Die Heilige Familie unter dem Portikus (M+)

Friedrich Wilhelm von Schadow

The Holy Family beneath the Portico, 1818

Öl auf Leinwand, 142,5 x 102,4 cm
1818 durch Kronprinz Ludwig vom Künstler erworben
Inv. Nr. WAF 918

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The Holy Family beneath the Portico

The painting "Holy Family beneath the Portico" is a major work of the young artist which already shows his fully developed competence as a colorist. The depiction of the Holy Family is done in the style of panel paintings of the late Middle Ages. Maria is seated in a loggia and holds the Christ child in her lap. There are a few steps that lead out into the open from the back of the loggia where Joseph with an axe is at work with his carpentry.

The depiction of every-day tasks, as well as of material attributes, such as the flowers on the windowsill, the open book, the pomegranate being held by the Christ child and the foot of the Virgin peeking out from her garment, is taken from late Medieval art, which the Nazarenes wanted to revive. In contrast, the far-off landscape and the rows of houses to the right invest the painting with a more classical-southern Italian feel.

Friedrich Wilhelm von Schadow (1788 ‐ 1862)

Leben und Werk

1811 ging der junge Berliner Maler Wilhelm Schadow zusammen mit seinem älteren Bruder, dem Bildhauer Rudolph, mit einem durch Alexander von Humboldt vermittelten Stipendium nach Rom. Dort schlossen sich die Brüder dem Lukasbund um Friedrich Overbeck an. Schadow identifizierte sich so mit den Idealen der Nazarener, dass er zum katholischen Glauben übertrat. Diese Rückkehr zu einer dogmatisch-allumfassenden Interpretation des christlichen Glaubens war Ausdruck der Hinwendung zum mittelalterlichen Ideal der Einheit von Kunst, Religion und Nation. Unter den Zeitgenossen allerdings lösten die Konversionen einzelner Nazarener wie Schadow jedoch heftigen Widerspruch aus. 1819 wurde Schadow als Professor an die Berliner Akademie berufen, und 1826 wurde er als Nachfolger von Peter Cornelius Direktor der Akademie in Düsseldorf. Als einer der ersten Nazarener in einer führenden Position nahm Schadow eine Schlüsselstellung bei der Vermittlung des nazarenischen Gedankengutes an folgende Künstlergenerationen ein. Schadows Malstil war ganz im Sinne des Lukasbundes an den alten Meistern des Quattrocento bzw. der altdeutschen und altniederländischen Malerei orientiert. Seine Werke heben sich aber durch starke Naturtreue und einen ausgeprägten Kolorismus von der eher formalen und linearen Kunst der übrigen Lukasbrüder ab.

Friedrich Wilhelm von Schadow

Portrait of a Young Roman Woman (Angelina Magatti), 1818

Öl auf Leinwand, 94,1 x 78,8 cm
Leihgabe der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, München
Inv. Nr. L 267

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Friedrich Wilhelm von Schadow

Fanny Ebers, um 1826/27

Öl auf Leinwand, 176,0 x 111,5 cm
1931 aus Privatbesitz erworben (vormals: L 379)
Inv. Nr. 9671

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Friedrich Wilhelm von Schadow

Joseph Interprets Dreams, um 1816

Öl auf Papier, auf Pappe geklebt, 34,6 x 31,2 cm
1927 aus dem Kunsthandel erworben
Inv. Nr. 9408

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