Durch das großzügige Engagement von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne, der Theo Wormland-Stiftung, der Michael & Eleonore Stoffel-Stiftung sowie durch Georg Baselitz selbst konnten weitere Werke in den Bestand aufgenommen werden. Seit 2009 bereichern zudem die Baselitz-Werke der Udo und Anette Brandhorst Stiftung den Münchner Bestand. Das grafische Werk ist umfassend in der Staatlichen Graphischen Sammlung vertreten.
Über Generationen von Sammlungsleiter:innen und Direktoren hinweg hat die Sammlung Moderne Kunst diesen Bestand kontinuierlich aufgebaut und die künstlerische Entwicklung Baselitz’ begleitet. Besonders hervorzuheben ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Carla Schulz-Hoffmann, die von 1975 bis 2011 – zunächst als Kuratorin, dann als verantwortliche Referentin der Pinakothek der Moderne und stellvertretende Generaldirektorin – diesen Sammlungsbereich maßgeblich geprägt hat. 2019 erschien ein Band zum Sammlungsbestand von Georg Baselitz, der einen umfangreichen Text dieser lebenslangen künstlerischen Begleitung enthält und zugleich sein Werk nachvollziehbar erschließt.
Der Bestand der Baselitz-Arbeiten in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen reicht von frühen auf die Nachkriegszeit verweisenden Arbeiten bis hin zur „Remix“-Serie. Diese Neuinterpretationen programmatischer Werke zeigte der Künstler 2006 in einer eigens für die Pinakothek der Moderne konzipierten Ausstellung. In den Gemälden des Spätwerks scheint der sich zunehmend entmaterialisierende Körper in einem zeit- und grenzenlosen Raum zu schweben. Im Jahr 2003 präsentierte Baselitz zudem seine Sammlung afrikanischer Kunst in der Alten Pinakothek, die er regelmäßig besuchte. Bedeutende Werke sind heute in der Pinakothek der Moderne zu sehen.
Georg Baselitz hinterlässt ein Oeuvre von Weltrang. Seine Bilder und Skulpturen bleiben als Herausforderung bestehen: unbequem, kraftvoll und kompromisslos.
Die Pinakotheken werden Georg Baselitz in dankbarer Erinnerung behalten.