GEGENÜBER. PORTRÄTS VON AUGUST SANDER BIS RINEKE DIJKSTRA IM WINTER

Judith Joy Ross

Ohne Titel, aus der Serie "Portraits at the Vietnam Veterans Memorial, Washington, D.C.", 1983-1984

Bromsilbergelatineabzug auf Tageslichtauskopierpapier, goldgetont
seit 2003 Dauerleihgabe der Siemens AG

© Judith Joy Ross

Foto: Bayerische Staatsgemäldesammlungen

Details   

GEGENÜBER. PORTRÄTS VON AUGUST SANDER BIS RINEKE DIJKSTRA IM WINTER

Pinakothek der Moderne | Kunst
Saal 28

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Die menschliche Figur als eines der ältesten Motive in der Kunst nimmt auch in der Fotografie eine bedeutsame Rolle ein. Speziell in diesem Medium verdankt sich die Darstellung gleichrangig dem ungerührten, scheinbar objektiven Auge der Kamera wie dem subjektiven Blick des oder der Fotografierenden. In einer Präsentation aus Sammlungsbeständen wird die Bandbreite der fotografischen Porträtauffassung in den vergangenen 100 Jahren an ausgewählten Positionen deutlich. Ausgangspunkt ist August Sander, der als Wegbereiter einer sachlich-konzeptuellen Fotografie Menschen unterschiedlichster Gesellschaftsschichten und Berufsgruppen typologisch zu erfassen suchte. Einer anderen Wirklichkeit hingegen nähern sich jüngere Fotografengenerationen. Rineke Dijkstra oder Wolfgang Tillmans etwa geht es darum, im Porträt auch ein individuelles Lebensgefühl festzuhalten. Darüber hinaus zu sehen sind Arbeiten von Sybille Bergemann, Ian Wallace, Judith Joy Ross, Michael Schmidt, Marie-Jo Lafontaine u. a.