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Neuburg | Staatsgalerie – Flämische Barockmalerei

Öffnungszeiten:
01. April bis 30. September | DI-SO | 09.00 – 18.00
01. Oktober bis 31. März | DI-SO | 10.00 – 16.00

Anschrift:
Residenzstr. 2
86622 Neuburg an der Donau
T 08431/644333

Die Filialgalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen im Residenzschloss in Neuburg a. d. Donau ist mit ca. 120 Gemälden ausschließlich der flämischen Barockmalerei gewidmet.
Peter Paul Rubens hatte auf Bestellung von Herzog Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg drei Altargemälde für die Hofkirche in Neuburg angefertigt, neben dem „Großen Jüngsten Gericht“ (Alte Pinakothek, München) zwei Seitenaltäre mit der „Anbetung der Hirten“ und der „Ausgießung des hl. Geistes“. Diese 1620 nach Neuburg gelieferten Bilder, über deren Ausführung und Bezahlung wir durch eine ausführliche Korrespondenz zwischen Rubens und Wolfgang Wilhelm unterrichtet sind, wurden 1692 nach Düsseldorf verbracht und kamen 1805 mit der gesamten Düsseldorfer Galerie nach München. Nach dem Zweiten Weltkrieg weitgehend im Depot verborgen, werden sie nun im Zentrum der Neuburger Staatsgalerie „Flämische Barockmalerei“ stehen. Neben ihnen werden noch sechs weitere Gemälde von Rubens und seiner Werkstatt gezeigt.
Anthonis van Dyck und Jacob Jordaens, die zwei neben Rubens herausragenden Antwerpener Maler, die neben dem Meister einen eigenen unverwechselbaren Stil entwickelten, sind in repräsentativen Beispielen von Historienbildern und Portraits vertreten.
In Antwerpen wurden im 17. Jahrhundert sämtliche Gattungen der Malerei gepflegt: Historie, Portrait, Landschaft, Stillleben, Jagdstücke und Genre. Sie alle kommen in wichtigen Beispielen von den jeweils besten Vertretern ihres Faches zur Geltung. Zu nennen seien nur Hendrik van Balen, Jan Brueghel d. Ä., Jan Cossiers, Frans Francken d. J., Frans Snyders, David Teniers, Paul de Vos oder Jan Wildens.