Nicolas Châtelain im Garten (M+)

Johann Friedrich August Tischbein

Nicolas Châtelain in the Garten, 1791

Öl auf Leinwand, 219,0 x 133,5 cm
1926 aus dem Kunsthandel erworben
Inv. Nr. 9383

Details   

Nicolas Châtelain in the Garten

Johann Friedrich August Tischbein (1750 ‐ 1812)

Leben und Werk

Geboren am 9. März 1750 in Maastricht, gestorben am 21. Juni 1812 in Heidelberg. Nach erster Ausbildung bei seinem Vater und seinem Onkel Johann Heinrich d. Ä. ging Tischbein 1772 mit einem Stipendium zur Weiterbildung nach Paris ins Atelier des Kupferstechers Johann Georg Wille. Zunächst durch Jean-Baptiste Greuze und Elisabeth Vigée-Lebrun beeinflusst, wandelte sich seine Auffassung während des anschließenden Italienaufenthalts, wo er mit Jacques-Louis David und Anton Raphael Mengs in Berührung kam; in Wien beeinflusste ihn der Kolorismus Heinrich Fügers. Von 1780 an, als er Kabinettmaler des Fürsten Christian August von Waldeck in Arolsen wurde, folgten Reisen quer durch Deutschland. 1800 wurde er in Leipzig zum Direktor der Akademie ernannt. Neben Anton Graff war Tischbein, der von 1806 bis 1808 am St. Petersburger Hof arbeitete, der bekannteste Porträtmaler Deutschlands im ausgehenden 18. Jahrhundert.