JUTTA KOETHER „TOUR DE MADAME“

Jutta Koether, Emma, 1984
Öl auf Leinwand, 30 x 24 cm
© Jutta Koether

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JUTTA KOETHER „TOUR DE MADAME“

Museum Brandhorst
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Kaum eine Künstlerin hat die kulturelle Landschaft seit den 1980er-Jahren so nachhaltig geprägt wie Jutta Koether (*1958). Die Überblicksausstellung „Tour de Madame“ zeichnet mit über 150 Werken ihr künstlerisches Schaffen chronologisch nach: Angefangen bei den frühen, neo-expressionistischen Gemälden, über die signalhaft roten Bilder der späten 1980er-Jahre, die großformatigen und vor Energie sprühenden Bilderserien der 1990er-Jahre, die schwarzen Gemälde und Materialcollagen der frühen 2000er-Jahre, bis hin zu ihrer überraschenden Auseinandersetzung mit der Tradition des Historienbildes seit 2009. In einer spezifisch für die Ausstellung entworfenen 12-teiligen Bildserie wird Koether – in Anspielung auf den Lepanto-Zyklus von Cy Twombly – ihre eigene „Schlacht“ mit der Kunstgeschichte thematisieren. Die Zusammenführung mit vielen bisher noch nie präsentierten Werken erlaubt es, ihr Œuvre in seiner historischen Bedeutung zu erfassen: als groß angelegten Versuch, eine alternative „Gegen-Geschichte“ zum modernistischen, männlich dominierten Kanon zu entwerfen.