Max Beckmann Archiv

Max Beckmann Archiv

Das Max Beckmann Archiv, hervorgegangen aus dem Archiv der ersten Max Beckmann Gesellschaft, ist einem der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts gewidmet. Hauptaufgabe des Archivs ist es, Materialien und Informationen zu sammeln, die das Leben und Schaffen Max Beckmanns in allen Facetten erhellen. Darüber hinaus werden mit eigenen Veröffentlichungen, Ausstellungen und Vortragsreihen Beiträge zur Beckmann-Forschung geleistet. Zu diesem Zweck werden die Materialien (Autographen, Zeitungsausschnitte, Fotos usw.) systematisch bearbeitet und für Forschungszwecke zur Verfügung gestellt.

Das Max Beckmann Archiv bewahrt über 5000 Briefe, darunter knapp 300 Autographen Max Beckmanns auf, außerdem ca. 6000 Photographien, etwa 60.000 Zeitungsausschnitte und weit über 800 Spezialpublikationen. Nicht publiziertes Material wie Vorträge oder Magisterarbeiten zählt ebenso zu dem stetig anwachsenden Archiv wie Videofilme und Tonträger. Zu jedem Werk Max Beckmanns wird ein eigener Akt angelegt, ebenso wie zu Personen aus seinem Umkreis. Das Archiv ist eine Abteilung der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und wird von der Max Beckmann Gesellschaft betreut. Diese hat umfangreiche, eigene Bestände.

Der Bestand wird laufend durch Neuerwerbungen und Schenkungen ergänzt. Das Archiv hält außerdem die Werkverzeichnisse der Gemälde, Zeichnungen, Druckgraphiken und Skulpturen sowie die Bibliographie auf dem aktuellen Stand. Mit eigenen Veröffentlichungen, den Heften des Max Beckmann Archivs, Ausstellungen und Vortragsreihen werden Beiträge zur Beckmann-Forschung geleistet.

Max Beckmann. Self-Portrait in Blue Jacket, 1950.
Saint Louis Art Museum, Bequest of Morton D. May
© 2016 Artists Rights Society (ARS), New York / VG Bild-Kunst, Bonn

Aktuelles

Max Beckmann in New York
19. Oktober 2016 – 20. Februar 2017

Im Fokus der Ausstellung steht die besondere Verbindung des Künstlers zu New York City. Gezeigt werden 14 Gemälde, die Beckmann malte, während er von 1949 bis 1950 dort lebte, sowie 25 frühere Werke aus den Jahren 1920 bis 1948 aus New Yorker Sammlungen.

The Met Fifth Avenue, Gallery 199 (Special Exhibition Gallery)

The Metropolitan Museum of Art
http://www.metmuseum.org

Künste im Exil

Das Max Beckmann Archiv ist ständig und reichlich vertreten in der virtuellen Ausstellung „Künste im Exil“.

Diese Ausstellung bietet einen neu entwickelten Zugang zu Geschichte und Gegenwart des Exils ausdrücklich im Bereich der Künste. Ihr Anliegen ist es, das Exil von Künstlern in seiner ganzen Vielschichtigkeit zu zeigen und anhaltend bewusst zu machen.

„Künste im Exil“ versteht sich als Netzwerkprojekt, das Exponate, Inhalte und Ergebnisse von über 30 Forschungseinrichtungen, Archiven, Ausstellungshäusern und Initiativen virtuell zusammenbringt. Die Federführung des Projekts liegt beim „Deutschen Exilarchiv 1933-1945“ der Deutschen Nationalbibliothek.

Zur virtuellen Ausstellung „Künste im Exil“.

Kurzbiographie Max Beckmann

1884                  
geboren am 12. Februar in Leipzig

1900 – 1903      
Studium an der Großherzoglichen Kunstschule in Weimar

1903 / 1904       
Paris

1904 – 1914     
Berlin, erfolgreich mit dem Frühwerk
Landschaften, Stadtansichten, Bildnisse, Stilleben und vor allem großformatige, anspruchsvolle Figurenbilder religiöser Thematik, aber auch Darstellungen des Zeitgeschehens

1914 - 1916       
Freiwilliger Krankenpfleger im I. Weltkrieg                          
Zahlreiche Zeichnungen und Werke der Druckgraphik vom Kriegsgeschehen, außerdem „Briefe im Kriege“

1916 – 1932      
Frankfurt am Main, tiefgreifender Wandel von Beckmanns Kunst in den Jahren um 1915 („Die Nacht“ 1918 / 1919)
Graphische Folgen mit Blättern zum Kriege und zum Leben in der Großstadt nach dem Kriege, große Bedeutung der Thematik von Theater, Zirkus, Jahrmarkt und Kabarett, ausgiebige Reisen nach Italien und längere Aufenthalte in Paris

Beckmann ist einer der bekanntesten, erfolgreichsten deutschen Maler.

1925
Scheidung von Minna geb. Tube, Heirat mit Mathilde „Quappi“ von Kaulbach

1932
Beginn der Arbeit am ersten Triptychon („Abfahrt“)

1933
Beckmann wird mit zahlreichen anderen von den Nationalsozialisten zum „entarteten“ Künstler erklärt, verliert seine Anstellung an der Städelschule und siedelt nach Berlin    über.

1937
Emigration nach Amsterdam

1938
„Meine Theorie der Malerei“, Vortrag anlässlich der Ausstellung „Twentienth century German art“ in London

Zunehmende Schwierigkeiten mit Beginn des II. Weltkrieges und Besetzung Hollands durch die Deutschen

Beckmann ist trotzdem außerordentlich produktiv. Es entstehen Hauptwerke, darunter weitere Triptychen sowie die Illustrationen zur „Apokalypse“ und zu „Faust“ II

1947 / 1948
Lehrauftrag an der Washington University Art School in St. Louis, „Briefe an eine Malerin“

1948
Endgültige Übersiedlung in die USA, Professor an der Brooklyn Museum Art School in New York

1950  
Nach Vollendung des neunten Triptychons stirbt Max Beckmann am 27. Dezember in New York.    

Max Beckmann Gesellschaft

1996 wurde der „Freundeskreis Max Beckmann Archiv e.V.“ gegründet, der seit dem Jahre 2005 „Max Beckmann Gesellschaft e.V.“ heißt. Zweck der Gesellschaft ist die Unterstützung des der Öffentlichkeit zugänglichen Max Beckmann Archivs auf wissenschaftlichem Gebiet durch den Ausbau des vorhandenen Bestandes (Autographen, Photographien, Typoskripte und anderes Archivmaterial) und Bereitstellung von Mitteln für Forschung, Publikationen, Ausstellungen, Vorträge usw. Dadurch soll zugleich das Ansehen Max Beckmanns lebendig gehalten und gefördert werden. Die Mitglieder erhalten dafür Jahresgaben, zahlen ermäßigte Eintrittspreise bei Veranstaltungen der Gesellschaft und besuchen gemeinsam wichtige Ausstellungen.

Wir würden uns freuen, wenn auch Sie Mitglied der „Max Beckmann Gesellschaft e.V.“ würden.

Die Jahresmindestbeiträge für Mitglieder der „Max Beckmann Gesellschaft e.V.“ sind folgende:

EUR 52,- für Einzelpersonen
EUR 77,- für Ehepaare
EUR 512,- für juristische Personen bzw. Personenvereinigungen

Für Jahresbeiträge und Spenden erhalten Sie eine steuerliche abzugsfähige Spendenquittung.

SATZUNG (PDF)

ANMELDEFORMULAR (PDF)

Um Mitglied des „Max Beckmann Gesellschaft e. V.“ zu werden, drucken Sie bitte unser Anmeldeformular aus* und schicken Sie es uns per Post an folgende Adresse:

Max Beckmann Gesellschaft e. V.
Barer Straße 29
D-80799 München

Vorstand
Mayen Beckmann
Dr. Bernhard Maaz
Dr. Hans-Paul Ottmann
Jeanette Scholz
Dr. Kai Werner
Dr. Kuno Wilhelm

Vorsitzender
Prof. Dr. Christian Lenz

 

Bild: Martin Mosebach bei seinem Vortrag „Vermeers Zimmer“ am 29.1.2014 in der Pinakothek der Moderne

Bestandsübersicht

Bestandsüberblick

Im Archiv werden 5.000 Briefe, darunter knapp 300 Autographen Max Beckmanns, sowie Briefe von Thomas Mann, Walter Benjamin oder Sigmund Freud u. a. aufbewahrt. Eigene große Komplexe stellen die Briefe Max Beckmanns an Günther Franke, Stephan Lackner und Reinhard Piper dar, sowie die Briefe Mathilde "Quappi" Beckmanns an ihre Schwester Hedda. Es befinden sich auch viele Briefe im Archiv, die Freunde und Bekannte des Künstlers unter einander gewechselt haben, wie etwa die beiden Kunsthändler Günther Franke und I. B. Neumann. Zahlreich ist das Material, das von Stephan Lackner bzw. dessen Nachkommen an das Archiv gelangt ist, darunter viele Tiposkripte und sämtliche Publikationen des Schriftstellers.

Im Max Beckmann Archiv werden außerdem ca. 6.000 Photographien, etwa 60.000 Zeitungsausschnitte und 1.400 Spezialpublikationen aufbewahrt. Ein großer Teil dieser Bestände ist Eigentum der Max Beckmann Gesellschaft, ein anderer Teil gehört den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Der umfangreiche Bestand wird laufend ergänzt. Es werden außerdem die Werkverzeichnisse der Gemälde, Zeichnungen, Druckgraphik und Skulptur sowie die Bibliographie auf dem aktuellen Stand gehalten.

Korrespondenz von Mathilde Quappi Beckmann an Stephan Lackner
Geschenk der Söhne von Stephan Lackner, Peter, Lucas und Tom

Im Dezember 2011 gelangte durch eine neuerliche großzügige Schenkung wichtiges Material an das Max Beckmann Archiv. Es handelt sich um insgesamt 92 Schriftstücke Korrespondenz von Mathilde Q. Beckmann mit Beckmanns Freund und Sammler Stephan Lackner. Aus den Briefen Quappis und den Durchschlägen der Antworten Lackners aus den Jahren 1951, kurz nach dem Tod des Malers, bis 1984 werden interessante Bezüge, Informationen zu einzelnen Werken Beckmanns und biographische Details ersichtlich. Das Konvolut stellt eine wichtige Ergänzung der vorausgegangenen Erwerbungen dar, zum größten Teil Schenkungen, von Stephan Lackner selbst und seinen Söhnen.

Konvolut Stephan Lackner VII
Geschenk der Söhne von Stephan Lackner, Peter, Lucas und Tom

Im September 2010 gelangte weiteres wichtiges Material aus dem Nachlass des mit Max Beckmann befreundeten Schriftstellers und Sammlers Stephan Lackner als Geschenk an das Archiv. Es umfasst ca. 3000 Schriftstücke: den Schriftwechsel Stephan Lackners über mehrere Jahrzehnte mit zahlreichen Personen und Institutionen, alles unveröffentlicht. Bei den meisten Briefen lag als Durchschlag auch Lackners Antwort bei. Dazwischen befinden sich als Beilagen viele Einladungen, Zeitungsausschnitte und Prospekte. Die außerordentliche Bedeutung dieser Schenkung an die Max Beckmann Gesellschaft wird jeder ermessen können, der mit der Beckmann-Forschung vertraut ist. Lackner hat seine Sammlung mit Werken Beckmanns ersten Ranges aufgebaut. Er hat dem Künstler Aufträge erteilt, so 1936 die Illustration zu seinem Drama Der Mensch ist kein Haustier und er hat immer wieder erhellend über ihn Bücher und zahlreiche Aufsätze veröffentlicht.
Die Max Beckmann Gesellschaft und das Archiv sind dank der guten Beziehungen zu Lackner wie zu seinen Nachkommen in der glücklichen Lage, seit Erwerbung des ersten Konvolutes 1998 und weiteren Erwerbungen bereits einen sehr großen Teil seiner Dokumente zu besitzen.
Der Briefwechsel, der jetzt noch hinzugekommen ist, stellt eine ungewöhnlich reiche Fundgrube dar. Als Freund Beckmanns, Sammler seiner Werke und Autor stand Stephan Lackner mit allen denen in Verbindung, die auf die eine oder andere Weise für Beckmann engagiert waren. Lackner wird in seiner großen Bedeutung noch wesentlich deutlicher durch die Kenntnis dieser Korrespondenz.
Im Folgenden kann schon eine ganz knappe Auswahl auf die große Bedeutung des Briefwechsels aufmerksam gemacht werden, denn bei den Absendern und Adressaten handelt es sich z. B. um den Leiter der Kunsthalle Bremen Günter Busch, den Kunsthändler Richard Feigen, den Kunsthistoriker Erhard Göpel und seine Frau Barbara. Der Museumsdirektor Perry Rathbone und der Sammler Robert Gore Rifkind mit Stephanie Barron sind mit etlichen Briefen ebenso vertreten wie Peter Selz bzw. das Museum of Modern Art in New York, der Kritiker und Herausgeber Hilton Kramer, die Kunsthistoriker Friedhelm Fischer und Christian Lenz. Eine besonders glückliche Ergänzung zum Archivbestand stellen einige Briefe von Lilly von Schnitzler an Stephan Lackner dar.
In den Briefen kommen viele Werke Beckmanns zur Sprache, ihre Entstehungsumstände und technische Daten, ihre Wege durch den Handel bis in die Museen oder Privatsammlungen.

1000 Briefe des Expressionismus an den Frankfurter Mäzen und Sammler
Carl Hagemann (1867 – 1940)

Etwa 1000, teilweise mit Zeichnungen versehener Briefe wichtiger deutscher Expressionisten und ihres Kreises, vor allem von Mitgliedern der Brücke, gehörten zum Nachlass von Carl Hagemann, einem der großen Mäzene dieser Bewegung. Das Briefkonvolut, das für die deutsche Geschichte und Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts von einzigartiger Bedeutung ist, wäre ohne die Max Beckmann Gesellschaft e. V.  nicht als Gesamtheit erhalten geblieben, sondern über den Handel verstreut worden.

Hagemanns Briefwechsel mit Künstlern des letzten Jahrhunderts erstreckte sich über dreißig Jahre. Seine besondere Vorliebe galt Ernst Ludwig Kirchner, von dem sich 346 Briefe erhalten haben. Zudem finden sich im Konvolut zahlreiche Schreiben u. a. von Schmidt-Rottluff, Heckel, Nolde und Nay, aber auch von dem Essener Museumsdirektor Ernst Gosebruch, der, wie die von ihm vertretenen, von Hagemann geförderten Künstler, unter dem Nationalsozialismus verfemt war
Die Dokumente zeugen von einem außergewöhnlichen Vertrauen zwischen den Absendern und dem Adressaten, sodass ihnen nicht nur biographische Informationen, sondern auch Angaben zur Entstehung vieler Kunstwerke zu verdanken sind. Zahlreiche Briefe sind mit Skizzen, farbigen Entwürfen und Arbeiten der Druckgraphik versehen, die über ihren dokumentarischen Wert hinaus künstlerischen Eigenwert besitzen.

Die Briefe stellen eine einmalige Quelle zur Rekonstruktion der kulturellen Lage Deutschlands zwischen den Weltkriegen dar und sind ein Kulturgut höchsten Ranges. Die Erwerbung durch die gemeinnützige Max Beckmann Gesellschaft für das von ihr betreute Archiv ist mit freundlicher Hilfe der Ernst von Siemens Kunststiftung, der Kulturstiftung der Länder, der Bayerischen Landesstiftung, der Hubert Burda Stiftung, des Eleonora-Schamberger-Nachlasses sowie privaten Spendern und Eigenmitteln gelungen. Allen Helfern ein großer Dank!

Zur Erwerbung siehe:
Helena Pereña: "Ein Mensch wie Sie mit wirklichem Interesse für Bilder ist so selten in meinem Leben..." Briefe des Expressionismus an Carl Hagemann - Eine Neuerwerbung für das Max Beckmann Archiv. In: Aviso. Zeitschrift für Wissenschaft und Kunst in Bayern 3/2009, S. 36-41

 

Bild: Max Beckmann, Briefe an eine Malerin, 1948, geschenkt von Maja und Mayen Beckmann
© Max Beckmann Archiv

Neuerwerbungen

Neuerwerbungen

Im Juni 2005 wurden auf einer Auktion zwei Briefe Max Beckmanns an Günther Franke sowie das umfangreiche Konvolut des Briefwechsels von I. B. Neumann mit Günther Franke erworben, das etwa 130 Schriftstücke umfasst. Ebenfalls auf einer Auktion wurden im November desselben Jahres drei Photographien Max Beckmanns erstanden, die Helga Franke (d. i. Helga Fietz) 1938 aufgenommen hatte. Der Bestand des Archivs wurde 2005 zudem um einige Briefe und Karten Max Beckmanns bzw. seines näheren Kreises aus Privatbesitz erweitert. Mehrere Ansichtskarten, auf denen die für Max Beckmann wichtige Orte im Ersten Weltkrieg zu sehen sind, wurden von Frau Dr. Christiane Zeiller und Frau Dr. Angelika Lenz geschenkt.

Im Juli 2006 wurde ein neues Konvolut Nachlaß Stephan Lackner teilweise kauflich erworben und teilweise geschenkt. Im Jahr 2006 kamen zwei wertvolle Schenkungen zum Bestand des Archivs hinzu. Ina Beckmann-Deventer, Freiburg im Breisgau, hat im August 2006 eine Photographie von Beckmanns Schwester Grete Zech und eine weitere vom Geburtshaus des Malers in Leipzig geschenkt. Außerdem gehört jetzt der Originalplan zu Max Beckmanns Hermsdorfer Haus zum Bestand des Max Beckmann Archivs.

Im Dezember 2006 wurde auf einer Auktion eine Fotoaufnahme von Hans Moeller „Doppelportrait Max Beckmann und Reinhard Piper“, 1922, aus der Sammlung Reinhard Piper gekauft.

Eine wichtige Erwerbung für das Max Beckmann Archiv konnte im Juni 2008 verwirklicht werden. Dabei handelt sich um ein Konvolut Waldemar und Oda Rösler mit sieben, zum Teil unveröffentlichte Schreiben von Max Beckmann sowie dem Briefwechsel zwischen Waldemar beziehungsweise Oda Rösler und verschiedenen Künstlern und Literaten wie etwa Ernst Barlach, Gottfried Benn, Walter Gropius, Käthe Kollwitz und Schmidt-Rottluff.

Im Juli und August 2008 haben wertvolle Schenkungen den Bestand des Max Beckmann Archivs bereichert. Dazu zählen neun Briefe des Dichters Wolfgang Frommel, Beckmanns wichtigen Gesprächspartner in Amsterdam an unterschiedliche Adressaten, außerdem eine Todesanzeige Frommels sowie ein spätes Porträtfoto von ihm, aufgenommen von seinem Neffen Melchior Frommel. Die Schenkung all dieser Dokumente ist den Nachkommen von Gerhard Frommel zu verdanken.  Eine Bereicherung des Frommel-Bestandes im Max Beckmann Archiv kam noch im Mai 2009 hinzu. Dabei handelt es sich um eine photographische Porträtreihe des Dichters, die von Frau Hendrieckje van Keulen geschenkt wurde.

Von Professor Peter Selz hat das Max Beckmann Archiv auch 6 Photographien, die ihn selbst und Peter Beckmann zeigen, aufgenommen von Dímitri Hadzi (1921-2007), sowie einige Schriftstücke im Zusammenhang mit seiner Beckmann-Ausstellung von 1964 und der Documenta III. Weitere 12 Photographien kamen im Oktober 2009 hinzu.

Ebenfalls im Juli schenkte der Dichter Durs Grünbein eine eigenhändige Abschrift von seinem Gedicht „Was ich bin“, („ Im memoriam Max Beckmann“).

Frau Jeanette Scholz hat schließlich dem Archiv im August ein sehr wichtiges Konvolut übergeben mit 20 Briefen Max Beckmanns an Lilly von Schnitzler, davon 11 unveröffentlicht, außerdem mehreren Schreiben Lilly von Schnitzlers an unterschiedliche Adressaten sowie 11 Photographien von Max Beckmann 1938 im Amsterdam, aufgenommen von Helga Fietz.

Die Nachkommen von Stephan Lackner, Mitglieder unserer Gesellschaft, denen wir schon umfangreiches Material verdanken, haben dem Archiv  vier Manuskripte des Schriftstellers geschenkt: Paar im Sturm/Matthias und Marina, 1961, Das verzauberte Echo, 1955, Das Naturwunder, 1955,  Asche (Professor Virrus), 1955.

Im Juni 2009 wurde ein Brief von Max Beckmann an den Kunsthistoriker Hermann Flesche in Braunschweig vom 12. September 1924 ersteigert.

Bild: Max Beckmann an Alfred Kubin, 31. Oktober 1922
© Max Beckmann Archiv

Publikationen

Publikationen, auch in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Max Beckmann Archiv. Beiträge 2016
Mit Beiträgen von Eugen Blume, Wolfgang Kemp, Christian Lenz, Eva Reich und Christiane Zeiller.
(=Hefte des Max Beckmann Archivs 14). München 2016
132 Seiten
15 Euro

Max Beckmann Archiv. Beiträge 2012
Mit Beiträgen von Andrea Christine Bambi, Kirsten Fitzke, Christian Lenz und Christiane Zeiller.
(=Hefte des Max Beckmann Archivs 13). München 2012
128 Seiten
20 Euro

Max Beckmann Archiv. Erwerbungen 1985-2008
Bearbeitet von Christian Lenz
(= Hefte des Max Beckmann Archivs 10). München 2008
136 Seiten
17 Euro

Max Beckmann. Bibliographie 1994 - 2007 und Nachträge
Bearbeitet von Helena Pereña Sáez unter Mitwirkung von Mayen Beckmann und Christiane Zeiller
(= Hefte des Max Beckmann Archivs 9). München 2007
80 Seiten
18 Euro

Max Beckmann. Exil in Amsterdam
Herausgegeben von der Pinakothek der Moderne, München. Mit Beiträgen von
Carla Schulz-Hoffmann, Christian Lenz, Beatrice von Bormann, Felix Billeter, Marco Pesarese und Christiane Zeiller.
440 Seiten│273 Abbildungen
Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2007.
49,80 Euro
Das Buch ist auch in englischer Sprache erschienen

Markus Lüpertz, Zwei Kerzen leuchten. Für Max Beckmann
Rede anlässlich der Jahresversammlung der Max Beckmann Gesellschaft.
Pinakothek der Moderne, 9. Februar 2006. München 2006
28 Seiten
7 Euro

Eugen Blume, Erhard Göpel. Rede anlässlich des 100. Geburtstages
Pinakothek der Moderne, Max Beckmann Saal, 6. Juni 2006. München 2006
20 Seiten
7 Euro

Max Beckmann. Beiträge 2004-2005
Von Christian Lenz, Norbert Miller, Thomas Noll und Christiane Zeiller (= Hefte des Max Beckmann Archivs 8). München 2006
112 Seiten
30 Euro

Christiane Zeiller, Max Beckmann. Die frühen Jahre
(= Diss. München 2001). Weimar 2003
381 Seiten
36,20 Euro

Max Beckmann. Beiträge 2002
Von Ralph Häfner, Christian Lenz und Manfred Osten (= Hefte des Max Beckmann Archivs 7). München 2003
71 Seiten
13 Euro

Max Beckmann. Aufsätze
Mit Beiträgen von Jörn Pabst, Christian Lenz und Thomas Noll (= Hefte des Max Beckmann Archivs 6). München 2002
72 Seiten
17 Euro

Max Beckmann. Selbstbildnisse. Zeichnung und Druckgraphik
In Zusammenarbeit mit dem Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig.
Neue Pinakothek, 17. November 2000 bis 28. Januar 2001. Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig, 22. Februar bis 6. Mai 2001.
Ausstellungskatalog, bearbeitet von Thomas Döring und Christian Lenz. Edition Braus, Heidelberg 2000
328 Seiten
25 Euro

Christian Lenz, Max Beckmann und die Alten Meister. "Eine ganz nette Reihe von Freunden"
Edition Braus, Heidelberg 2000,
208 Seiten
26 Euro

Stephan Lackner, der Freund Max Beckmanns
Staatsgalerie moderner Kunst. 3. Februar bis 9. April 2000.
Ausstellungskatalog (= Hefte des Max Beckmann Archivs 5), bearbeitet von Christian Lenz, mit Beiträgen von Stephan Lackner, Marco Pesarese und Christiane Zeiller. München 2000
120 Seiten
15,50 Euro

(Die Ausstellung ging weiter nach Frankfurt am Main, Deutsche Bibliothek, 13. März bis 24. April 2001 und zum Goethe-Institut nach Paris, 19. September bis 31. Oktober 2002, Katalog in Französisch 15,50 Euro)

Max Beckmann und Günther Franke
Staatsgalerie moderner Kunst, 20. Januar bis 2. April 2000.
Ausstellungskatalog (= Hefte des Max Beckmann Archivs 4), bearbeitet von Felix Billeter. München 2000
133 Seiten
15,50 Euro

Max Beckmann. Vorträge 1996- 1998
Publikation der Vorträge im Rahmen des Freundeskreises Max Beckmann Archiv e.V. (= Hefte des Max Beckmann Archivs 3). Mit Beiträgen von Joachim Poeschke, Christian Lenz, Ernst-Gerhard Güse, Carla Schulz-Hoffmann und Stephan von Wiese. München 2000
Vergriffen

Minna Beckmann -Tube
Staatsgalerie moderner Kunst, 12. Februar bis 26. April 1998.
Ausstellungskatalog (= Hefte des Max Beckmann Archivs 2), bearbeitet von Christian Lenz und Christiane Zeiller. München 1998
78 Seiten
13 Euro

Max Beckmann. Briefe an Reinhard Piper
Staatsgalerie moderner Kunst 29. September bis 20. November 1994.
Ausstellungskatalog (=Patrimonia 95, herausgegeben von der Kulturstiftung der Länder in Verbindung mit den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen), bearbeitet von Christian Lenz. München 1994
79 Seiten
13 Euro

Max Beckmann. Bibliographie 1971 - 1993
(= Hefte des Max Beckmann Archivs 1), bearbeitet von Felix Billeter, Alina Dobrzecki und Christian Lenz. München 1994
77 Seiten
5,50 Euro

Projekte

Wissenschaftliche Projekte

Anja Tiedemann
Max Beckmann - Catalogue Raisonné der Gemälde
In Zusammenarbeit mit Mayen Beckmann und Eugen Blume

Stephan von Wiese, Hedda Finke
Max Beckmann – Werkverzeichnis der Zeichnungen

Felix Billeter
Forschungsprojekt der Bayerischen Staatgemäldesammlungen und der Städtischen Galerie im Lenbachhaus
Der Kunsthändler und Sammler Günther Franke. Ein Beitrag zur Geschichte des deutschen Kunsthandels und der Erwerbungshistorie der staatlichen und städtischen Kunstsammlungen in München.
Die auf vier Jahre angelegte Arbeit wird von der Ernst von Siemens Kunststiftung gefördert und mit einer Ausstellung sowie einer Publikation abgeschlossen.

Barbara C. Buenger
Max Beckmann in Germany, 1904-1937

Abgeschlossen:

Lynette Roth
Saint Louis Art Museum
Bestandskatalog der Gemäldesammlung Max Beckmanns
2015 bei DelMonico Books/ Prestel erschienen

Christiane Zeiller
Max Beckmann. Die Skizzenbücher. Ein Kritischer Katalog. Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft
2010 bei Hatje Cantz erschienen

Kontakt

Das Max Beckmann Archiv ist für wissenschaftliche Zwecke öffentlich zugänglich.
Für die Arbeit im Archiv ist eine Terminvereinbarung notwendig.

Leiter des Archivs:
Prof. Dr. Christian Lenz

Sie erreichen uns per E-Mail: info@max-beckmann-archive.org

Max Beckmann Gesellschaft e.V.
Max Beckmann Archiv
Barer Str. 29
D 80799 München

Tel.: +49 (0)89 23805 327
Fax: +49 (0)89 23805 127