheriger Anmeldung von jedem Interessierten genutzt werden.

Odysseus und Kalypso, 1943, Öl auf Leinwand, 150 x 115,5 cm, Hamburger Kunsthalle
© VG Bild-Kunst, Bonn 2019
© Hamburger Kunsthalle / bpk
Foto: Elke Walford

MAX BECKMANN WEIBLICH-MÄNNLICH

Hamburger Kunsthalle
25. September 2020 bis 24. Januar 2021

Max Beckmann (1884-1950) gilt als Meister der Moderne und kraftvoller Interpret seiner Zeit. Sein Hauptinteresse galt dem Menschen. Rund 140 bedeutende Werke machen nun erstmals die vielfältigen Rollen von Weiblichkeit und Männlichkeit in Beckmanns Kunst zum Thema und illustrieren dessen Breite und gesellschaftliche Relevanz.

Seine Selbstdarstellungen, die Doppelbildnisse mit den Ehefrauen, Porträts der Förderer und Mäzeninnen sowie mythologische und biblische Figurenbilder zeigen Selbstbewusstsein, Hingabe und Widerstreit, Macht und Ohnmacht, Freiheitsdrang und Verschmelzung. Sie spiegeln auch eine Zeit, in der sich ein Wandel in den Geschlechterrollen vollzog. Diskutiert wurden Emanzipation, Androgynität und die Frage, ob jedes Individuum aus  weiblichen und männlichen Anteilen bestehe.

Von sich selbst zeichnete Beckmann gern das Bild eines mannhaft entschlossenen Weltendeuters, das bis heute die Wahrnehmung seines Werks dominiert und einem offeneren Verständnis seiner sinnlichen, facettenreichen Kunst entgegensteht.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Prestel Verlag mit Beiträgen von Karin Schick, Barbara C. Buenger, Änne Söll, Thomas Noll, Uwe M. Schneede, Sophia Colditz und Ann-Kathrin Hubrich.

Hamburger Kunsthalle
Glockengießerwall 5
20095 Hamburg
www.hamburger-kunsthalle.de
Tel. +49(0)40-428131-200
info@hamburger-kunsthalle.de

Max Beckmann, Selbstbildnis, Blatt 1 aus „Day and Dream“, 1946, Lithographie, Privatbesitz Deutschland, Foto: Alistair Overbruck, Köln © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Max Beckmann – Day and Dream. Eine Reise von Berlin nach New York

Max Ernst Museum Brühl des LVR 
27. September 2020 bis 28. Februar 2021  

Das Max Ernst Museum Brühl des LVR zeigt ab dem 27. September eine Sonderausstellung zu Max Beckmann (1884–1950) unter dem Titel „Day and Dream. Eine Reise von Berlin nach New York“. Ausgewählte Werke des in Leipzig geborenen und in New York City gestorbenen Malers und Grafikers, einem der großen Künstler der Moderne, beleuchten wichtige Stationen, Personen und Themenkomplexe aus seinem Leben. Arbeiten auf Papier, Gemälde und Druckgrafiken, darunter Lithographie-Mappenwerke wie die titelgebenden „Day and Dream“ und „Berliner Reise“, werden vom 27. September 2020 bis zum 28. Februar 2021 in Brühl zu sehen sein. Erstmals veranschaulichen im Dialog mit den Auflagendrucken außergewöhnliche Handdrucke, die der Künstler seiner ersten Frau Minna Tube 1913 bis 1924 widmete, die große Sensibilität von Max Beckmann als Grafiker.

Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Nachlass Beckmann, sie wird von Ralph Jentsch als Gastkurator und dem Team des Max Ernst Museums vorbereitet. 

Max Ernst Museum Brühl des LVR
Comesstraße 42 / Max-Ernst-Allee 1
50321 Brühl 
Tel +49 (0) 2232 5793 -0 
 
Öffnungszeiten während der Coronoa-Pandemie
Dienstag – Sonntag: 11 – 17 Uhr  

Weitere Informationen auf der Webseite des Max Ernst Museum Brühl des LVR
 

Neo Rauch im Gespräch mit Bernhart Schwenk über Max Beckmann

Zeit und Zeitlosigkeit in der figurativen Malerei

Was verbindet die Maler Max Beckmann (1884-1950) und Neo Rauch (*1960) miteinander - außer der Tatsache, dass beide Künstler in Leipzig geboren wurden? Diese Frage steht im Mittelpunkt  des Gesprächs, das Bernhart Schwenk, Kurator für Gegenwartskunst an der Pinakothek der Modeme, mit Neo Rauch führt. Die Kenntnis der Kunstgeschichte spielt dabei ebenso eine wichtige Rolle wie die geradezu existenzielle Wertschätzung des malerischen Mediums. Auch der Hang zu komplexen Raumkonstruktionen und ein verschlüsseltes Bildvokabular ist beiden Künstlern eigen.

Neo Rauch zählt zweifellos zu den international erfolgreichsten Malern seiner Generation. Seine Malerei verhandelt gesellschaftliche Themen und die psychische Verfasstheit unserer gegenwärtigen Kultur, die sich in unterschiedlichsten Medien artikuliert und mehr denn je durch diese definiert. Rauchs Bilder sind von hoher Dramatik und tiefer Einsamkeit, von Surrealität und Geheimnis geprägt. Die unverwechselbare Malerei knüpft an die große kunsthistorische Tradition an. Neben Künstlern wie Francis Bacon, Joseph Beuys und Georg Baselitz zählt Max Beckmann zu den zentralen Bezugspunkten der Moderne für das Schaffen von Neo Rauch. Im Bestand der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen finden sich zwei bedeutende Werke des Malers: „Wahl“ (1998) und „Kalimuna“ (2003) konnten mit Unterstützung von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V. für die Sammlung Moderne Kunst erworben werden.

Mit 37 Gemälden verfügt die Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne heute über die zweitgrößte Beckmann-Gemäldesammlung weltweit. Das Schaffen eines der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts ist im Max-Beckmann-Saal des Museums in unvergleichlicher Breite und Qualität zu erleben. Das 1977 gegründete Max Beckmann Archiv ist als zentrale Forschungseinrichtung und Dokumenten -sowie Fotosammlung zum Künstler ebenfalls bei den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen angesiedelt und wird von dem gemeinnützigen Verein Freunde des Max Beckmann Archivs gefördert.

Das Künstlergespräch, initiiert von den Freunden des Max Beckmann Archivs, soll die beiden großen Maler in Dialog zueinander treten lassen.

Aufzeichnung vom 10. Februar 2020 im Ernst von Siemens-Auditorium der Pinakothek der Moderne.

Eine Veranstaltung der Freunde des Max Beckmann Archivs e.V.

Seite aus Max Beckmanns Tagebuch (1940)
Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Max Beckmann Archiv, Max Beckmann Nachlässe

Max Beckmann ­­- Edition der Tagebücher

Die 14 erhaltenen Tagebücher Max Beckmanns aus den Jahren 1903/04, 1908/09, 1912/13 und 1940-1950 gehören zu den bedeutenden Quellenschriften der Kunstgeschichte, die bislang dennoch wissenschaftlich unzureichend ediert sind. Vier dieser Tagebücher sind als Teil der Nachlässe Max Beckmann seit 2016 Eigentum des Max Beckmann Archivs an den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, zehn Hefte schenkte die Witwe Mathilde Q. Beckmann an die Rare Book and Manuscript Library der Columbia University New York.

Die lückenlose Transkription, Veröffentlichung und Kommentierung dieser Tagebücher steht im Mittelpunkt des Projekts, dessen Ergebnisse in einer Online-Gesamtausgabe der Tagebücher zugänglich gemacht werden. Jede Tagebuchseite wird zudem als Digitalisat abgebildet. Der Kommentar sowie die Personen-, Orts- und Werkregister ermöglichen der Forschung zu Beckmann wie zur Klassischen Moderne neue Erkenntnisse über die Netzwerke des Künstlers, seine Arbeits- und Lebensumstände sowie wichtige Hinweise zu Provenienzen der Werke und Aspekten des Kunsthandels.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert großzügig die Edition der Tagebücher, die von Dr. Christiane Zeiller und Dr. Nina Peter unter der Leitung von Dr. Oliver Kase bearbeitet wird.

Künste im Exil

Das Max Beckmann Archiv ist ständig und reichlich vertreten in der virtuellen Ausstellung „Künste im Exil“.

Diese Ausstellung bietet einen neu entwickelten Zugang zu Geschichte und Gegenwart des Exils ausdrücklich im Bereich der Künste. Ihr Anliegen ist es, das Exil von Künstlern in seiner ganzen Vielschichtigkeit zu zeigen und anhaltend bewusst zu machen.

„Künste im Exil“ versteht sich als Netzwerkprojekt, das Exponate, Inhalte und Ergebnisse von über 30 Forschungseinrichtungen, Archiven, Ausstellungshäusern und Initiativen virtuell zusammenbringt. Die Federführung des Projekts liegt beim „Deutschen Exilarchiv 1933-1945“ der Deutschen Nationalbibliothek.

Zur virtuellen Ausstellung „Künste im Exil“.

Kurzbiographie Max Beckmann

1884                  
geboren am 12. Februar in Leipzig

1900 – 1903      
Studium an der Großherzoglichen Kunstschule in Weimar

1903 / 1904       
Paris

1904 – 1914     
Berlin, erfolgreich mit dem Frühwerk
Landschaften, Stadtansichten, Bildnisse, Stilleben und vor allem großformatige, anspruchsvolle Figurenbilder religiöser Thematik, aber auch Darstellungen des Zeitgeschehens

1914 - 1916       
Freiwilliger Krankenpfleger im I. Weltkrieg                          
Zahlreiche Zeichnungen und Werke der Druckgraphik vom Kriegsgeschehen, außerdem „Briefe im Kriege“

1916 – 1932      
Frankfurt am Main, tiefgreifender Wandel von Beckmanns Kunst in den Jahren um 1915 („Die Nacht“ 1918 / 1919)
Graphische Folgen mit Blättern zum Kriege und zum Leben in der Großstadt nach dem Kriege, große Bedeutung der Thematik von Theater, Zirkus, Jahrmarkt und Kabarett, ausgiebige Reisen nach Italien und längere Aufenthalte in Paris

Beckmann ist einer der bekanntesten, erfolgreichsten deutschen Maler.

1925
Scheidung von Minna geb. Tube, Heirat mit Mathilde „Quappi“ von Kaulbach

1932
Beginn der Arbeit am ersten Triptychon („Abfahrt“)

1933
Beckmann wird mit zahlreichen anderen von den Nationalsozialisten zum „entarteten“ Künstler erklärt, verliert seine Anstellung an der Städelschule und siedelt nach Berlin über.

1937
Emigration nach Amsterdam

1938
„Meine Theorie der Malerei“, Vortrag anlässlich der Ausstellung „Twentienth Century German Art“ in London

Zunehmende Schwierigkeiten mit Beginn des II. Weltkrieges und Besetzung Hollands durch die Deutschen

Beckmann ist trotzdem außerordentlich produktiv. Es entstehen Hauptwerke, darunter weitere Triptychen sowie die Illustrationen zur „Apokalypse“ und zu „Faust“ II

1947 / 1948
Lehrauftrag an der Washington University Art School in St. Louis, „Briefe an eine Malerin“

1948
Endgültige Übersiedlung in die USA, Professor an der Brooklyn Museum Art School in New York

1950  
Nach Vollendung des neunten Triptychons stirbt Max Beckmann am 27. Dezember in New York.    

 

Bild: Helga Fietz: Max Beckmann im Amsterdamer Atelier, 1938
© Freunde des Max Beckmann Archivs e.V.

Freunde des Max Beckmann Archivs

Die „Freunde des Max Beckmann Archivs“ gehen zurück auf die 1953 gegründete „Max Beckmann Gesellschaft“. Der Verein unterstützt das Archiv und fördert den Ausbau des vorhandenen Bestandes; er stellt darüber hinaus Mittel bereit für Forschung, Publikationen und Restaurierungsprojekte. Die Mitglieder des Vereins genießen zahlreiche Vorteile. Neben der Einbindung in einen interdisziplinären und lebendigen Freundeskreis erhalten die Mitglieder zusätzlich kostenlosen Eintritt in die Pinakotheken und zu den Veranstaltungen des Vereins. Hierzu gehören Lesungen, Vorträge, Reisen und gemeinsame Ausstellungsbesuche.

Werden auch Sie Mitglied des Freundeskreises und unterstützen Sie die zahlreichen Aktivitäten des Max Beckmann Archivs zur weiteren Erforschung des Künstlers. Wir laden Sie hierzu herzlich ein!

Die Jahresmindestbeiträge für Mitglieder der „Freunde des Max Beckmann Archivs e.V.“ sind folgende:

EUR 100,- für Einzelpersonen
EUR 150,- für eine Paarmitgliedschaft
EUR 25,- für Studenten
EUR 512,- für juristische Personen bzw. Personenvereinigungen

Für Jahresbeiträge und Spenden erhalten Sie eine steuerliche abzugsfähige Spendenquittung.

SATZUNG (PDF)

BEITRITTSERKLÄRUNG (PDF)

Um Mitglied der „Freunde des Max Beckmann Archivs e.V.“ zu werden, drucken Sie bitte die Beitrittserklärung aus und schicken diese per Post an folgende Adresse:

Max Beckmann Gesellschaft e. V.
Barer Straße 29
D-80799 München

Vorsitzende
Mayen Beckmann

Vorstand
Prof. Dr. Wolfgang Augustyn
Mayen Beckmann
Britta Biergans
Dr. Oliver Kase
Prof. Dr. Bernhard Maaz
Jeanette Scholz
Dr. Christiane Zeiller
Dr. Ludwig von Zumbusch

Geschäftsstellenleitung
Eva Reich

Bild: Martin Mosebach bei seinem Vortrag „Vermeers Zimmer“ am 29. Januar 2014 in der Pinakothek der Moderne

Bestandsüberblick

Im Archiv werden 5.000 Briefe, darunter knapp 300 Autographen Max Beckmanns, sowie Briefe von Thomas Mann, Walter Benjamin, Sigmund Freud und anderen aufbewahrt. Eigene große Komplexe stellen die Briefe Max Beckmanns an Günther Franke, Stephan Lackner und Reinhard Piper dar, sowie die Briefe Mathilde "Quappi" Beckmanns an ihre Schwester Hedda. Es befinden sich auch viele Briefe im Archiv, die Freunde und Bekannte des Künstlers unter einander gewechselt haben, wie etwa die beiden Kunsthändler Günther Franke und J. B. Neumann. Zahlreich ist das Material, das von Stephan Lackner bzw. dessen Nachkommen an das Archiv gelangt ist, darunter viele Typoskripte und sämtliche Publikationen des Schriftstellers.

Zudem werden 1000 Briefe des Expressionismus an den Frankfurter Mäzen und Sammler Carl Hagemann (1867 – 1940) im Max Beckmann Archiv aufbewahrt. Die teilweise mit Zeichnungen versehenen Briefe, vor allem von Mitgliedern der „Brücke“, gehörten zum Nachlass von Carl Hagemann, einem der großen Mäzene dieser Bewegung. Das Briefkonvolut ist für die deutsche Geschichte und Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts von einzigartiger Bedeutung. Die Erwerbung ist mit freundlicher Hilfe der Ernst von Siemens Kunststiftung, der Kulturstiftung der Länder, der Bayerischen Landesstiftung, der Hubert Burda Stiftung, des Eleonora-Schamberger-Nachlasses sowie privaten Spendern und Eigenmitteln gelungen.

Im Max Beckmann Archiv werden auch ca. 6.000 Photographien, etwa 60.000 Zeitungsausschnitte und weit über 1.400 Spezialpublikationen aufbewahrt.Der umfangreiche Bestand wird laufend ergänzt. Es werden außerdem die Werkverzeichnisse der Gemälde, Zeichnungen, Druckgraphik und Skulptur sowie die Bibliographie auf dem aktuellen Stand gehalten.

 

Bild aus: Max Beckmann, Briefe an eine Malerin, 1948, geschenkt von Maja und Mayen Beckmann
© Freunde des Max Beckmann Archivs e.V.

Neuerwerbungen

2013 gelangten zwei wichtige Konvolute als Geschenke an die Gesellschaft: zum einen das zehnte Konvolut aus dem Nachlass Stephan Lackners, das seine Söhne schenkten und das unter anderem Photos der Familie, Kopien von Briefen Stephan Lackners und seines Vaters an Max Beckmann, Typoskripte eigener Schriften sowie Kleinschriften enthält. Der andere große Neuzugang war das Konvolut aus dem Nachlass von Günter Busch, vermittelt durch dessen Sohn, Professor Werner Busch, das neben zahlreichen Entwürfen zu eigenen Reden und Aufsätzen, Zeitungsartikeln und Kleinschriften auch wertvolle Autographen umfasst, darunter von Minna Beckmann-Tube, Helmuth Lütjens, Marie-Louise von Motesiczky und vielen anderen.

2014 konnte ein Konvolut von 16 Autographen Julius Meier-Graefes an den Verleger Reinhard Piper ersteigert werden, das eine wertvolle Ergänzung zu den Archivbeständen von Briefen Max Beckmanns an Reinhard Piper sowie Briefen und Photos von Meier-Graefe darstellt. Ein Brief Max Beckmanns an Alfred Kubin aus dem Jahr 1922 wurde ebenfalls in diesem Jahr gekauft (vgl. Abb.), außerdem ein Brief des Künstlers an Benno Reifenberg. Als Schenkung von Jörg und Sabine Maaß kam ein Brief Max Beckmanns an Theo Garve hinzu. Schließlich haben die Söhne Stephan Lackners dem Verein für das Archiv ein weiteres, das mittlerweile elfte Konvolut mit wichtigen Materialien aus dem Nachlass ihres Vaters vermacht.

2015 wurde das Konvolut Josefa Simon erworben. Josefa Simon ist die Tochter von Irma und Heinrich Simon. Das Ehepaar Simon zählte zu Max Beckmanns wichtigsten Frankfurter Freunden und Förderern. Der Nachlass enthält unter anderem interessante unveröffentlichte Autographen von Max und Quappi Beckmann einschließlich einer Photographie von beiden und einem größeren Porträtphoto des Künstlers sowie etliche Kleinschriften, Ausstellungskataloge und Zeitungsausschnitte. In demselben Jahr sind weitere wertvolle Konvolute als Schenkung in das Archiv gekommen. Zum einen haben die Nachkommen von Wolfgang Frommel wertvolles Material geschenkt. Es handelt sich dabei um viele Briefe samt Postkarten von Wolfgang Frommel an Gretel Bilger, Heim-Harro Scheiner, Otto Hallen, Veronika Poll-Frommel, Elisabeth Frommel, Magdalene Haass-Berkow und andere. Sie stellen eine wichtige Bereicherung des Bestandes dar, da im Max Beckmann Archiv bereits Materialien von Wolfgang Frommel wie auch seines Kreises vorhanden sind. Von Dieter Weingärtner gelangten Materialien aus den Nachlässen Lili von Braunbehrens’ und Fridel Battenbergs an das Archiv. Beide Damen standen um 1920 in näherer Beziehung zu Max Beckmann, wie sich aus etlichen seiner Werke erschließen lässt. In dem Konvolut befinden sich unter anderem Briefe von Maja und Peter Beckmann, Günter Busch, Erhard Göpel, Benno Reifenberg, Hanns Swarzenski und Peter Zingler. Letzterer war dem Künstler besonders während des Ersten Weltkrieges verbunden.

Im Mai und Juni 2016 gingen zwei umfangreiche und bedeutende Konvolute an Autographen aus dem Nachlass des Hamburger Kaufmannes Henry B. Simms als Geschenke der Nachkommen, der Enkelin Nina Katzenstein und der Urenkelin Charlotte Mühlinghaus, an das Archiv.

 

Bild: Max Beckmann an Alfred Kubin, 31. Oktober 1922
© Freunde des Max Beckmann Archivs e.V.

Publikationen

Publikationen, auch in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Max Beckmann. Reihe Junge Kunst, Band 26
Christiane Zeiller. Mit einem Essay von Bernhard Maaz
Kurzinformation und Einleitung zum Band (PDF)
Klinkhardt & Biermann Verlag, München 2019
80 Seiten, 46 Farb- und 15 SW-Abbildungen
11,90 Euro | ISBN: 978-3-943616-48-4

Max Beckmann. Beiträge 2019
Mit Beiträgen von Eugen Blume, Hedda Finke, Christian Lenz, Jörn Pabst, Anja Tiedemann, Stephan von Wiese et al.
(= Hefte des Max Beckmann Archivs 16). München 2019
182 Seiten
28 Euro

Max Beckmann. Beiträge 2017
Mit Beiträgen von Françoise Forster-Hahn, Christian Lenz und Eva Reich.
(= Hefte des Max Beckmann Archivs 15). München 2017
124 Seiten
20 Euro

Max Beckmann. Beiträge 2016
Mit Beiträgen von Eugen Blume, Wolfgang Kemp, Christian Lenz, Eva Reich und Christiane Zeiller.
(= Hefte des Max Beckmann Archivs 14). München 2016
132 Seiten
15 Euro

Max Beckmann. Beiträge 2012
Mit Beiträgen von Andrea Christine Bambi, Kirsten Fitzke, Christian Lenz und Christiane Zeiller.
(=Hefte des Max Beckmann Archivs 13). München 2012
128 Seiten
20 Euro

Max Beckmann Archiv. Erwerbungen 2008-2010
Bearbeitet von Christian Lenz
(= Hefte des Max Beckmann Archivs 11/12). München 2010
230 Seiten
vergriffen

Max Beckmann. Die Skizzenbücher.
Ein Kritischer Katalog. 2 Bände. In Deutsch und Englisch.

Christiane Zeiller. Mit einem Beitrag von Gerd Presler
Hrsg. von der Max Beckmann Gesellschaft e.V.
und den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen.
Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2010.
976 Seiten │1466 Abbildungen
248 Euro
Das Buch ist auch in englischer Sprache erschienen.

Max Beckmann Archiv. Erwerbungen 1985-2008
Bearbeitet von Christian Lenz
(= Hefte des Max Beckmann Archivs 10). München 2008
136 Seiten
17 Euro

Max Beckmann. Bibliographie 1994 - 2007 und Nachträge
Bearbeitet von Helena Pereña Sáez unter Mitwirkung von Mayen Beckmann und Christiane Zeiller
(= Hefte des Max Beckmann Archivs 9). München 2007
80 Seiten
18 Euro

Max Beckmann. Exil in Amsterdam
Herausgegeben von der Pinakothek der Moderne, München. Mit Beiträgen von
Carla Schulz-Hoffmann, Christian Lenz, Beatrice von Bormann, Felix Billeter, Marco Pesarese und Christiane Zeiller.
440 Seiten│273 Abbildungen
Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2007.
49,80 Euro
Das Buch ist auch in englischer Sprache erschienen

Markus Lüpertz, Zwei Kerzen leuchten. Für Max Beckmann
Rede anlässlich der Jahresversammlung der Max Beckmann Gesellschaft.
Pinakothek der Moderne, 9. Februar 2006. München 2006
28 Seiten
7 Euro

Eugen Blume, Erhard Göpel. Rede anlässlich des 100. Geburtstages
Pinakothek der Moderne, Max Beckmann Saal, 6. Juni 2006. München 2006
20 Seiten
7 Euro

Max Beckmann. Beiträge 2004-2005
Von Christian Lenz, Norbert Miller, Thomas Noll und Christiane Zeiller (= Hefte des Max Beckmann Archivs 8). München 2006
112 Seiten
30 Euro

Christiane Zeiller, Max Beckmann. Die frühen Jahre
(= Diss. München 2001). Weimar 2003
381 Seiten
36,20 Euro

Max Beckmann. Beiträge 2002
Von Ralph Häfner, Christian Lenz und Manfred Osten (= Hefte des Max Beckmann Archivs 7). München 2003
71 Seiten
13 Euro

Max Beckmann. Aufsätze
Mit Beiträgen von Jörn Pabst, Christian Lenz und Thomas Noll (= Hefte des Max Beckmann Archivs 6). München 2002
72 Seiten
17 Euro

Max Beckmann. Selbstbildnisse. Zeichnung und Druckgraphik
In Zusammenarbeit mit dem Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig.
Neue Pinakothek, 17. November 2000 bis 28. Januar 2001. Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig, 22. Februar bis 6. Mai 2001.
Ausstellungskatalog, bearbeitet von Thomas Döring und Christian Lenz. Edition Braus, Heidelberg 2000
328 Seiten
25 Euro

Christian Lenz, Max Beckmann und die Alten Meister. "Eine ganz nette Reihe von Freunden"
Edition Braus, Heidelberg 2000,
208 Seiten
26 Euro

Stephan Lackner, der Freund Max Beckmanns
Staatsgalerie moderner Kunst. 3. Februar bis 9. April 2000.
Ausstellungskatalog (= Hefte des Max Beckmann Archivs 5), bearbeitet von Christian Lenz, mit Beiträgen von Stephan Lackner, Marco Pesarese und Christiane Zeiller. München 2000
120 Seiten
15,50 Euro

(Die Ausstellung ging weiter nach Frankfurt am Main, Deutsche Bibliothek, 13. März bis 24. April 2001 und zum Goethe-Institut nach Paris, 19. September bis 31. Oktober 2002, Katalog in Französisch 15,50 Euro)

Max Beckmann und Günther Franke
Staatsgalerie moderner Kunst, 20. Januar bis 2. April 2000.
Ausstellungskatalog (= Hefte des Max Beckmann Archivs 4), bearbeitet von Felix Billeter. München 2000
133 Seiten
15,50 Euro

Max Beckmann. Vorträge 1996- 1998
Publikation der Vorträge im Rahmen des Freundeskreises Max Beckmann Archiv e.V. (= Hefte des Max Beckmann Archivs 3). Mit Beiträgen von Joachim Poeschke, Christian Lenz, Ernst-Gerhard Güse, Carla Schulz-Hoffmann und Stephan von Wiese. München 2000
Vergriffen

Minna Beckmann -Tube
Staatsgalerie moderner Kunst, 12. Februar bis 26. April 1998.
Ausstellungskatalog (= Hefte des Max Beckmann Archivs 2), bearbeitet von Christian Lenz und Christiane Zeiller. München 1998
78 Seiten
13 Euro

Max Beckmann. Briefe an Reinhard Piper
Staatsgalerie moderner Kunst 29. September bis 20. November 1994.
Ausstellungskatalog (=Patrimonia 95, herausgegeben von der Kulturstiftung der Länder in Verbindung mit den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen), bearbeitet von Christian Lenz. München 1994
79 Seiten
13 Euro

Max Beckmann. Bibliographie 1971 - 1993
(= Hefte des Max Beckmann Archivs 1), bearbeitet von Felix Billeter, Alina Dobrzecki und Christian Lenz. München 1994
77 Seiten
5,50 Euro

Projekte

Wissenschaftliche Projekte

Dr. Christiane Zeiller und Dr. Nina Peter unter der Leitung von Dr. Oliver Kase
Max Beckmann ­­- Edition der Tagebücher
Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft
Weitere Informationen zum Forschungsprojekt

Anja Tiedemann
Max Beckmann - Catalogue Raisonné der Gemälde
Auf Initiative und finanziert durch die Franz Dieter und Michaela Kaldewei Kulturstiftung, Ahlen

Stephan von Wiese, Hedda Finke
Max Beckmann – Werkverzeichnis der Zeichnungen

Barbara C. Buenger
Max Beckmann in Germany, 1904-1937

Abgeschlossene Projekte

Felix Billeter
Forschungsprojekt der Bayerischen Staatgemäldesammlungen und der Städtischen Galerie im Lenbachhaus
Kunsthändler, Sammler, Stifter: Günther Franke als Vermittler moderner Kunst in München 1923-1976,
In: Schriften der Forschungsstelle Entartete Kunst (Band 11)
Mit Beiträgen von Andrea Bambi, Alex Drecoll, Christian Fuhrmeister, Meike Hopp, Gesa Jeuthe und Irene Netta
2017 bei De GRUYTER erschienen

Lynette Roth
Saint Louis Art Museum
Bestandskatalog der Gemäldesammlung Max Beckmanns

2015 bei DelMonico Books/ Prestel erschienen

Christiane Zeiller
Max Beckmann. Die Skizzenbücher. Ein Kritischer Katalog. Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft
2010 bei Hatje Cantz erschienen

Kontakt

Das Max Beckmann Archiv ist für wissenschaftliche Zwecke öffentlich zugänglich.
Für die Arbeit im Archiv ist eine Terminvereinbarung notwendig.

Ansprechpartner:
Dr. Christiane Zeiller
Eva Reich, Dipl.-Kulturwirtin

Zuständiger Referent:
Dr. Oliver Kase
Sammlungsleiter Klassische Moderne I Head of Modern Art
Bayerische Staatsgemäldesammlungen

Sie erreichen uns per E-Mail: info@max-beckmann-archive.org

Max Beckmann Archiv
Barer Str. 29
D 80799 München

Tel.: +49 (0)89 23805 327
Fax: +49 (0)89 23805 127