Flora (nach Tizian) (M+)

August Wolf

Flora (Copy of a painting by Titian (1485/90–1576), c. 1515–20, in the Uffizi, Florence), 1879

Öl auf Leinwand, 80,5 x 64,8 cm
1879 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11688

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Flora (Copy of a painting by Titian (1485/90–1576), c. 1515–20, in the Uffizi, Florence)

It has not been established whether Titian’s painting depicts Flora, the Roman goddess of flowers and spring, or a Venetian courtesan. The picture’s sensuous, erotic aura made it very popular, and in the nineteenth century it was one of the most frequently copied works in the Uffizi.

August Wolf (1842 ‐ 1915)

Leben und Werk

Geboren am 20. April 1842 in Weinheim an der Bergstraße, gestorben am 19. Februar 1915 in Venedig. – Wolf absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Goldschmied, bevor er sich an der Kunstschule in Nürnberg und bei Hans Canon in Karlsruhe weiterbildete. 1868 ging er mit einem Stipendium nach Dresden, um in der Gemäldegalerie zu kopieren. 1869 übersiedelte er nach München, wo er über Franz Lenbach mit Schack bekannt wurde. Im Auftrag des Sammlers ging Wolf im Sommer 1870 nach Venedig, um in den Galerien und Kirchen der Stadt für Schack Kopien nach Gemälden alter Meister zu malen. Venedig blieb von da an der Wohnsitz und Lebensmittelpunkt des Künstlers. Er heiratete die Venezianerin Emilia Ferrari, mit der er zwei Söhne hatte, den späteren Maler Theodor Wolf und den späteren Komponisten Ermanno Wolf-Ferrari (1876–1948). Im Gegensatz zu Lenbach, der für Schack in Rom, Florenz und Madrid ausschließlich in Galerien und meist kleinere Formate kopierte, bestand der Auftrag anWolf darin, Hauptwerke in den Kirchen Venedigs zu reproduzieren. Da die Kopien vor Ort und in Originalgröße anzufertigen waren, bedeutete dies eine nicht unerhebliche physische und organisatorische Belastung für den Maler, der er sich jedoch bereitwillig unterzog. In den Jahren bis 1881 entstanden so 41 Kopien hauptsächlich nach venezianischer Malerei des 16. Jahrhunderts für die Sammlung des Grafen Schack. Später war Wolf auch für andere Auftraggeber in Deutschland und Amerika tätig. Neben denKopien hat Wolf auch eigene Bilder gemalt, in denen er Stil und Themen des venezianischen Cinquecento variierte.

August Wolf

The Virgin and Child Enthroned with Sts Nicasius and Francis (Copy of a painting by Giorgione (1477/78–1510), c. 1504, in the cathedral of Castelfranco Veneto), 1876

Öl auf Leinwand, 203,5 x 147,2 cm
1876 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11506

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August Wolf

The Procurator Antonio Cappello (Copy of a painting by Jacopo Tintoretto (1519–1594), c. 1560–65, in the Accademia, Venice), 1872

Öl auf Leinwand, 115,0 x 86,3 cm
Vor 1874 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11679

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August Wolf

The Procurator Jacopo Soranzo (Copy of a painting by Jacopo Tintoretto (1519–1594), c. 1550, in the Accademia, Venice), 1873 (?)

Öl auf Leinwand, 106,0 x 91,6 cm
1873 (?) durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11682

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August Wolf

The Tempest (La tempesta) (Copy of a painting by Giorgione (1477/78–1510), c. 1506–08, in the Accademia, Venice), 1870

Öl auf Leinwand, 80,3 x 71,6 cm
nach 1870 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11487

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August Wolf

The Virgin and Child Enthroned, with Two Musician Angels and Sts Nicholas, Peter, Mark and Benedict (Copy of a triptych by Giovanni Bellini (1431/36–1516), 1488, in the Frari church, Venice), 1870/71

Öl auf Leinwand
1870/71 durch Adolf Friedrich Graf von Schack erworben
Inv. Nr. 11504

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