Die Malerinnen der Neuen Pinakothek
Im späten 19. Jahrhundert war München ein bedeutendes Zentrum für die Ausbildung von Künstlerinnen. Obwohl ihnen der Zugang zur Kunstakademie bis 1920 offiziell verwehrt war, blühte ein Netzwerk aus Privatschulen und Ateliers auf, das weibliche Talente förderte, die die Akademie nicht anerkennen wollte. Ihre Stile waren vielfältig, von Stillleben in der Tradition der Alten Meister bis zur Pleinair-Malerei in der bayerischen Landschaft. Diese Generation von Künstlerinnen hat die Sammlung der Neuen Pinakothek nachhaltig geprägt, doch ihre Werke sind bislang wenig bekannt.