Ostende (M+)

Joseph Mallord William Turner

Ostende, 1844

Öl auf Leinwand, 91,6 x 122,0 cm
1975 aus dem Kunsthandel erworben
Inv. Nr. 14435

Details   

Ostende

Turner was one of the most innovative landscape painters of his time. Although his choice of motif frequently owed much to Claude Lorraine and the classical tradition, his approach to nature was much bolder. As this painting indicates, he had a particularly strong feeling for sublime subjects in extreme atmospheric conditions, which culminated in his late work in almost abstract colour compositions.

Joseph Mallord William Turner (1775 ‐ 1851)

Leben und Werk

Geboren am 23. April 1775 in London, gestorben am 19. Dezember 1851 in Chelsea. Turner, der seit 1789 an der Royal Academy studierte und wohl zur gleichen Zeit eine Ausbildung bei Thomas Malton d. J. absolvierte, stellte schon 1790 seine ersten Aquarelle in der Royal Academy aus. Seit 1796 fast jährlich dort vertreten, wurde er 1802 zum Mitglied der Royal Academy ernannt und 1807 Professor für Perspektivlehre. Seine erste Reise auf den Kontinent galt Frankreich und der Schweiz; weitere Studienreisen durch Europa führten ihn bis 1845 wiederholt nach Venedig, Rotterdam, an den Rhein und nach München. 1807 begann Turner mit der Veröffentlichung seines Stichwerks »Liber Studiorum«. Turner verarbeitete seine Reiseskizzen zu immer neuen Visionen, wobei er häufig neue Techniken für sich erprobte. Vom Gegenstand weitgehend gelöst, spürt sein durchaus malerischer Stil ganz der einhüllenden Atmosphäre des Lichts nach. Empfindsam für die Symptome seiner eigenen Zeit, verband er in seinen Bildschöpfungen die Traditionen antiker wie nationaler Thematik.