IM BLICK: VASARI ZUM 450. JUBLIÄUM DES ERSCHEINENS DER ZWEITEN AUSGABE DER „VITEN“, 1568

Lieven Mehus, Die Muse der Malerei
diktiert Vasari die „Viten“
Schwarze Kreide, weiß gehöht, 265 x 149 mm
Staatliche Graphische Sammlung, München

Details   

IM BLICK: VASARI ZUM 450. JUBLIÄUM DES ERSCHEINENS DER ZWEITEN AUSGABE DER „VITEN“, 1568

Pinakothek der Moderne
Staatliche Graphische Sammlung München

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Der in Arezzo geborene Architekt und Hofmaler der Medici, Giorgio Vasari (1511-1574), errichtete die Uffizien in Florenz und freskierte die Kuppel des Doms Santa Maria del Fiore. Vor allem aber wurde er berühmt als Biograph italienischer Künstler. Sein Werk „Le Vite de‘ più eccellenti pittori scultori ed architettori“ erschien erstmals 1550 und in einer zweiten stark veränderten und erweiterten Auflage 1568. Die „Viten“ enthalten über einen Zeitraum von drei Jahrhunderten 108 Künstlerbiographien von Giovanni Cimabue bis Michelangelo. Die Ausstellung präsentiert Zeichnungen Vasaris, seines Kreises und seiner Nachfolge, die ihn bereits als Kunstschriftsteller verehrte (Abb.). Zeichnungen von Pollaiuolo und El Greco, heute in München, ursprünglich aus Vasaris berühmtem „Libro de‘ disegni“, werden ebenso zu sehen sein wie ein kapitales Blatt des jungen Michelangelo, das die von Vasari beschriebene frühe künstlerische Orientierung des Meisters auf geradezu frappierende Weise illustriert.